10. Tag: Mörbylånga – Stenåsa (80 km)

Sturm! Die Nacht im Wohnwagen war unruhig, obwohl komfortabel. Jetzt soll es zur Südspitze runtergehen. Katja und Reto lassen wir zurück, sie sitzen im Zelt, das der Wind fast plattdrückt, lesen sich aus dem Herrn der Ringe vor und wissen nicht recht, wie ihre Route weitergehen soll. Uns treibt scheinbar ein Nordwind runter, doch nach wenigen Kilometern dreht er zurück und macht den Ritt zur Tortur. In Kastlösa sehen wir einem dänischen Glasbläsermeister zu, wie er auf Zuruf aus einem Klumpen einen Vogel macht. Am Südende in Ottenby haben wir Sorgen, daß er Wind erneut auf Nord drehen möge, nur um uns zu ärgern, und beschließen, sofort entlang der Ostküste zurückzufahren. Was für ein Spaß: Wir surfen! Unterwegs sehen wir noch das interessant restaurierte Eisenzeit-Fort von Eketorp an, und landen abends in Stenåsa. Ein Geistercamping (H18), alles verrottet, Plumpsklo, kein Personal, aber mysteriöserweise der Rasen gemäht. Tatsächlich erscheint abends ein Campingwärter, preßt uns 80 SEK ab, obwohl es nicht einmal eine Dusche gibt. Dies soll der einzige Campingplatz bleiben, mit dem wir unzufrieden sind. Schlecht, daß man als Radfahrer nicht spontan kehrtmachen und den nächsten Platz ansteuern kann.

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