Gello / Florenz

Es ist bedeckt. Wir fragen uns, ob Teresa eine Art Tante Maria ist. Dennoch fahren wir nach Florenz, da bei einem Stadtbesuch etwas Kühle nie schadet. Mit zunehmender Entfernung zu Tante Maria/Teresa klart der Himmel auf.

Am Stadtrand von Florenz wiederholen wir unser Spiel von Pisa: Die Innenstädte sind erstaunlich kompakt. Zweispurig fährt man auf der Superstrada fast ins Herz von Florenz, Italiener laufen wohl nicht gern weit. Plötzlich wird alles winzigklein und eng, und dort sind auch keine Parkplätze zu finden. Jetzt am nächsten Kreisverkehr wenden und nur wenige hundert Meter zurück. Der Trick gelingt auch diesmal, und am Südufer des Arno, kaum einen Kilometer von der Innenstadt entfernt, haben wir einen kostenlosen Parkplatz. Einen klapprichten Volkswagen mit unattraktivem Radio zu haben hilft dabei natürlich. Jetzt noch das Handschuhfach offenlassen, und jeder kann sehen, daß hier nichts zu holen ist.

Florenz präsentiert sich „von außen“ wunderschön, aber natürlich wiederum als Hort des Massentourismus. Zwischen Busladungen wandern wir über die Ponte Vecchio, zum Palazzo Pitti, an den Uffizien vorbei und zum Dom. In die Uffizien wollten wir natürlich rein, aber die Vorausbuchungsfrist liegt bei drei Tagen. Am nächsten Tag wären wir ja noch wiedergekommen, aber so weit wollen wir nicht planen. Wir sind sicher, daß die Toskana uns wiedersehen wird, und den David wird schon niemand wegtragen bis dahin.

Am Abend wird es unversehens spät, wir haben den rechten Zeitpunkt für einen Imbiß versäumt und irren jetzt mit knurrenden Mägen durch das Gebiet um den Hauptbahnhof, sicher der falscheste Platz für ein lauschiges Abendbrot in jeder Stadt, es sei denn man schätzt McDonald’s… Erst recht spät sind wir wieder zu Hause, und die Schotterstraße ist im Dunkeln nicht eben angenehm zu fahren.

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