High-Tech-Vandalen

Als ich heute morgen auf mein Rad steigen wollte, war ich entsetzt: Ein Vandale hatte sich seiner angenommen. Das Rad lag am Boden, noch an den Hänger angekoppelt, der auf den ersten Blick OK aussah, und allerlei Drahtwerk ragte aus dem Vorderteil.

Für zu Fuß war ich viel zu spät dran, und so mußte ich die visuelle Inspektion auf später vertagen. Dann aber kam sie: An Vorderrad und Anhängerrad jeweils Speichen gerissen, Brems- und Schaltzüge gerissen, Befestigungen des vorderen Schutzblechs gerissen. Sicherheitsfahne des Anhängers zerbrochen. Befestigung des vorderen Lichts völlig verbogen.

Die genauere Betrachtung war noch erstaunlicher: Alle diese Drähte waren nicht, wie ich vermutet hatte, in Folge von Tritten gerissen, sondern vielmehr mit einem Seitenschneider abgeknipst! Ein Vandale, der Werkzeug benutzt! Ich bin wütend, traurig und sprachlos. Wenn es jemand geklaut hätte, dann könnte ich mich an dem Griechenspruch trösten: „es ist nicht weg, es ist nur woanders“, aber Vandalismus, nur für den Kick für den Augenblick? Und dann mit Werkzeug?

Naja. Die Hausrat zahlt nicht, denn das Rad ist ja noch da. Die Polizei nimmt Online-Anzeigen an. Spart mir immerhin den aussichtslosen Weg zum Revier.

Ein Gedanke zu „High-Tech-Vandalen“

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