Neu: Arcor Festnetz ohne Mindestvertragslaufzeit

Das kennen wir doch alle: Da hatte man sich gerade einen Telefontarif bei Provider X (sagen wir hier mal: Arcor) beschafft, da kommt Provider Y mit einem günstigeren Angebot daher. Bisher saßen wir nun da und hatten leider 2 Jahre Mindestvertragszeit an der Backe, die uns an unseren Anbieter fesselten, so daß ein problemloser Wechsel nicht in Frage kam. Das ist jetzt anders.

Die folgenden einfachen Schritte lösen uns in kürzester Zeit wieder aus dem ungeliebten Knebelvertrag:

  1. Gehen Sie zu Arcor und buchen Sie zu Ihrem Vertrag die „International Flat I“ dazu. Das bindet Sie übrigens für weitere 2 Jahre ab jetzt, aber – macht nichts, wie wir weiter unten sehen werden.
  2. Rufen Sie die Website directories.ch auf, das Schweizer Telefonbuch deckt auch Liechtenstein ab. Suchen Sie eine handvoll Teilnehmer aus Liechtenstein heraus. Sie können auch Ihre Hausbank nehmen, wenn Sie dort eine haben, das hat aber in letzter Zeit einen schalen Beigeschmack bekommen. Telefonieren nach Liechtenstein hat mit ca. 2,5 ct/min den höchsten Minutenpreis innerhalb des Flatrateangebots.
  3. Gehen Sie zum Telefon (Achtung, Falle! Warten, bis die Flat greift, das kann Wochen dauern, sonst wird der folgende Schritt teuer) und rufen Sie Ihre neuen Liechtensteiner Freunde an. Sagen Sie etwas harmloses wie „Sie sind in unsere Warteschleife gekommen, bitte nicht auflegen, Sie könnten eine Reise gewonnen haben“ und legen den Hörer neben das Radio.
  4. Wiederholen Sie diesen Schritt ein- bis zweimal täglich. Sie kommen damit schnell auf über 50 Stunden Gesprächszeit im Monat.
  5. Nach etwa einem Monat sollten Sie von Arcor ein Schreiben erhalten, in dem Sie des Telefonmißbrauchs bezichtigt und mit Kündigung bedroht werden. Wenn Sie fleißig waren, kommt die Kündigung vielleicht sogar vor dem Schreiben.

Na bitte! Das war es doch, was wir wollten!

Anmerkung: Dieser Beitrag enthält satirische Elemente und ist keine ernst gemeinte Handlungsaufforderung. Ernst ist es jedoch der Firma Arcor damit, den Werbetext „endlos telefonieren“ sehr frei zu übersetzen und Kunden ab 50 Monatsstunden Auslandstelefonie des Mißbrauchs zu bezichtigen und mit Kündigung zu bedrohen. Wo da die Satire liegt, mag jeder für sich selbst herausfinden. (Quelle: FAZ und heise)

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