T in Gefahr

Früher hießen die alten Mercedes z. B. 300 E. Dann hießen sie „E-Klasse“, und Mercedes versuchte, sich das schützen zu lassen. Als früher George W. („Dubya“) Bush Präsident wurde, montierten die alten Clinton-Angestellten im Weißen Haus alle W-Tasten von den Computer-Tastaturen ab. Das war witzig.

Früher hieß die Deutsche Telekom AG auch Bundespost. Heute heißt sie „T-Com“, und es ist nicht mehr witzig: Wenn es nach ihr geht, heiße ich demnächst wohl _homas Arbs.

Denn die Deutsche Telekom versucht jetzt, sich den Buchstaben T im Kontext von Werbeaussagen aller Art zu monopolisieren. Dabei greift sie (sic) sogar T-Beutel und T-Wurst an, vorrangig versucht sie aber vor allem, ihr Kleeblatt T-Com (eben die gute alte Post), T-Mobile (Handies), T-Online (Internetdienste) und T-Systems (unsäglich teure Produkte für ahnungslose Firmenkunden) zu pushen.

Juristisch geht die T(ele)kom dabei vor allem gegen ein Unternehmen vor: Team-Konzept ist ein Berliner IT-Unternehmen, dessen Logo – und anscheinend nicht erst seit gestern – das T ist. Diese Bedauernswerten werden grundlos in Grund und Boden geklagt, und wer anwaltstechnisch am längeren Hebel sitzt, kann man sich ja ausrechnen.

Aber Team-Konzept schlägt zurück: Unter www.free-t.de wird die internetsurfende Bevölkerung aufgerufen, sich gegen die allmächtige T-Welle zu stemmen. Und das ist erforderlich, denn inzwischen geht es um ein Gutachten, in dem ermittelt werden soll, ob die besagte Bevölkerung ein rotes T von einem magentafarbenen T unterscheiden kann… Im Interesse der GerechTigkeiT: Um rege Teilnahme wird gebeTen…

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