Schöne neue Online-Welt

Eins der Probleme, die ich mit meinem Rendsburg-Krimi habe, ist, daß ich selbst ja gar kein Rendsburger bin, und mich dort nur mäßig auskenne. Ein Lokalkrimi sollte aber idealerweise Lokalkolorit aufweisen… Schließlich ist das Wiedererkennen, das ein lokaler Leser empfindet, eines der Haupt-Sympathiekriterien. Dennoch habe ich mich in meine Familiengeschichte als Hintergrund so verguckt, daß ein Verlegen der Story nach Hamburg oder Düsseldorf, wo ich mich auskennen würde, nicht in Frage kommt.

Hier setze ich jetzt mit verschiedenen Werkzeugen an: An vorderster Stelle steht die Information durch das Internet. Tatsächlich kann man selbst über eine kleine Stadt wie Rendsburg unendlich viel aus dem Netz erfahren. Geschichtliche Hintergründe (wie war das mit dem Aufstand 1848, wie sah es „An der Schiffbrücke“ aus, als die Eider vor dem Bau des Kanals noch ihren natürlichen Verlauf hatte, usw.) und Tagesaktuelles finden sich gleichermaßen.

Das Trockenschwimmen im Netz kann aber das Forschen im Richtigen Leben (IRL) nicht ersetzen. Hierfür habe ich diverse Kontakte in Rendsburg, an die ich mich mit konkreten Fragen wenden kann. Ich denke auch darüber nach, eine Rendsburger Tageszeitung zu abonnieren. Und schließlich werde ich im Frühjahr auf eine kleine Recherchetour gehen, um meine Verwandtschaft dort wieder zu besuchen – und dann unser hoffentlich gesundes zweites Kind zu präsentieren – und Straßen abzulaufen, konkrete Behauptungen zu verifizieren und im Stadtarchiv nachzuschlagen. Ich bin gespannt, ob ich dort noch auf Frau Dr. Becker treffen werde, die mich vor einigen Jahren exzellent beriet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.