Sonne tanken hilft gegen Winterblues

[Trigami-Review]

Winterblues? Was für Winterblues???
Winterblues? Was für Winterblues???

November. Grau. Nebel. Diesig. Winterblues. So sieht es im Klischee zu Hause aus, wenn der Spätherbst droht. Gut, gut, dieses Jahr hat uns einen anderen November gezeigt: einen Martinssommer, in dem man im T-Shirt Unkraut jäten konnte, noch bis zum letzten Samstag.

Aber danach hat sich das Blatt gewendet: Sturm, Regen, grau.

Eben. Und dann kommt der Winterblues, eine depressive Phase, hervorgerufen durch viel zu wenig Sonnenstunden (und das sage ich als Düsseldorfer – fragt erst mal die Einwohner des schönen Städtchens Helsinki…). Man kriegt morgens schon den Hintern nicht über die Bettkante, und das bleibt auch den ganzen Tag so. Das macht ein Zuviel oder Zuwenig der Botenstoffe Melatonin und Serotonin. Man hat ständig Heißhunger, hilft sich mit Schokolade über die Runden, und ärgert sich dann, wenn der Weihnachtsspeck schon vor Weihnachten kommt.

Halt, das muß doch nicht sein! Wenn der Winterblues droht, kann man auch auf ganz andere Weise reagieren:

  • Sporteln, mein eigener Tip ist dabei das Radfahren, es kombiniert die gesunde Bewegung mit der Ausnutzung jedes Fitzelchens Sonnenlicht (wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, daß Radfahrer wg. viel frischer Luft und weniger Menschenkontakten im ÖPNV besonders gut gerüstet gegen Schweinegrippe sind…), aber es darf auch ein Sport wie Aerobic sein, deren Bewegungen als besonders stimmunghebend bezeichnet werden.
  • Na, das lädt doch zum Radeln ein
    Na, das lädt doch zum Radeln ein
    Obst statt Schokolade, das liefert auch die Kohlenhydrate, ist aber sonst viel gesünder – macht euch doch mal einen richtig leckeren Obstteller, wie ihr ihn sonst nur euren Kindern vorsetzt, oder einen alkoholfreien Cocktail (z. B. einen Pussy Cat: 5 cl Orangensaft, 4 cl Ananassaft, 2 cl Bananensaft, 1 cl Kirschsaft, 2 cl Kokosnußcreme, 1 cl Zitronensaft, 1 cl Orzata/Mandelsirup, Kirsche – ohne Kirschsaft im Shaker auf Eiswürfeln kräftig schütteln, in Becherglas auf crushed ice abseihen, Kirschsaft vorsichtig hinzugeben und mit Kirsche garnieren), in dem kann man neben den Kohlenhydraten auch noch jede Menge Vitamine und so gesundes Zeug verstecken!
  • Verwöhnen generell, schon ein Wellness-Sonntag in der Sauna oder ein entspannendes Wannenbad mit Kerzen und ein paar Badezusätzen kann helfen, den Glückshormonhaushalt wieder aufzuladen.
  • Sonne tanken – klar, wenn Sonne, dann kein Winterblues, denn der Organismus denkt nicht an Winter. Was also tun? Komische Tageslichtlampe kaufen und sich davor setzen? Hautkrebs aus dem Solarium heraustragen? Nö, das ist fad. Ausgiebige Radtouren oder gemütliche Spaziergänge saugen das Letzte aus unserer eigenen Sonne raus. Und wenn die nicht reicht, dann muß der Kompaß gen Süden gerichtet werden, heutige Billigflieger (sucht z. B. fly.de, 1-2-fly.com) machen es möglich. Und wie weit nach Süden reicht der Euro? Natürlich nirgends weiter als auf die Kanaren. (Ups, nein, stimmt nicht, man kann den Euro in Französisch-Guayana verwenden, wieder was gelernt. Trotzdem, Transatlantikflüge und Kurzurlaub gehen nicht gut zusammen.) Auf die Inselgruppe westlich der Sahara nahm mich schon meine Mutter als kleinen Purks mit, Fuerteventura, Vulkangestein, herrlich, auch gegen den Winterblues (mich mitzunehmen war für den Verschwendung, der Winterblues trifft überwiegend Frauen, aber ich mochte schon damals die Hotelbüfetts mit leckeren spanischen Spezialitäten). Na, noch Resturlaub abzubauen? Hier kann man sich Appetit machen: NoWinterBlues (herrliche Videos von einem Eisbären gibt es dort obendrein – angucken).

Fazit: Man kann dem Winterblues begegnen, man kann das hier zu Hause tun, oder in einem Kurzurlaub – und der sollte dafür eher nicht in Stockholm stattfinden, so schön ich es da im Sommer auch finde, aber Glögg und Weihnachtsmärkte stehen einfach nicht auf der Liste der Gegenmittel.

Ein Gedanke zu „Sonne tanken hilft gegen Winterblues“

  1. Meine Güte ist das herrlich. Ich gucke gerade aus dem Fenter, alles nass und kalt. Und der krasse Gegensatz dazu die tollen Stran- und Gebirgsbilder. Danke, jetzt fühl ich mich etwas besser.

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