So nah

Gerade mal einen Kilometer Luftlinie entfernt, ungefähr da, wo wir früher wohnten, liegt der Rather Kirchplatz mit der St.-Joseph-Kirche. Und gerade mal ein paar Tage her, am 8. Juli, es war gerade klar geworden, daß wir nicht Weltmeister werden sollten, rasten abends Feuerwehren um unsere Häuserecke. Viele Feuerwehren.

Es ist nicht das erste Mal, daß es am Kirchplatz brannte, vor ein paar Jahren war es das Haus links der Kirche. Diesmal rechts. Ein hübsch renoviertes gründerzeitliches Mehrfamilienhaus hat jetzt kein Dach mehr. Und eine Familie mit Kleinkind keine Wohnung.

Gottseidank sind alle, auch der Vater, der leichte Verbrennungen erlitt, auch die zweijährige Tochter, auch die zwei Katzen, den Umständen nach wohlauf. Aber es fehlt ihnen in diesen ersten Tagen an allem.

Und weil die Mutter unter dem Aliasnamen „Melody“ in der Internetcommunity seit BBS-Tagen fest vernetzt ist, gibt es einen Hilfsaufruf. „Abgebrannt! Wir helfen.“

Also, denn man ran. Es geht wirklich um einen guten Zweck, und unmittelbarer, nicht-abstrakter geht es nicht mehr.

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