Was, schmecken soll er auch noch? Alternative Nespresso-Kapseln

REWE hat etwas Neues im Sortiment, und ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, es auszuprobieren: eine Alternative zu Nespresso, für die Nespresso-Maschine. Espresso von der “Ethical Coffee Company”. Ein kurzer Blick:

Wenn ich einen Alternativ-Nespresso beurteilen sollte, dann nach folgenden Kriterien:

  1. Preis
  2. Qualität
  3. Ökologie
  4. Fairness zum Kaffeebauern

Mit dem Preis anzufangen ist natürlich das Einfachste: Heute kosten mich 10 Kapseln von diesem neuen Stoff in der Werbung 2,22€, zukünftig werden sie 2,99€ kosten. Nespresso kostet ab 3,50€, seine größte Schwäche. Das macht, lassen wir die Werbewoche beiseite, 15% Ersparnis.

Messbar, aber nicht atemberaubend. Ein Pfund Dallmayr Prodomo kostet im selben Supermarkt 5,49€ regulär und 3,99€ in der Werbewoche, das allein sind über 25% Preisunterschied!

Das Merkmal, dessen sich der Hersteller am meisten rühmt, ist aber die Ökologie, ein Thema, das mich immer interessiert. Diese Kapseln sind komplett kompostierbar (es gibt sogar eine Norm dafür…)! Nespresso-Kapseln sind aus Aluminium, das ist recyclingfähig wenn es a) überhaupt separat gesammelt wird, wie z. B. in der Schweiz, bei uns aber nicht, und b) unter ziemlich hohem Energieaufwand, eine beträchtliche Einschränkung.

Das ist ein attraktives Merkmal, über das sich sehr nachzudenken lohnt. Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass die 10er-Packung “ECC”-Kapseln zusätzlich in Plastik eingeschweißt sind, wohl, weil das Biomaterial nicht aromasicher ist – es schlägt einem ein deutlicher Kaffeegeruch entgegen, wenn man das Plastiksiegel öffnet, und der Hersteller empfiehlt, eine angebrochene Packung in einem Monat zu leeren. Das Aroma von Nespresso ist in jeder einzelnen Kapsel versiegelt.

Aber ökologisch und komplett kompostierbar ist auch Filterpapier, und einer der wesentlichen Gründe, warum wir Kapselkaffee wie Nespresso nutzen ist doch die Mischung aus Convenience und Qualität, also Geschmack. Und wie sieht es nun damit aus?

Zunächst läuft der Prozess ganz wie gewohnt, dass der Hebel etwas strammer geht – worauf deutlich hingewiesen wird – ist nur eine Marginalie. Der Kaffee läuft langsam durch, das Ergebnis sieht optisch, Crema usw., einwandfrei aus. Ein Lungho aus der Sorte Cremoso bereitet, denn so starte ich nun einmal meinen Tag, ist allerdings leider sensorisch ein Graus, ab dem zweiten Schluck schmeckt er einfach nur “flat”. Ein Ristretto aus der Sorte Espressivo kommt schon besser daher, da wird es zumindest keine Quälerei werden, die Packung leerzutrinken. Aber “Hurra” schreien geht anders. Die geschmackliche Qualität ist eben Nespressos beste Waffe.

Von einer “Ethical Coffee Company” erwartet der oberflächliche Betrachter schließlich etwas Ethisches, und denkt dabei bei Kaffee gern auch mal an die Kaffeebauern, und dass sie oft ausgenutzt werden. Nesspresso hat ein eigenes Programm, “AAA Ecolaboration” extra zu diesem Thema entwickelt, dass es eben nicht vergleichbar ist mit etablierten Programmen wie dem Schweizer Max Havelaar oder unserem Fairtrade, wird von der Solidar Suisse in einer gelungenen Kampagne, die auf Nespresso-Botschafter George Clooney abzielt, betont.

Aber uups, auf der Packung und der Website der ECC sucht man jeden Hinweis auf ein faires Handelsprogramm völlig vergebens! Weil es wohl keins gibt. Erst im Blog des Chefs, das ich leider nur lesen kann, wenn ich es durch Google Translate jage, wird der Kaffeebauer einmal im Nebensatz erwähnt: dort wird nämlich die Kritik an Nespressos Verhalten vorgebracht, deren Programm als Greenwashing gebrandmarkt, und dann gleichzeitig erwähnt, man selbst würde ja 20% über Weltmarktpreis einkaufen, und die Plantagen wären dann doch automatisch daran interessiert, ihre Mitarbeiter höher zu entlohnen. Dass ein Vertrauen auf Marktmechanismen gerade nicht beim schwächsten Glied der Kette ankommt, ist nun aber hinlänglich erwiesen. Also, das ist Greenwashing par excellence!

Fazit: Das war ein interessantes Experiment. Kompostierbarkeit ist ein starkes Argument, Preis ein weiteres, nicht ganz so starkes. Geschmack und gleich jedes Fehlen ethischen Engagements bei den Kaffeebauern lassen es leider im Ansatz scheitern.

Was denkt nun Nespresso selbst? Obwohl wir es offiziell nie erfahren, dürften wohl hinter den Kulissen Heerscharen von Anwälten aktiv sein. Der Schweizer Lebensmittelhändler Denner hatte es auch schon mal mit “Alternativkapseln” versucht, und war nach kurzer Zeit ohne Begründung wieder vom Markt verschwunden. ECC-Chef Gaillard nennt noch einen weiteren interessanten Aspekt: Nespressos neueste Maschine “Pixie” habe einen technisch veränderten Kapselmechanismus, der seine Kapseln angreife, eine technische Gegenmaßnahme also neben den juristischen.

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Video-Review: ELAMBIA – flammenlose Echtwachskerzen

gesponserter Artikel

In meinem heutigen Video stelle ich euch flammenlose Echtwachskerzen vor. Diese Kerzen sind wirklich schön und kommen echten Kerzen nahe. Sie sind die ideale Antwort für alle, die aus Sicherheitsbedenken keine echten Kerzen brennen mögen, z. B. Familien mit Kindern oder Haustieren. Außerdem bieten sie Farbwechsel (ist zwar nicht mein Geschmack) und eine praktische Timerfunktion. Schaut sie euch im Video an!

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Ein gutes Neues

Euch allen ein gesundes und gesegnetes 2012

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Skiferienhalbzeit und Nebenabenteuer

Kurz vor dem Jahreswechsel lasse ich eine etwas durchwachsene erste Woche der Skiferien im Schweizer Grindelwald Revue passieren.

Durchwachsen, obwohl wir in einem schönen Chalet wohnen, und bis Mittwoch einschließlich schönstes Wetter hatten, obwohl ich einiges gelernt habe und jetzt ohne Schweißausbrüche rote Pisten fahre, Lisa die Blue Queen mit “ausgezeichnet” absolviert und das Schlußrennen nur wegen eines gewagten Sturzes als Vierte gemacht hat (sie mag traurig sein, nur Vierte zu sein, ich bin stolz, weil sie etwas gewagt hat).

Durchwachsen, weil Christian schon an Heiligabend, auf den ersten fünfhundert Metern Übungspiste, ein Bein gebrochen hat, und mein Vater, 1.000 km entfernt in Hamburg, an der Kirchentür eine Hüfte. Wegen Osteoporose baute man ihm gleich eine künstliche ein, so macht er jetzt schon wieder seine ersten Schritte in der Nachsorge – und liegt dort prompt in Quarantäne, weil sein Zimmernachbar einen multiresistenten Keim hat. Die Tests müssen noch zeigen, ob er sich in der kurzen Zeit hat anstecken können.

Aktuell ist auch das Wetter nicht so spannend, Schnee wurde zu Regen, und ich schiebe mit Lisa Erkältung.

Schauen wir, was die zweite Woche bringt…

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Adventskalender

Er steht: Der Sternchen-Adventskalender im Doppelkaliber 48…

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Stabilo forscht

So muss man es machen: Mit einem Stabilo Easy ergo hat Lisa schreiben gelernt. Wenn es einen Haken an diesem ergonomischen Druckbleistift gab, dann den, dass er so toll war, dass in der Schule, ja sorry, schlichtweg geklaut wurde (“Verwechslung” halte ich für apologetisch). Das ist ärgerlich für Achtfünfundneunzig.

Ein Jahr später schreibt Lisa mit dem dünneren Easy ergo 1.4, schon fast ein normaler Druckbleistift. Aus oben genannten Gründen bleibt er an ihrem Schreibtisch. Da sollte er ja auch nicht so viel aushalten. Denkste: Der erste Minenwechsel machte dem Gerät schon ein Ende. Das ist etwas heftig für Achtfünfundneunzig. Also musste sich Stabilo mit einem Anschreiben auseinandersetzen. Was sie taten: Sie sandten Ersatz, zum Versöhnen angereichert mit einer Packung Buntstifte und einem Spitzer. So klappt Unternehmenskommunikation.

Und sie nehmen ihren Job ernst: den zurückgesandten kaputten Stift versprechen sie an die “Forschungs- und Entwicklungsabteilung” weiterzuleiten. Yay! Man stellt sich richtig vor, wie der verrückte Professor aus dem Stabilo-Spot die filigrane Mechanik unter dem Mikroskop seziert, damit folgenden Schülergenerationen (also Christian) dasselbe Schicksal erspart bleibe…

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Adventsrosen

Man beachte, dass dieses Jahr zum Advent die Rosen im Garten blühen. Und nicht etwa nur die eine…

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Dieter Falk & Sons in der Christuskirche

Erst war es ja nur eine Idee, um mal wieder in einem Chor singen zu können: Eine Freundin erzählte mir von dem Musical “Die zehn Gebote”, das mit einem Mammutensemble gegeben wird, u. a. mit einem Chor von 2.500 Sängern. Viele kleine Chöre könnten daran teilnehmen, so auch unserer, mit Ignacio von St. Joseph. Dieter Falk hat die Musik gemacht, und Bahar singt die weibliche Hauptrolle.

Nun sind vielleicht etliche Leserinnen und Leser geübte Fernsehzuschauer und kennen “Popstars”, seine Juroren und die Sängerinnen der Band “Monrose”. Ich bin da vollkommen unbeleckt, das sind Namen, die ich googeln musste. Aber manchmal lohnt es sich ja, zu googeln.

In einem Chor zu singen lohnt sich eigentlich immer, und so sind wir seit Februar fröhlich dabei, uns auf die Aufführung im nächsten Februar im ISS Dome vorzubereiten. Naja, und vor ein paar Wochen saß dann plötzlich Dieter Falk in unserem kleinen Probensaal. Ignacio hatte ihn am Rande des Chorleitertreffens kennengelernt. Für ein kleines Konzert suchte er einen kleinen Chor, mit dem er schon mal einen Ausblick auf das Musical geben könne. So ab hundert Sänger.

Ich habe schon früher in einem anständigen Chor gesungen, der Kantorei der Kreuzkirche von Dirk Ströter,wenn wir auftraten, dann mit ca. 60 Teilnehmern plus einem kleinen Orchester. Bei Ignacio sind wir auf dem Papier 47, proben aber fast nie gleichzeitig. Heute waren wir am Ende einhundertundfünfzig Sängerinnen und Sänger, die den Altarraum der Christuskirche völlig ausfüllten.

Dieter Falk, das weiß ich inzwischen, ist ein recht erfolgreicher Musiker und Produzent, der im Moment anscheinend vor allem eines macht: mit Leib und Seele Vater sein. Er hat seine beiden Söhne, 14 und 17, voll in sein Programm einbezogen, hat ihnen in den “zehn Geboten” Rollen auf den Leib geschrieben, teilt sein Tonstudio mit ihnen und tritt eben auch mit ihnen auf diversen Konzerten auf. Außerdem ist er ein musikalischer Tausendsassa mit Wurzeln in der Kirchenmusik, aber auch mit viel Erfahrung als professioneller Produzent.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Thomas E. Götz

Und er hat einen Groove, und den kann er den Menschen auch mitgeben. Wenn er seine am Flügel begleiteten Eröffnungsworte an die “Bildungsbürger, die Popstars ja nicht so schicklich finden” richtet, dann sitzt das Publikum in den Kirchenbänken – einschließlich des OB – recht steif da. Zwei Stunden später sollen dieselben Zuschauer nicht nur ein halbes Dutzend poppige, funkige, aber dennoch unverkennbare Kirchenlieder mitgesungen haben, sondern auch stehend zu “Liebe ist das Gebot” abrocken.

Manche Menschen hören sich gern reden, Dieter Falk, glaube ich, hört sich gern spielen. Als zwischendurch seine Söhne fast eine Stunde verschwinden (gilt der Jugendschutz? Oder durften sie für eine Weile in einem Club abfeiern? “Papa – am Samstagabend – in einer Kirche? Muss das sein?”), verbringt er die Zeit mit Improvisationen auf Kirchenlieder, auf den Zuruf von EG-Liednummern hin, und einem Quiz mit Liedgut aus der “Mundorgel”, die er großzügig verschenkt und von der er behauptet, größter Einzelabnehmer zu sein.

Bach, und ein wenig Paul Gerhard, dient ihm als Strick, an dem er sich im Programm entlanghangelt. Bei ihm wird geguckt, “was würde Bach heute machen?” Ganz neu ist das alles nicht, in den Siebzigern hat man schon mal einiges davon wieder aufgelegt, John Miles klingt ziemlich durch, Hugo Strasser und sein Orchester fiele mir ein, und – böse gesprochen – Rondo Veneziano. Aber er beherrscht sein Metier, und seine Arrangements und Improvisationen können einen packen. Und seine Söhne gehen wirklich mit!

Wir kamen selbst erst am Ende dran, der Einmarsch durch ziemliche Enge und nur eine Probe eher ein Debakel, aber standen wir einmal, konnten wir auch etwas bringen. Und Bahar, nun ja, ich bin eben nicht so für dieses Superstarzeug zu haben. Sie ist ein nettes Mädchen mit einer guten, wenn auch heute erkälteten Stimme, wäre ohne Trara vermutlich leicht zu übersehen.

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Braun fail

Ich wollte euch schon immer mal ein Foto präsentieren, das mich halb rasiert zeigt, eine Gesichtshälfte blank, die andere mit Mindestens-Dreitagebart. Dass es dazu auch heute nicht kam, verdanke ich einer verblüffend effektiven MacGyver-Reparatur unter Verwendung der Produkte des Hauses Beiersdorf:

Vielleicht gibt es ja später noch eine gute Nachricht, das Teil hat meines Wissens noch Garantie. Zunächst aber bin ich vergrätzt.

Meine ersten Braun-Rasierer wurde mit gewisser Regelmäßigkeit nach ca. 10 Jahren bei Campingreisen geklaut. So ging nie einer kaputt, und ich konnte die Produkte ob ihrer scheinbar unendlichen Haltbarkeit stets gern empfehlen. Irgendwann fiel mir dann auf, dass verschiedene Preisstufen verschiedene Qualitäten hatten: billige Brauns, die man manchmal im Discounterwerbezettel sieht, sind made in China, bessere weiterhin made in Germany. Also achtete ich beim Kauf auf dieses Detail. Vor ein paar Monaten ging dann die Reinigungsstation kaputt. Ich hatte die aber nie für besonders wichtig erachtet, war halt im Set mit dabei, aber man hat seine Rasierer früher auch selbst gereinigt – ärgerlich nur um den angelegten Vorrat von Kartuschen mit Reinigungsflüssigkeit, die kosten etliche Euro das Stück, jetzt lagen sie da. Heute nun aber, eben mitten im Gesicht, fällt *plopp* der Langhaarschneider ab. Vier kleine Plastiknüpsel hatten ihn gehalten, alle abgeschoren (kein Kalauer).

Da stand ich ziemlich im Hemd, und hätte obiger Tesafilm nicht bewährt alles zusammengehalten, hätte ich mir das Gesicht wohl mit dem Intimrasierer der Holden glattziehen müssen.Und das beides bei einem Rasierer, der eben keine zwei Jahre alt ist, das finde ich schon ein deutlicher Abstieg zu früheren Modellen, liebe Freunde bei Braun.

Update: Das Gerät war tatsächlich erst 16 Monate alt, das geht eigentlich gar nicht, finde ich. Aber Braun hat “das Ding gedreht”, wie man in der Werbung so schön sagt, das eingesendete Gerät innerhalb weniger Tage auf Garantie repariert. Das ist in Ordnung und macht den Defekt wieder wett.

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Weltkindertag

Heute ist Weltkindertag. Nicht in der Welt, sondern in Deutschland (in der Welt hat zwar fast jedes Land einen Weltkindertag, aber jedes an einem anderen Tag). Begangen haben wir ihn aber schon am Wochenende, denn Düsseldorf tut das traditionell sonntags am Rheinufer.

Da wird den Kindern auch richtig was geboten, aber das, was den beiden am meisten Spaß gemacht hat, war selbst mit dem Rad reinzufahren. Ganz bis zum Lambertusturm.

Der Rest ist Klettern, Basteln, auf Luftballons Schlange stehen und so Zeug, was Kinderherzen erfreut.Ein kurzer Regenschauer konnte den Gesamteindruck nicht trüben, sondern sorgte nur dafür, dass nicht alles völlig überlaufen war.

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