BoDcast

Viele neue Ideen des Internet werden ja gern mal unter dem Schlagwort “Web 2.0″ zusammengefaßt. Das klingt schön modern, und man denkt, da muß ja einfach grundlegend Neues vorliegen. Blogs (wie dieses), Podcasts, Flickr, Youtube, delicious (mit ein paar eingestreuten Punkten) – wenn man dann genau hinsieht, ist man nicht unbedingt enttäuscht, da werden tolle Sachen gemacht, aber doch desillusioniert, es wird weiterhin mit Wasser gekocht. Vor allem handelt es sich wohl um Marketing-Hype, aufgeblasene Wortschöpfungen (“Facexpaces”).

Jetzt ist auch BoD auf den Zug aufgesprungen. Ein Podcast mußte her (zur Entmystifizierung, ein Podcast ist ein Radiobeitrag, auf Cassette aufgenommen, also nicht einmal live gesendet). BoDcast ist dann zugegeben ein gelungenes Wortspiel, aber es bleibt die Frage, wieso muß ein Literaturunternehmen, das ureigenste Printmedium, den Medienbruch zum Internet (das sind ja immerhin noch Buchstaben) weiterführen zum Audiofile, dem gesprochenen Wort?

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0 Antworten auf BoDcast

  1. Annerose sagt:

    Du bist auf jeden Fall auf den richtigen Weg. Web 2.0 ist wie ein ganz normaler Webkatalog, nur mit dem Unterschied, dass dieser per Hand gepflegt wird.

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