Lahmarschig wie ein deutscher Spargelstecher

Diese böse Beleidigung fiel mir ein, als ich meine neu erworbene SD-Speicherkarte von Aldi (2 GB für 12,99 €) testete.

Zunächst dachte ich nur „dascha man nich‘ so berühmt“, immerhin hieß die Karte „Traveler High Speed“. Also holte ich zu einem kleinen Geschwindigkeitstest zwei Vergleichskarten heraus: Eine 1 GB High Speed Karte, ebenfalls No-Name, und eine wirklich alte 256 MB Karte von SanDisk, ein Markenprodukt, aber eben vor der Hochgeschwindigkeitszeit.

Der Test war erschütternd: marschierte die zweite High Speed-Karte mit einer Schreibgeschwindigkeit von 6 MB/s los, humpelte die Aldi-Karte mit weniger als 2 MB/s hinterher – kaum hängte sie die alte SanDisk-Karte ab, die ohne ausgewiesene High Speed knapp unter 1 MB/s schaffte. Beim Lesen machte Traveler dann wieder Meilen gut: mit ca. 2,5 MB/s waren beide Schnellkarten gleichauf (jawohl, ich staunte auch nicht schlecht, meine andere Karte schreibt schneller als sie liest…), SanDisk mit ca. 1,5 MB/s hinterher.

Für meinen wissenschaftlich nicht abgesicherten Testaufbau verwendete ich die Setup-Datei von OpenOffice.org, sie ist 109 MB groß, und mein Toshiba-Notebook mit integriertem SD-Card-Leser. Die Zwischenablage wurde immer wieder brav gelöscht. Meine Daten weichen von den in Wikipedia genannten Normdaten teilweise deutlich ab.

Abschließend noch eine Träne im Knopfloch auf die Preise verwandt: 6,50 €/GB habe ich heute für die Aldi-Karte bezahlt, noch vor sehr kurzer Zeit 24,95 €/GB für die mittlere, und damals, ach ja, rechnerische 396 €/GB für die SanDisk-Karte.

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