Existenzgründung mit der NRW.BANK

[Trigami-Review]

Als ich mich schon während des Studiums selbständig machte, begann ich ohne staatliche Fördermittel. Webdesign, damals von der Pike auf selbst erlernt, erforderte keine große Investition. Das Wissen mußte man sich ohnehin selbst zusammensuchen, es war unbezahlbar. – Das ist aber natürlich nicht bei jeder Unternehmensgründung so, oft werden Maschinen gebraucht, Fahrzeuge, Geschäftsräume müssen angemietet und repräsentativ ausgestattet werden.

Was macht denn der Gründer, er hat ja nix? Nun, er hat natürlich sehr wohl etwas, nämlich eine Idee, möglichst eine gute. Diese Idee muß er zu einem vollständigen Konzept ausgestalten, mit dem er eine Bank überzeugen kann, ihn zu finanzieren. Oft jedoch ist unsere junge Heldin oder unser junger Held fachlich qualifiziert, aber nicht kaufmännisch. Da ist es gut, daß es Hilfen gibt. Die NRW.BANK ist die Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen (eingermaßen logisch also und deshalb nur am Rande erwähnt, daß unsere jungen Helden in NRW wohnhaft sein müssen). Sie fördert zusammen mit den Startercentern und den Hausbanken die Gründer und die kleinen und mittleren Unternehmen. Über das „Mittelstands- und Existenzgründerportal“ kommt man an die Informationen. Der „Förderlotse“ im rechten Bereich gibt einem dabei einen schnellen Einstieg in die Auswahl der Förderprodukte.

Einer der ersten Wege dürfte zu einem der Startercenter führen, in Düsseldorf bei der Handwerkskammer angesiedelt, denn dort wird den Gründerinnen geholfen, die Idee in ein Konzept zu gießen. Wer genau jetzt bereit ist, sollte sich den kommenden Freitag oder Samstag, 24./25. September, freihalten, denn da ist die NRW.BANK auf der START-Messe in Essen.

Mit dem Konzept geht es dann zur Hausbank. Das Konzept muß da bereits überzeugend ausgearbeitet sein, denn der Bankberater entscheidet über den weiteren Weg, er vergibt die staatlichen Darlehen und entscheidet über die Förderanträge. Beim Bankberater hat man meist nur einen Versuch! Man kann sein Glück aber natürlich bei mehr als einer Bank versuchen.

Wer in Wirklichkeit schon eine Weile im Geschäft ist, genauer höchstens 3 Jahre, kann immer noch gefördert werden, nämlich mit so genannten Mikrodarlehen (Informationen im Publikationsbereich). Diese Darlehen zwischen 5.000 und 25.000 Euro stehen Gründern, aber auch bereits bestehenden Unternehmen zur Verfügung. Voraussetzung ist eine Begleitung des Vorhabens, z. B. durch Senior Coaches. Beantragt wird auch dies über die Startercenter. Drei Jahre lang begleitet der Coach oder ein freiberuflicher Berater den Jungunternehmer, fünf Jahre lang ist das Darlehen zurückzuzahlen.

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