Willkommen in Düsseldorf, dem goldenen Topf am Ende des Regenbogens

Für ein paar Tage ist Düsseldorf Hauptstadt der „Yellow Press“, der Regenbogenpresse geworden: Hier wird der „Bambi“ verliehen, eine Art deutscher Schmalspur-Oscar unter der Regie der „Bunte“.

Ein Kessel Buntes ist es auch, was da serviert wird: Der Oberbürgermeister, der dies ja schon von Altweiber kennt, übergibt die Rathausschlüssel an die Chefredakteurin Patricia Riekel des Magazins. Der Rhein färbt sich rot, nicht vom Blut der nicht Erwählten, sondern von Laserlicht. Tokio Hotel sollen die Laudatio für Jon Bon Jovi halten (sic), Tom Cruise wird für seine Rolle als Stauffenberg das Rehkitz in der Kategorie Courage nach Hause tragen. Wieso es Courage braucht, einen Film über einen Nazi-Widerständler zu machen, bleibt offen – bessere Moral- und Publicitywerte dürften doch schwer zu kriegen sein.

Man kann also vor den stadtbekannten Kaschemmen***** auf der Kö kreischen, vergeblich auf ein Taxi warten, hier und da dürfte mal was gesperrt werden – ganz wie immer also in Düsseldorf. Oder zumindest wie wenn Messe wär‘ oder Karneval. Naja, das ist ja fast immer.

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