zum Tode von OB Erwin

Während wir friedlich in Sierksdorf saßen und von allen Medien abgeschottet waren, verstarb in Düsseldorf überraschend unser Oberbürgermeister Joachim Erwin. Erst nach unserer Rückkehr erfuhren wir davon.

Die Tatsache, daß er sterbenskrank war, überraschte mich nicht so sehr wie die, daß es am Ende so plötzlich ging. Er hatte sicher gewußt, daß seine Tage im Wortsinne gezählt waren – mancher hätte sich vielleicht für einen Abschied im Kreis der Familie entschieden, Erwin optierte wie ein preußischer Offizier für Dienst nach Vorschrift bis zur letzten Sekunde. Er wollte sein Haus bestellt hinterlassen, und anscheinend ist ihm das auch geglückt. Nur eins hat er, der seine Person auch nicht eben in den Hintergrund gestellt hat, vernachlässigt: einen Nachfolger aufzubauen. Das wird das Ringen um den Posten schwer machen, denn Erwin hat sich auf seinem politischen Weg wahrlich nicht nur Freunde gemacht. Viele mögen jetzt sagen „daß es Düsseldorf gut ging, war nur sein persönliches Verdienst, nicht der CDU“, so daß bei der Nachfolgefrage alles offen scheint.

Überrascht hat mich, daß die Trauerfeier auf Wunsch der Familie in der katholischen Lambertuskirche von Stadtdechant Steinhäuser abgehalten wird – Erwin selbst war ein Glied unserer evangelischen Gemeinde Rath, das Foto zeigt ihn 2003 bei der 100-Jahr-Feier in der Trinitatiskirche. Meine persönliche ökumenische Meinung war freilich immer schon: „wir kommen sowieso alle in denselben Himmel“.

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