LED LENSER® SEO® 7R – eine neue LED Stirnlampe

[blab-Review]
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logo_ledlenserInzwischen habe ich in meinem Hobbykeller schon eine rechte Sammlung von LED Lenser-Taschenlampen, über die ich schon einige Reviews schrieb. Darunter sind gewaltige Apparate wie die M14X, und winzige Penlights wie die K2L, oder ausgewogene Mitteldinger wie die M7R – aber eine Sorte ist mir am Liebsten: Stirnlampen. Und genau da hat LED Lenser jetzt eine komplett neue Reihe aufgelegt, deren Verhältnis von Größe zu Leistung beinahe unverschämt perfekt ist: die SEO.

SEO-Reihe

Ich durfte die SEO7R testen, und was könnte passender sein, als eine ausgiebige Sportsession mit meiner Nachbarin Claudia, nachts im Grafenberger Wald.

Die ehemalige Polizistin und heutige Lehrerin ist mir beim Joggen freilich haushoch überlegen, und an den Hängen hing vor allem einer – ich. Verlieren konnten wir uns dank unserer beiden Outdoor-Stirnlampen nicht, doch als ich sie einmal wieder eingeholt hatte und etwas darüber erzählen sollte, musste ich erst einmal wieder zu Atem kommen. Dabei hatte ich einiges zu erzählen, denn nicht nur hatten wir hier eine weitere High-End Taschenlampe mit dem bewährten weltbesten Fokussiersystem und Mikroprozessor, sondern eine wirklich leichte (105 g), die einen am Kopf überhaupt nicht stört, die dennoch hell (220 lm) und weit (130 m) strahlt, und dabei in leuchtenden Mac-Farben und mit elegantem Stirnband, wäre es nicht dunkel, auch noch ausgesprochen cool aussehen würde.

Vor allem aber haben es mir drei Eigenschaften angetan: Es ist eine Akku-Taschenlampe, die schätze ich, sie hat alternativ auch eine Rotlicht-LED, was nützlich ist, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und man z. B. nur ein Instrument ablesen will, und schließlich das Spannendste, eine ganz neuartige Abblendautomatik, die das Licht dimmt, wenn es auf einen nahen Gegenstand fällt, so dass man sich nicht selbst blendet.

Da leuchteten Claudias Augen auf, denn ihr war sofort ein weiterer Nutzen der Lampe eingefallen: Sie spielt nämlich auch Trompete, und wenn sie in einer Kapelle an nächtlichen Umzügen teilnimmt, wünscht sie sich eine geeignete Stirnlampe, um ihre Noten zu beleuchten – und eine Hand hat man beim Spiel ja nicht mehr frei. Und so kam es auch noch zu einer nächtlichen Musikdarbietung, für die ich nach diesem Waldlauf gewiss keinen Atem mehr übrig gehabt hätte. Ich hing derweil an der Wasserflasche…

LED-Lenser hat auch ein Forum, eine Fotogalerie, und eine Facebook-Seite.

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Neue Kaffeekapseln aus Bremen: Zuiano

Manchmal wird man als Blogger ja mehr oder weniger subtil aufgefordert, ein neues Produkt vorzustellen. Das kann nervig sein oder spannend, und es schmeichelt auch ein wenig der Eitelkeit: Da hat jemand meine Reviews gelesen und findet sie zumindest gut genug, oder meine Blogreichweite hoch genug, um sein Produkt gern auf meiner Seite zu sehen.

Diesmal war es eher subtiler: Kaffeekapseln von einer mir bis dahin unbekannten Marke kamen im Paket mit einem handgeschriebenen Brief vom Firmeneigentümer. Das kommt schon mal anders daher als irgendein Seriendruck.

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Dazu erzählt die Firma eine interessante Geschichte. Aus Bremen kommt dieser Kaffee, wo ja immer noch der meiste Kaffee für Deutschland angelandet wird, und allerlei Großröstereien sitzen. Er wird von drei Freunden, sie nennen sich etwas pompös “Kaffeesommeliers”, hergestellt. Sie haben sich des Themas “Sustainability” auf eine besondere Art angenommen: Statt fair gehandelten Kaffee zu verwenden, wobei ein höherer Kaffeepreis direkt den herstellenden Kaffeebauern zugute kommt, lassen sie einen Prozentsatz ihrer Einnahmen einem brasilianischen Sozialprojekt zukommen, mit dem sie direkt (über die brasilianische Ehefrau des Inhabers) verbunden sind. Das ist natürlich grundsätzlich löblich, wenn aber die Kaffeebauern weiterhin ausgebeutet werden, wird die Wohlfahrt, hier ein Waisenheim, auf deren Rücken ausgetragen. Grundsätzlich ist es effizienter, das Gute so direkt wie möglich zu tun, CO2 zu vermeiden statt Zertifikate zu kaufen, Langzeitarbeitslose einzustellen statt Steuereinnahmen in das Sozialsystem zu stecken, oder eben Armut im Herkunftsland des Kaffees entgegenzuwirken, statt sie anschließend zu bekämpfen. Organisationen wie Fairtrade oder Max Havelaar tun das, und sie genießen einen besseren Ruf als proprietäre Parallelorganisationen wie Nespressos “Ecolaboration”.

Zuiano Einzelverpackung

Aber reden wir über Kaffee. Zehn Kapseln waren in der Probierpackung, von sechs Sorten. Drei Espressos, zwei Lungos und ein Decaf, mit so dramatischen Namen wie Flash, Emperor, Happiness oder Peace. Sie sind einzeln verpackt – und übrigens ungefähr 12% billiger als Nespresso-Kapseln. Darunter sind ein paar wirklich gute Stöffchen, der Kaiser hat definitiv Kleider an, und mit dem Lungo Adventure erlebt man geschmacklich angenehme Abenteuer. Der PS-stärkste Ristretto, Flash, ist aber gar nicht mein Ding, er schmeckt eben irgendwie wie pures Koffein, unangenehm. Ich werde wohl mal eine weitere Bestellung starten, um die Schwiegereltern auch noch kosten zu lassen.

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Schreibtisch ohne Fliesen, Programme statt Apps: Windows 8 auf dem Desktop

Kürzlich machte heise darauf aufmerksam, dass die Zeit von Windows XP abläuft. Klang zwar etwas nach Panikmache, denn der Support läuft noch bis ins Frühjahr 2014, stimmt aber grundsätzlich schon: Schon jetzt wird es mit dem eigentlich rundum ausgereiften Betriebssystem immer schwieriger, der Verzicht auf den aktuellen Internet Explorer wirkt harmlos, nutzt man doch ohnehin z. B. Chrome, aber auch Skydrive und das jetzt neue Office 2013 sind nicht mehr abwärtskompatibel zum Betriebssystemboliden. Und Bedrohungsstudien zeigen XP regelmäßig ganz vorn – am bösen Ende der Tabelle.

Da war es eine Überlegung wert, noch im Januar auf das unschlagbar günstige Upgradepaket aufzuspringen: für nur 30 EUR konnte man einen älteren Rechner mit dem neuen Glanz von Windows 8 Pro bestücken. Die Performance versprach, wurden Mindeststandards eingehalten, gar nicht schlecht auszusehen. Der fragliche Kandidat war ein nicht ganz neues Netbook, wie sie aber eigentlich heute immer noch angeboten werden, immerhin bis 2GB Arbeitsspeicher aufgebohrt.

Der “Upgrade Assistant” hatte kaum Bedenken. Nur die Bildschirmauflösung, die beim Netbook mit 1024×600 unten abgeschnitten ist, monierte er. “Einige Apps” würden damit nicht erwartungsgemäß funktionieren. Das wollte ich in Kauf nehmen, hatte mir doch mein Test im Herbst schon gezeigt, dass der Kachelmann mein Ding sowieso nicht war (und nicht nur meins, diese Meinung findet man in der Presse in epischer Breite bestätigt) und ich mich eher auf dem konventionellen Desktop heimisch fühlen würde. Also, frisch Gesellen seid zur Hand. Datensicherung und los. Aus dem Assistenten heraus direkt zum Kauf geschritten und heruntergeladen – und das erste Mal gestutzt: Man solle wirklich kein Installationsmedium fertigen können, sondern direkt installieren? Inzwischen weiß ich, dass ich an dieser Stelle per Workaround eins hätte machen können, das ist jetzt leider zu spät. Was geschieht, wenn man doch einmal neu installieren muss, weiß ich heute noch nicht, ich hoffe, es wird sich ein Image herunterladen lassen, einen Schlüssel zumindest habe ich ja.

Windows 8 installierte sich ohne größere Überraschungen, es war auch sofort beim ersten Start fast alles an Bord, nur einen aktualisierten Videotreiber musste ich bei Intel separat herunterladen. Beim ersten Herumklicken sah alles hübsch aufgeräumt aus, bis ich das zweite Mal stutzte: Nicht einige Apps ließen sich nicht öffnen auf dem zu kleinen Schirm, sondern alle. Also nicht. Öffnen. Zwar wurde mir immer brav das geflieste Bad angezeigt, aber der Klick auf jede einzelne Kachel produzierte die Fehlermeldung, ohne einen mindestgroßen Schirm ginge das jetzt aber gar nicht. Es musste also als erstes ein externer Monitor angeschlossen werden – der Sinn eines Netbooks ist aber ja gerade seine Mobilität! Zumal sich so sinnige Programme wie Skype nur als App installieren lassen wollen. Es gibt – man ahnt es - einen Workaround, er ist aber eine etwas schwierige Geburt. Ein Eingriff in die Registrierung skaliert die Bildschirmauflösung auf einen höheren Wert. Sie entspricht dann aber nicht mehr der “nativen”, also der Zahl der physikalischen Pixel, und kann entsprechend gestaucht aussehen. Ich weiß jetzt, dass ich das zur Not unterwegs machen kann, aber ich stelle ansonsten immer hübsch auf die native Auflösung zurück.

Fliesenfachgeschäft

Fliesenfachgeschäft

Zuhause benutze ich das System jetzt also mit externem Monitor, und staunte: Der kleine eingebaute Grafikchip kommt ganz ordentlich mit zwei Monitoren klar! Nur Logikprobleme gibt es dabei reihenweise, die User Experience ist ganz klar broken by design. Beispiele: Mausgesten gegen den Rand zum erweiterten Bildschirm hin konkurrieren mit Wischgesten – statt von rechts das Menü hereinzuziehen, läuft der Mauszeiger weiter auf den anderen Bildschirm. Oder ein Schirm zeigt den Desktop, der andere die Kacheln, man starte ein adminpflichtiges Programm, dann sollte der Desktop ausgegraut werden. Die Kacheln lassen sich nicht ausgrauen, also wechselt Windows auf dem gar nicht betroffenen Zweitmonitor vom Duschbad zum Desktop.

Weil der Arbeitgeber der Holden großzügig ist, hatten wir außerdem neu Microsoft Office 2013. Und stutzten zum dritten Mal: Es ist eine sog. Click-to-Run-Version. Die bedeutet, dass man keine Chance hat, einzelne Programme nicht mit zu installieren (Publisher? PowerPoint?? Outlook???), das ganze Programmpaket liegt in einem versteckten virtuellen Laufwerk, das die recht beschränkte Netbookfestplatte gewaltig anknabbert, ich schätze um knappe 10GB.

Schließlich stutzte ich persönlich zum vierten Mal, und zwar über die Update-Policy: Bei Ubuntu habe ich schätzen gelernt, dass alle Updates an einer Stelle ausgeführt werden, egal ob sie Betriebssystem oder Anwendungen betreffen – und egal von welchem Hersteller die Anwendungen kommen. Updaten, das wissen wir alle, ist ja inzwischen ein rechter Nebenjob, ständig jagt man einer Sicherheitslücke im Betriebssystem, im Java, im Flash, im PDF-Reader hinterher. Microsoft geht da, juhuuu, den gegenteiligen Weg, Updates werden wieder diversifizierter: Windows-Update, Office-Update und die Updates für die Apps werden jeweils an verschiedenen Stellen aufgerufen; die Updates der Apps muss man sogar pro Benutzer machen, also auch für die mitgelieferten Standardapps wie Mail und News heißt es fortan immer, die Benutzerprofile von Frau und Kindern auch noch aufzurufen und jeweils mit zu aktualisieren.

Es ist also in vielen Details ein durchwachsenes Fazit zu ziehen, und damit meine ich noch gar nicht die User Experience von Windows 8 an sich, über die ich sowieso meine eigene Meinung habe. Angenehm überrascht bin ich dagegen vom Lauf dieser alten Maschine an sich, die sich recht tapfer macht.

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Wieder gelesen: Die drei ???

In der Gemeindebücherei zu Konfizeiten las ich alle verfügbaren Bücher der “drei ???“, hörte die legendären Cassettenhörspiele mit Peter Pasetti und Oliver Rohrbeck. Mein Wiedersehen nach drei Jahrzehnten offenbarte mir allerlei Überraschungen.

Fangen wir mit der irgendwie logischen Erkenntnis an: Für Lisa, 8, ist meine Idee eigentlich zu früh. Als ich in der Schulbücherei entdeckt hatte, dass Ratekrimis im weiteren Sinne meinen Sohn nicht faszinierten, meine Tochter aber schon, die Mädchenserie “die drei !!!” von ihr aber als viel zu tussihaft ausgebuht wurde, schloß ich “die drei ??? Kids” erst mal aus, und legte ihr das Original nahe, immerhin liest sie auch schon Harry Potter. Verfrüht, wie ich bald merkte. Sie selbst war begeistert, las das erste Buch (“Die drei ??? und das blaue Biest“) durch, wollte dann das Lesequiz bei Antolin machen. Doch ein rotes Quiz (zur Erklärung: blaue Antolin-Quizzes fragen nur nach Textverständnis, rote nach Inhalten über den Text hinaus) für die 6. Klasse, also solches entpuppte es sich, stellte natürlich zu hohe Ansprüche an die Allgemeinbildung. Wissen, dass Einstein kein österreichischer Geologe ist und Sumatra nicht vor der kalifornischen Küste, oder den Unterschied Egomane/Egoist herausarbeiten ist nicht Stoff der 3. Klasse.

Für mich stand natürlich der Wiedersehens-Effekt im Vordergrund. Groß geworden mit Klassikern wie “Die drei ??? und die flüsternde Mumie”, wollte ich sehen, was sich geändert hat. Und war belustigt. Waren Justus, Bob und Peter damals noch Schulkinder, die radelten oder von Morton im beim Preisausschreiben gewonnenen Rolls Royce durch die Gegend chauffiert wurden, haben sie inzwischen die 16 gestemmt und dürfen im fernen Amerika damit selbst Auto fahren. Der Hang zu High Tech manifestiert sich eher skurril: Waren es damals Walkie Talkies und Richtmikrofone, sind heute Google Street View und Smartphones selbstverständlich – und dennoch muss Archivar Bob zum Recherchieren unterwegs in ein Internetcafé einkehren. Geblieben sind die Telefonate aller drei mit zugeschaltetem Verstärker im geheimen Wohnwagen, die so herrlich an “Charlie’s Angels” erinnern.

Vor allem aber ist nicht nur Alfred Hitchcock vollständig aus der Geschichte verschwunden, das geschah schon damals, als der Regisseur Im Richtigen Leben starb, sondern auch generell die kleinen Kästchen mit Fragen am Ende der Kapitel, die den Leser zum Mitraten und Nachdenken anregten. Die fehlen mir irgendwie.

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LED Lenser M7RX und M14X im Review

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Eine Weile habe ich jetzt schon keine LED Lenser Reviews mehr gemacht, deshalb juckte es mich ganz schön in den Fingern, als es neues auszuprobieren gab: Die X wie Extreme Serie der bekannten LED Lenser M7RX, die aufladbare LED Taschenlampe, und M14X, die High-End-Taschenlampe. Die Vorgänger habe ich ja grundsätzlich schon ausgiebig getestet (hier und hier), aber jetzt wurden sie “revamped” und erhielten die neue Reflektorlinse, die einen ganz neuen Lichteindruck erlaubt. Seht selbst im Video:


LED LenserDass die Firma Zweibrüder nicht nur unglaubliche Lichtleistung herstellt, sondern auch ein festes soziales Netz knüpft, sieht man an Reviews wie diesem, an der Facebook-Seite, dem Forum, das Support bietet, oder der Fotogalerie, wo sich Lichtkünstler verewigen. Ich finde das gut, wenn es einen Rückkanal zwischen Hersteller und Verbrauchern gibt.

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LED Lenser Gewinnspiel

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Auf meinem Blog gibt es heute ein Gewinnspiel: Sendet mir bis morgen euer überraschtes Gesicht an led-lenser@die-besten-bilder.de und gewinnt mit dem überraschtesten Gesicht eine LED Lenser P3 AFS P. Einsendeschluß morgen mittag, 20.12.12, der Gewinner ist mit der Veröffentlichung seines Fotos einverstanden.

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Nacherfüllung, das vergessene Gesetz

Ich muss mal ein wenig abladen. Fälle, die sich in letzter Zeit hier ereignet haben: Zwei Paar Kinderstiefel, die einen extrem preiswert vom Discounter, die anderen deutlich höherpreisig vom Fachgeschäft, gehen innerhalb weniger Wochen kaputt. Beide Verkäufer haben keinen Ersatz vorrätig, geben anstandslos das Geld zurück. Ein Fachgeschäft liefert einen neuen Skihelm, bei genauer Betrachtung ist dieser zwar unbenutzt, wurde aber 2008 hergestellt. Das Fachgeschäft kann voraussichtlich keinen Ersatz liefern und wird wohl das Geld zurückgeben. Ein Sportartikel, bestellt in einem Onlineshop, geht dank DHL auf eine Irrfahrt, kehrt zurück zum Absender, ohne bei uns je anzukommen – der Absender überweist ungefragt das Geld zurück. Mann, habe ich Geld, aber keine Ware!

Was wurde eigentlich aus dem Gewährleistungsrecht? Was wurde eigentlich aus Nacherfüllung gemäß §437 BGB? Solche Stiefel repariert heute niemand mehr, dieser Helm wird heute gar nicht mehr hergestellt (aber trotzdem als neu angeboten), und was der Kollege in der Versandabteilung mit der Retoure, die keine war, gemacht hat, kann die Kollegin an der Hotline nicht herauskriegen. Wir dürfen heute froh sein, dass uns viele Unternehmen, um ihren guten Ruf zu wahren, meist ohne Nachfragen das Geld zurückerstatten (Rücktritt, §439 BGB), aber konträr zur Absicht des Gesetzes bleibt es unser Problem, wie wir dann zu Ware kommen. Stiefel und Skihelme sind im Dezember fast ausverkauft – deshalb hatten wir sie rechtzeitig beschafft! -, das Sportgerät war als Geburtstagsgeschenk gedacht, der Geburtstag ist jetzt vorbei. Wie man einen Vertrag auch bei Problemen zu Ende erfüllt, scheint keinen Verkäufer mehr zu interessieren. Als reine Handelsunternehmen haben sie keinen Bezug mehr zur Ware, kein Interesse, Ersatzteile vorzuhalten, Reparaturen werden heute sowieso generell als nicht mehr lohnend erachtet (Stichwort: planned obsolescence).

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Herbstferien

Endlich keine Hausaufgaben mehr! Das sagen die zwei Kurzen, aber nicht nur sie. Dass man sich die Herbstferien verdient hat, wenn man nach dem Sommer endlich wieder in Schwung gekommen ist, wissen auch die Eltern.

Lisa ist gut wieder in die Schule reingekommen, sie merkt natürlich deutlich, dass 3. Klasse ein ganz anderes Kaliber ist als die ersten beiden. Sie hat viel mehr Hausaufgaben auf, und die Tests, von denen schon wieder zwei geschrieben wurden, sind nicht mehr nur Eiapopeia – wenn auch fast. Mit ihrer C-Flöte spielt sie jetzt im “Spatzenorchester” mit, und auch da ist gleich viel mehr los: Schiarazula Marazula, ein Renaissance-Tanz von Mainerio, wird einstudiert. Bisher hatten wir gerade mal “Merrily we roll along”, jetzt gleich fröhliches Wechseln zwischen hohem E und D, das fördert und fordert die Motorik ihrer kleinen Finger.

Christian hat einen guten Start hingelegt. Sein Problem ist, dass er schon komplett lesen kann, da also völlig unterfordert ist, aber noch fast gar nicht schreiben, da braucht er schon den Zugang eines Erstklässlers. So kann er sich manchmal recht langweilen, aber der Gedanke, er könne vielleicht eine Klasse überspringen, liegt auch fern. Freunde hat er auch schon gefunden, leider hat er keine in Laufentfernung wie Lisa.

Jetzt aber Ferien. Eine Woche lassen wir uns treiben, und dann geht es für 5 Tage nach Paris. Wir haben eine Ferienwohnung ganz in der Innenstadt, nahe der Île de France. Disney wird wohl auch dazu gehören…

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Sport verliert seine Unschuld

Soeben erfahre ich von tagesschau.de, dass das Sportgerichtsverfahren Hertha ./. Fortuna nicht nur heute nicht entschieden werden könne (das ist inzwischen klar, es wurde auf Mo. vertagt), sondern es auch bis zu drei Instanzen gibt und dann noch die Zivilgerichtsbarkeit das letzte Wort haben könnte.

Es geht, das sagte derselbe Reporter denn auch prompt, hier um viel Geld, und ein Zivilprozess, in dem es um viel Geld geht, dauert. Es wäre also absolut denkbar, dass er rechtzeitig vor, ja sogar bei Beginn der nächsten Spielzeit der Bundesliga noch nicht letztinstanzlich entschieden wäre.

In diesem Moment wurde mir klar, auf welch einer Insel der Seligen wir bis zuletzt Fußball gespielt haben, und womit es jetzt vorbei sein dürfte: Wir haben ja so getan, als würde, obwohl es um viel Geld geht, was wir wussten, die Entscheidung, wer ein Spiel gewinnt, wer verliert, zwischen Spielern und dem Schiedsrichter ausgemacht, absoluten juristischen Laien also, mit einem Ball, nicht einem Plädoyer!

In Zukunft wird das anders. In Zukunft wird ohne Rechtsbeistand kein Profi mehr auflaufen können. Um die erforderliche Rechtzeitigkeit des Rechtsschutzes zu gewährleisten, werden ein Anwalt für den Schiedsrichter und mindestens je einer pro Mannschaft unmittelbar verfügbar sein müssen, mindestens am Spielfeldrand, wahrscheinlich werden sie sogar mitlaufen müssen. (Das wird körperlich qualifizierte Anwälte erfordern; bisher taxifahrende Juristen, die ihre Chancen wittern, dürften bereits jetzt mit dem Lauftraining beginnen.)

Diese neue Qualität des Sports, die den direkten Anschluss an so hochwertige Nachmittagssendungen wie “Richterin Barbara Salesch” oder das “Königlich Bayerische Amtsgericht” bildet, verdanken wir einer Truppe von so genannten Fußballspielern, die das Bild vom Fußball als einem Sport für Männer eintauschten gegen eins, in dem die Disziplin der “Schwalbe” auch im Zeugenstand legitim ist, in dem gestandene Männer “Todesangst” empfinden, wenn die Fans der Gegenseite ihre Kinder auf dem Rasen spielen lassen.

Disclaimer: Der Autor ist zwar nicht geborener, aber zugereister Düsseldorfer und hat eine gewisse Zuneigung zu den Underdogs der “Fortuna” gefasst. Er findet auch nicht witzig, was vor drei Tagen auf dem Rasen passierte, aber noch weniger, was seitdem passiert.

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Für Verworrenes und Gordische Knoten: Tangle Teezer

Eher selten hat man so ein Erlebnis, dass man etwas kauft und dabei sagt “Boah, war das unglaublich teuer”, und kaum einen Tag später im Geiste hinzufügt “…aber es war jeden Cent davon wert!” Eine so unglaublich positive Erfahrung möchte ich teilen.

Das Töchterchen trägt ihr Haar gern lang. Dickes, festes, zotteliges Haar ist das, an dem jede Bürste, und jeder Bürstende verzweifeln kann. Da können sich morgens vor dem Schulweg dramatische Szenen abspielen, wenn die junge Dame verträumt auf ihrem Sofa kauert und mit kleinen, lustlosen Bewegungen die Bürste in die Nähe ihres Haars bringt, während der Vater daneben steht und verzweifelt zur Uhr blickt. Helfen soll man nicht, denn sie soll es ja selbst zu tun lernen, und darf es auch nicht, denn dann ziept man und wird böse abgestraft. Mancher Morgen war recht verdorben, wenn sich erst die Haustür schloß. Außerdem sah selbst gebürstet die Mähne aus wie die von Ronja Räubertochter.

Jetzt aber brachte Barbara von der Friseurin des Vertrauens ein Gerät mit, das ein wenig an einen Pferdestriegel erinnert, in pink. Eher mißtrauisch von mir beäugt, der Preis wirklich mit Entsetzen gehört: Fünfzehn Euro für ein Plastikteil?

Aber hallo, der Tangle Teezer wirbelte unsere Morgenrituale ganz schön durcheinander. Die dünnen, spitzen Borsten, eng wie die Nägel auf dem Nagelbrett des Fakirs, dabei aber äußerst elastisch, tun wirklich das von der Werbung Versprochene: sie bändigen auch das verworrenste, verzotteltste Haar, und lassen es obendrein hinterher seidig glänzen. Auch Lisa kommt durch ihre eigene Mähne hindurch, während sie gleichzeitig noch in einer Zeitschrift liest, wird ohne Jammern halbwegs in den vorgegebenen fünf Minuten damit fertig, und das Ergebnis sieht mehr als passabel aus. Die Stimmung am Morgen ist signifikant besser, und das ist es vor allem, was mich ausrufen läßt: Jeden Cent wert! (Und: gibt es auch in anderen Farben als pink…)

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