Ein „Dear Friend Letter“

Hoffentlich jeder kennt inzwischen die „Dear Friend Letters“, auch Nigeria-Scam genannt. Per E-Mail wird man von einem – typischerweise nigerianischen – Bankchef/Regierungsbeamten/Bischof ins Vertrauen gezogen, wie beide zusammen an das Vermögen eines großen Ex-Diktators/das Erbe einer gutgläubigen wohltätigen Witwe kommen könnten. Geht man darauf ein, werden reihenweise spannend erfundene Vorschüsse fällig, am Ende sieht man natürlich kein Geld. So dämlich und durchsichtig die Masche ist, fallen doch immer wieder neben leichtgläubigen auch scheinbar intelligente Menschen darauf herein.

Ein besonderer, nämlich echter "Dear Friend Letter"

Mutter kam nun in den Besitz eines besonderen solchen Briefs: Ein echter Brief, mit Kuvert, aufgeklebter 60-Pence-Briefmarke, echter Unterschrift von Mr. Wong. Leider keine Straßenanschrift und damit auch keine Erklärung, wie Mr. Wong von China nach Hong Kong kam… Etwas ungewöhnlich auch die Geschichte, es geht immerhin um einen der wenigen „echten“ Arbs, der vermögend verstorben sein will.

Obwohl selbst Mutter solche Betrugsmaschen kennt, wollte sie doch immerhin im Spaß zurückschreiben – selbst davon ist abzuraten. Die Scammer kleben einem am Schuh wie Hundekot, sind geschult im Um-den-Finger-Wickeln und können im schlimmsten Ausnahmefall auch gewalttätig werden.

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