712 rollt wieder

Pünktlich und wie versprochen fährt seit heute die 712 wieder auf eigener Schiene Richtung Ratingen, wohl zunächst bis Hubertushain, wo der zwote Bauabschnitt läuft. Wie oben zu sehen, fährt auch tatsächlich der neue U-Bahn-Wagen in Doppeltraktion (nur der kann ohne Wendeschleife am Hubertushain umkehren), genau dafür hatte man ja die Bahnsteige ins Unermeßliche verlängert.

Man hatte dann gleich noch die gesamte Oberleitung und handgestoppte 97% der Schienen erneuert – warum man ein etwa 500m kurzes Stück in einer Richtung bestehen ließ („die waren doch noch gut!“), bleibt dem Laien unergründlich. Ansonsten hatte der Laie (und sein vierjähriger Sohn) viel Baustelle zu gucken in den letzten Wochen, spannende Maschinen wie z. B. eine per Lasernivellier automatisch höhengesteuerte Planierraupe, und gestern eine Testfahrt mit einer Straßenbahn, aus deren offenen Türen nach James-Bond-Manier Bauingenieure in ihren leuchtenden Warnjacken hingen.

Noch immer nicht glücklich dürften die Autofahrer sein, denn es liegt noch viel Gerät und die eine oder andere Schiene längs der Baustrecke, an zweispurigen Autoverkehr ist noch nicht zu denken. Und einige Stationen der Straßenbahn sind nicht fertig gepflastert und haben noch keine Haltestellenhäuschen; für ältere Mitmenschen wird das Fahren noch nicht lustig (aber das waren die Ersatzverkehre für sie auch nicht).

Es ist nur eine kleine Strophe des Lieds, das wir im Moment singen: „…wir haben in Düsseldorf // die längste Baustelle der Welt!“ Und das fast ganz ohne Proteste und Demonstrationen.

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