Fahrradterror vom OSD verordnet

Heute morgen in der Oberrather Straße… es ist kurz nach acht Uhr, und der Lieferant der M.-Apotheke erscheint. Die Apotheke ist noch nicht geöffnet; diese Szene wiederholt sich jeden Morgen. Lieferant L. parkt auf der Fahrbahn, raucht sich eine, wartet auf den Apotheker. Der stadteinwärts rushende Autoverkehr wälzt sich an seinem Lieferwagen vorbei.

Da erscheint, neu, eine weiße Maus vom OSD. Hält an, beginnt das Gespräch mit dem L. Wir können vom dritten Stock aus den Dialog nur anhand der Faktenlage rekonstruieren (unter Auslassung erheblicher Emotionsbewegung, durch Handbewegungen erkennbar): „Sie können hier nicht halten.“ – „Ich muß hier aber halten, ich beliefere die Apotheke, ich bin auch gleich wieder weg.“ – „Hier können Sie nicht halten, fahren Sie woanders hin.“

Es kommt, wie es kommen muß, L. steigt ein, fährt ein Haus weiter, und parkt dort quer auf dem Gehweg/Fahrradweg (dem für beide Richtungen) – unter dem Auge und sogar offenkundig aufmunternden Antrieb des OSD-Motoristen.

Fazit: Daß der Lieferant jetzt den Fahrrad- und Kinderwagenverkehr blockiert, ist dem OSD qua Amt vergleichsweise egal, solange er dafür die Fahrbahn freihält, ergo: der Fahrradfahrer ist qua Amt ein Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse.

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