Birkenstock & Co. online – besser gehen geht nimmer

[Trigami-Review]

Bei “besser gehen” muß ich natürlich an “Besser geht’s nicht” denken – aber diese Komödie mit Jack Nicholson hat mit Schuhläden nun wirklich nichts zu tun, ich schweife ab.

Bequeme Schuhe – namentlich, aber nicht ausschließlich Birkenstock – kann man jetzt online kaufen. Schuhkauf war für mich immer ein “Muß-man-anprobieren”-Ding, aber wenn ich ehrlich bin, bin ich eine 43 wie aus dem Lehrbuch, passen immer. Warum also nicht auch Schuhe online bestellen? Es scheint der aktuelle Trend zu sein. Und Birkenstock als Kernmarke bürgt für Qualität praktisch besser als es der Name eines Schuhgeschäfts könnte.

Über die freundlich und informativ aufgemachte Homepage kann man aber nicht nur die klassischen Sandalen bestellen, die ja auch ein gespaltenes Renommee als “Gesundheitslatschen” weghaben, sondern auch andere, zum Teil sehr modische Schuhe. Beispielsweise “Footprints” hat mir als Marke sehr gut gefallen. Die Bedienung ist üblich, Registrierung freiwillig, das schätze ich, Zahlung gegen Rechnung wird akzeptiert, Versandkosten sind im Preis inbegriffen, das ist sympathisch. Wer sich binden und dort öfter bestellen will, den locken Prämienpunkte. Eine telefonische Hotline, die Fragen beantworten kann, ist leider nur bis 18:00 Uhr online – netzaffine Menschen fangen dann erst an, ihren Einkauf zu planen.

Der eigene Schuh – diesmal ist er für die Tochter gedacht – ist nach kurzer Versandlaufzeit per UPS angekommen. Die Qualität ist bekanntermaßen sehr zufriedenstellend. Das Paisleymuster gefällt ihr ausnehmend gut.

Jetzt zum Angebot.

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Brombeerkonfi

Das Ergebnis der gestrigen Lesung, an der die ganze Familie mitgewirkt hat: 1.200 g Brombeeren, die heute (gestern war noch kein Genierzucker da) zu 7 Gläsern Konfitüre verarbeitet wurden.

Hoffentlich lecker!

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Wohlfahrt, ein knappes Gut, und fiftyfifty

Offener Brief an Bruder Matthäus und Hubert Ostendorf, Macher der Düsseldorfer Obdachlosenzeitung fiftyfifty:

Seit ich in Düsseldorf lebe, unterstütze ich die Arbeit von fiftyfifty, im Kleinen, indem ich die Zeitung regelmäßig kaufe. Das ist mir eine Ehrensache, ich habe früher in Hamburg mit Hinzt & Kunzt genau das gleiche gemacht. Sie zu kaufen, ist ein kleiner Beitrag zur Wohlfahrt, sie zu lesen ist informativ – man gewinnt Eindrücke in das Leben von Menschen am Rand der Gesellschaft, ihre Probleme, aber auch ihre Motive, die sie dort hingebracht haben – und auch unterhaltsam, denn das Blatt ist ehrlich gut gemacht.

Immer schon hat die Obdachlosenhilfe von fiftyfifty sich für die Ärmsten der Armen eingesetzt. Auch jetzt ist sie an vorderster Front dabei, wo sich eine neue Wunde öffnet: die Not rumänischer Roma und Sinti, EU-Bürger der neuesten Stunde, die jetzt an unsere Tür klopfen, und von allen Seiten harsch zurückgewiesen werden. Ich kenne Rumänien seit einem Besuch 1996 durch ein Studentenprojekt – es ist sicher keine Erfindung, daß die Not in diesem Land so groß ist, daß es den Armen dort noch besser erscheint, bei uns beschimpft und herumgeschubst zu werden als als in ihrer Heimat genau gar nichts zu haben (“ich kenne die amerikanischen Gefängnisse, sie sind wie russische Hotels” sagte Arnie Schwarzenegger 1988 in “Red Heat” – aber das war eine Komödie, dies ist das wahre Leben).

Es ist auch sicher keine Erfindung, daß die Rumänen es hier bei uns ohne Arbeitserlaubnis und Krankenversicherungsschutz bemitleidenswert schlecht haben. Mehr noch, es ist sogar politisch gewollt, denn ein Anreiz, hierherzukommen, sollte im Zuge der EU-Erweiterung gerade eben nicht geschaffen werden.

Und deshalb ist der Ansatz von fiftyfifty hier problematisch: humanitär und aus Glaubenssicht (“was du getan hast am Geringsten unter ihnen, das hast du an mir getan”) verständlich, unterläuft er doch diese eben gewollte Begrenzung, und stellt uns einfache Düsseldorfer Zeitungskäufer vor eine Belastung: Denn Wohlfahrt ist eben, das habe ich in der Volkswirtschaft gelernt, auch ein knappes Gut, das den gleichen Gesetzen von Angebot und Nachfrage unterliegt, und das jetzt auf mehr Köpfe aufgeteilt werden muß. Für jede Zeitung, die ich bei einem rumänischen Verkäufer kaufe, geht mein Stammverkäufer leer aus. Deswegen ist es umso beeindruckender, daß gerade die einheimischen Obdachlosen sich mit dieser Teilung einverstanden erklären und uns Reicheren damit gelebte Solidarität vormachen. Doch können am Ende wir, die Käufer und Verkäufer einer kleinen regionalen Zeitung, die Armut eines Landes am anderen Ende der EU auffangen und lindern? Was für ein Zeichen setzen wir, wenn wir es tun? Und: was für ein Zeichen setzen wir, wenn wir es nicht tun?

Zeitungskaufen ist nicht eben leichter geworden.

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Technologisches Lichtdynamit – LED-Technik vom Feinsten

[Trigami-Review]

Taschenlampen – kennen wir. Licht in allen Lebenslagen zu haben, ist uns vertraut, seit wir “ein Licht unter den Scheffel stellen” können, also geschlossene Laternen benutzen. Aber welche Qualität hat das Licht?

Schon als Kind hatte ich eine Taschenlampe, von Varta, Stahlblechhülse, grüner Reflektorkegel. Batterielebensdauer während der Ferien vielleicht eine Stunde, und Ersatzbatterien kriegte ich meist nicht, die waren teuer. Später beim Camping und Trekking eine schicke Maglite, Batterien waren immer noch teuer. Dann, als wären sie für mich gemacht, kamen endlich LEDs. Eine Batterieladung konnte einen ganzen Urlaub lang halten! Aber ach und weh, dafür waren wir zurück bei Tranfunzeln, die kaum die eigenen Füße beleuchten. Gut, um ein Zelt aufzubauen und drin zu lesen, aber für nichts weiter reichendes.

Hier nun ist eine konfigurierbare Taschenlampe mit einer unglaublichen Lichtleistung, LED-Licht und einem “weltbesten” Fokussiersystem. Viel zu schade, um im Keller nach den Pumpen zu sehen (obwohl ich genau das im Video tue), eignet sie sich als Outdoor-Taschenlampe für den nächsten Schweden-Trip oder als taktische Taschenlampe mit ihrem Defense Strobe System für den, der im Dunkeln neben Orientierung vor allem Schutz sucht.

Nominelle Leuchtweite 240m – aber in einer sternklaren Nacht auf dem platten Land habe ich Windräder angeleuchtet, die 670m entfernt standen! Leuchtdauer 11 Stunden mit 4 Standardbatterien (bei Aldi weniger als ein Euro), abhängig von den gewählten Energieeinstellungen. Intelligent Clip für den Gürtel. Das Teil gefällt, mehr ist dazu nicht zu sagen.

Jetzt zum Produkt.

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Fliegen, Melcherson, Kino

Von den inzwischen hinter uns liegenden zwei Wochen war relativ wenig vom Ferien-Unglücksraben Melcherson zu berichten. Vielmehr haben wir es rundherum genossen.

Melcherson hatte dann seinen Auftritt vorgestern abend, als wir während des Heimradelns pitschnaß geregnet wurden. Um uns wäre das immer noch nicht schlimm gewesen, aber zu Hause hingen zwei Schlafsäcke zum Auslüften über dem Baum… Der Wäschetrockner des Bauern rettete uns.

Fliegen sind einer separaten Erwähnung wert. Nicht nur einfach weil sie da sind, das ist auf einem Bauernhof mit angeblich bis zu 9.000 Schweinen nicht ungewöhnlich. Auch nicht unbedingt weil es viele sind. Sondern weil es Augenblicke gibt, wo sie einem doch etwas die Ruhe rauben. Die Holde entwickelt regelrechte Mordlust und schlägt mit alten Zeitungen um sich: “Und dann im Abendrot // hau ich die Fliegen tot // auf unserm Segelboot…”

Heute nun waren wir im Kino, in einem kindgerechten Nachmittagsfilm. Das Bemerkenswerte war, daß wir uns hinterher klarmachten, daß wir und die Kinder damit ungefähr gleich oft im Kino waren in den letzten sechs Jahren…

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Schöne Ferien auf dem Kolauerhof

Nachdem ich noch ein weiteres Mal den Melcherson spielen mußte, als am nächsten Morgen der Reifen des Anhängers geplättet war, renkt sich jetzt so langsam alles ein. Jetzt waren wir am Strand, haben es genossen, waren Ponyreiten und hatten Spaß dabei, haben immer noch Superwetter, wenn auch für morgen ein Regentag vorhergesagt ist, jetzt hat mir die Omi ihre Kamera geliehen, und jetzt sitze ich mit einem Bier auf unserer Terrasse und bin unentschieden, wer zum Surfen langsamer ist, das hier vorhandene WLAHM oder das EDGE mit meinem UMTS-Handy. Wer solche Sorgen hat… schließlich bin ich nicht zum Surfen hier.

Es ist wirklich ein Genuß hier.

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Saltkrokan-Ferien: Letzte Bilder meiner Kamera?

Wer Astrid Lindgrens “Ferien auf Saltkrokan” kennt, denkt sofort an Melcherson, den Schriftsteller, dem so allerlei mißlingt bei seinem Ferienhausurlaub. Und das als Überschrift zu wählen, ist denn auch sicherlich übertrieben.

Wir haben es hier nämlich eigentlich sehr schön getroffen auf dem Kolauerhof in Grömitz-Cismar gleich an der Ostsee. Als wir keins der wunderschönen kleinen Ferienhäuschen mehr abbekamen und entschieden, dann statt dessen auf demselben Hof Camping zu machen, hatten wir wohl ein gutes Händchen. Denn nicht nur der Hof ist schön und sehr kindgerecht ausgerüstet (z. B. mit Riesentrampolin, Klettergerüst, Swimmingpool, Tieren und vielen anderen Kindern), auch unser “Camping” bietet Standards wie persönliche Küche, Bad, Terrasse und kleinen Aufenthaltsraum, die man nicht unbedingt beim Campen antrifft.

Wir haben bestes Wetter, ein Schaf, das zum Frühstück zum Streicheln an den Tisch kommt, überall Kaninchen und sind heute auch mit dem Fahrrad an den Strand gefahren.

Daß ich kurz vor dem Losfahren einen Platten am Rad hatte, war eins der Mißgeschicke, die zu einem Herrn Melcherson gepaßt hätten, freilich nur ein kleines, Flickzeug und Pumpe immer dabei, kostet es kaum 10 Minuten, aber immerhin hatte ich keinen Platten seit wohl ca. 4.000 km mehr. Was mich in dieser Sekunde aber mehr ärgert, ist der Ausstieg meiner Kamera. Die machte heute morgen plötzlich nicht mehr auf, Ärger mit der Objektivmechanik. Die Bilder, die ich zum Frühstück schoß, könnten leicht die letzten gewesen sein, denn wer repariert heute Knipsen von 200-300 € Wert?

Aber das allein verhagelt uns noch keinen Urlaub. Wir genießen es!

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So nah

Gerade mal einen Kilometer Luftlinie entfernt, ungefähr da, wo wir früher wohnten, liegt der Rather Kirchplatz mit der St.-Joseph-Kirche. Und gerade mal ein paar Tage her, am 8. Juli, es war gerade klar geworden, daß wir nicht Weltmeister werden sollten, rasten abends Feuerwehren um unsere Häuserecke. Viele Feuerwehren.

Es ist nicht das erste Mal, daß es am Kirchplatz brannte, vor ein paar Jahren war es das Haus links der Kirche. Diesmal rechts. Ein hübsch renoviertes gründerzeitliches Mehrfamilienhaus hat jetzt kein Dach mehr. Und eine Familie mit Kleinkind keine Wohnung.

Gottseidank sind alle, auch der Vater, der leichte Verbrennungen erlitt, auch die zweijährige Tochter, auch die zwei Katzen, den Umständen nach wohlauf. Aber es fehlt ihnen in diesen ersten Tagen an allem.

Und weil die Mutter unter dem Aliasnamen “Melody” in der Internetcommunity seit BBS-Tagen fest vernetzt ist, gibt es einen Hilfsaufruf. “Abgebrannt! Wir helfen.”

Also, denn man ran. Es geht wirklich um einen guten Zweck, und unmittelbarer, nicht-abstrakter geht es nicht mehr.

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Apple Madness

Der Titel “Apfelwahnsinn” lockt bestimmt alle möglichen Leser an, die glauben, ich werde jetzt über die neuesten Verirrungen von Steve Jobs und seinem iPhone, iPad und iEieiei berichten, bezieht sich aber eigentlich auf die runden, rot-grünen Dinger vom Baum, von denen schon seit 1866 bekannt ist, daß sie der Gesundheit förderlich seien, eben “an apple a day keeps the doctor away”.

Der Wahnsinn im Titel bezieht sich auf eine Veröffentlichung der EU-Forschungskommissarin. Maire Geoghegan-Quinn hat seit 2006 ein Forschungsprojekt laufen, Isafruit, Etat 13,8 Millionen Euro. Das banale Ergebnis des Investments: Der 150 Jahre alte Satz hat seine Berechtigung – sicherheitshalber fand er die Ergänzung, man solle besser 2 Äpfel essen, und den haftungsausschließenden Passus des 21. Jahrhunderts, man möge sie aber bitte vorher waschen, 40 Sekunden bei 50-52°. Oh Mann. Ich sehe schon die neue Geschäftsidee: Küchenspülenthermometer mit einer Markierung bei 51°, oder gleich ein kleiner Apfel-Dampfsterilisator.

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Wow,

Kontor, Front, Knust, After Shave, Stairway, Docks und Albers Eck sind anscheinend alle noch da. Mein Ausgehgeschmack jugendlicher Jahre muß zeitloser gewesen sein als ich gedacht hätte.

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