Jacko-Meter endet

Ein gutes Vierteljahr lang hatte ich jetzt in der Sidebar das „Jacko-Meter“, mit dem ich den aktuellen Lotto-Jackpot beobachtet hatte. Mir war aufgefallen, daß gefühlt viel öfter als früher ein Jackpot anstand, und das wollte ich einmal beobachten. Jetzt werte ich das Ergebnis aus, und stelle die Beobachtung ein.

Zunächst wurde mir klar, daß es logisch ist, daß ein Jackpot öfter da ist, seit die „Super 6“ eingeführt wurde, denn sie verringert die Chance auf einen Gewinn in der Klasse 1 auf 10% der früheren. Die Folge ist aber drastisch: keinen Jackpot gibt es praktisch nur noch in der Ziehung, nachdem der letzte geknackt wurde. Im Schnitt sind in jeder Ziehung 5,3 Millionen € im Jackpot; nur ein einziges Mal im Beobachtungszeitraum gab es zwei aufeinanderfolgende Ziehungen ohne Jackpot. Sonst sind immer mindestens 4 Millionen € im Angebot, zur zweiten Ziehung dann durchschnittlich 5,9 Millionen, 8 zur dritten. Natürlich wird er dann doch irgendwann geknackt, so daß längere Laufzeiten entsprechend seltener sind, der längste Jackpot im Beobachtungszeitraum lief gerade 6 Ziehungen und erreichte 14 Millionen €, im Schnitt läuft ein Topf 3,2 Ziehungen.

Angesichts dieser Häufung macht das von den Lottogesellschaften angebotene „Jackpot-Abo“ nur halb Sinn, es ist tatsächlich fast ein Dauerabo und damit ein kleiner Schritt in Richtung auf die drohend aufgebaute „Glücksspielsucht“. Ob ein Lottospieler wirklich einfach so spielsüchtig werden kann, wie es seit dem jüngsten Staatsvertrag angedeutet wird, mag ich bezweifeln. Hier stimme ich dem Massenlottorattenfänger Norman Faber zu, daß dies künstlich aufgebauscht wurde, um Lotterieeinnehmer aus dem Markt zu drängen – was ich in seinem Fall freilich persönlich für eine feine Sache halte…

Ab 2009 kann man dann nicht mehr im Internet Lotto spielen.

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