Alle Beiträge von Thomas Arbs

Wieder gelesen: Die drei ???

In der Gemeindebücherei zu Konfizeiten las ich alle verfügbaren Bücher der „drei ???„, hörte die legendären Cassettenhörspiele mit Peter Pasetti und Oliver Rohrbeck. Mein Wiedersehen nach drei Jahrzehnten offenbarte mir allerlei Überraschungen.

Fangen wir mit der irgendwie logischen Erkenntnis an: Für Lisa, 8, ist meine Idee eigentlich zu früh. Als ich in der Schulbücherei entdeckt hatte, dass Ratekrimis im weiteren Sinne meinen Sohn nicht faszinierten, meine Tochter aber schon, die Mädchenserie „die drei !!!“ von ihr aber als viel zu tussihaft ausgebuht wurde, schloß ich „die drei ??? Kids“ erst mal aus, und legte ihr das Original nahe, immerhin liest sie auch schon Harry Potter. Verfrüht, wie ich bald merkte. Sie selbst war begeistert, las das erste Buch („Die drei ??? und das blaue Biest„) durch, wollte dann das Lesequiz bei Antolin machen. Doch ein rotes Quiz (zur Erklärung: blaue Antolin-Quizzes fragen nur nach Textverständnis, rote nach Inhalten über den Text hinaus) für die 6. Klasse, also solches entpuppte es sich, stellte natürlich zu hohe Ansprüche an die Allgemeinbildung. Wissen, dass Einstein kein österreichischer Geologe ist und Sumatra nicht vor der kalifornischen Küste, oder den Unterschied Egomane/Egoist herausarbeiten ist nicht Stoff der 3. Klasse.

Für mich stand natürlich der Wiedersehens-Effekt im Vordergrund. Groß geworden mit Klassikern wie „Die drei ??? und die flüsternde Mumie“, wollte ich sehen, was sich geändert hat. Und war belustigt. Waren Justus, Bob und Peter damals noch Schulkinder, die radelten oder von Morton im beim Preisausschreiben gewonnenen Rolls Royce durch die Gegend chauffiert wurden, haben sie inzwischen die 16 gestemmt und dürfen im fernen Amerika damit selbst Auto fahren. Der Hang zu High Tech manifestiert sich eher skurril: Waren es damals Walkie Talkies und Richtmikrofone, sind heute Google Street View und Smartphones selbstverständlich – und dennoch muss Archivar Bob zum Recherchieren unterwegs in ein Internetcafé einkehren. Geblieben sind die Telefonate aller drei mit zugeschaltetem Verstärker im geheimen Wohnwagen, die so herrlich an „Charlie’s Angels“ erinnern.

Vor allem aber ist nicht nur Alfred Hitchcock vollständig aus der Geschichte verschwunden, das geschah schon damals, als der Regisseur Im Richtigen Leben starb, sondern auch generell die kleinen Kästchen mit Fragen am Ende der Kapitel, die den Leser zum Mitraten und Nachdenken anregten. Die fehlen mir irgendwie.

LED Lenser M7RX und M14X im Review

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Eine Weile habe ich jetzt schon keine LED Lenser Reviews mehr gemacht, deshalb juckte es mich ganz schön in den Fingern, als es neues auszuprobieren gab: Die X wie Extreme Serie der bekannten LED Lenser M7RX, die aufladbare LED Taschenlampe, und M14X, die High-End-Taschenlampe. Die Vorgänger habe ich ja grundsätzlich schon ausgiebig getestet (hier und hier), aber jetzt wurden sie „revamped“ und erhielten die neue Reflektorlinse, die einen ganz neuen Lichteindruck erlaubt. Seht selbst im Video:


LED LenserDass die Firma Zweibrüder nicht nur unglaubliche Lichtleistung herstellt, sondern auch ein festes soziales Netz knüpft, sieht man an Reviews wie diesem, an der Facebook-Seite, dem Forum, das Support bietet, oder der Fotogalerie, wo sich Lichtkünstler verewigen. Ich finde das gut, wenn es einen Rückkanal zwischen Hersteller und Verbrauchern gibt.

LED Lenser Gewinnspiel

[blab-Review]


Auf meinem Blog gibt es heute ein Gewinnspiel: Sendet mir bis morgen euer überraschtes Gesicht an led-lenser@die-besten-bilder.de und gewinnt mit dem überraschtesten Gesicht eine LED Lenser P3 AFS P. Einsendeschluß morgen mittag, 20.12.12, der Gewinner ist mit der Veröffentlichung seines Fotos einverstanden.

Nacherfüllung, das vergessene Gesetz

Ich muss mal ein wenig abladen. Fälle, die sich in letzter Zeit hier ereignet haben: Zwei Paar Kinderstiefel, die einen extrem preiswert vom Discounter, die anderen deutlich höherpreisig vom Fachgeschäft, gehen innerhalb weniger Wochen kaputt. Beide Verkäufer haben keinen Ersatz vorrätig, geben anstandslos das Geld zurück. Ein Fachgeschäft liefert einen neuen Skihelm, bei genauer Betrachtung ist dieser zwar unbenutzt, wurde aber 2008 hergestellt. Das Fachgeschäft kann voraussichtlich keinen Ersatz liefern und wird wohl das Geld zurückgeben. Ein Sportartikel, bestellt in einem Onlineshop, geht dank DHL auf eine Irrfahrt, kehrt zurück zum Absender, ohne bei uns je anzukommen – der Absender überweist ungefragt das Geld zurück. Mann, habe ich Geld, aber keine Ware!

Was wurde eigentlich aus dem Gewährleistungsrecht? Was wurde eigentlich aus Nacherfüllung gemäß §437 BGB? Solche Stiefel repariert heute niemand mehr, dieser Helm wird heute gar nicht mehr hergestellt (aber trotzdem als neu angeboten), und was der Kollege in der Versandabteilung mit der Retoure, die keine war, gemacht hat, kann die Kollegin an der Hotline nicht herauskriegen. Wir dürfen heute froh sein, dass uns viele Unternehmen, um ihren guten Ruf zu wahren, meist ohne Nachfragen das Geld zurückerstatten (Rücktritt, §439 BGB), aber konträr zur Absicht des Gesetzes bleibt es unser Problem, wie wir dann zu Ware kommen. Stiefel und Skihelme sind im Dezember fast ausverkauft – deshalb hatten wir sie rechtzeitig beschafft! -, das Sportgerät war als Geburtstagsgeschenk gedacht, der Geburtstag ist jetzt vorbei. Wie man einen Vertrag auch bei Problemen zu Ende erfüllt, scheint keinen Verkäufer mehr zu interessieren. Als reine Handelsunternehmen haben sie keinen Bezug mehr zur Ware, kein Interesse, Ersatzteile vorzuhalten, Reparaturen werden heute sowieso generell als nicht mehr lohnend erachtet (Stichwort: planned obsolescence).

Herbstferien

Endlich keine Hausaufgaben mehr! Das sagen die zwei Kurzen, aber nicht nur sie. Dass man sich die Herbstferien verdient hat, wenn man nach dem Sommer endlich wieder in Schwung gekommen ist, wissen auch die Eltern.

Lisa ist gut wieder in die Schule reingekommen, sie merkt natürlich deutlich, dass 3. Klasse ein ganz anderes Kaliber ist als die ersten beiden. Sie hat viel mehr Hausaufgaben auf, und die Tests, von denen schon wieder zwei geschrieben wurden, sind nicht mehr nur Eiapopeia – wenn auch fast. Mit ihrer C-Flöte spielt sie jetzt im „Spatzenorchester“ mit, und auch da ist gleich viel mehr los: Schiarazula Marazula, ein Renaissance-Tanz von Mainerio, wird einstudiert. Bisher hatten wir gerade mal „Merrily we roll along“, jetzt gleich fröhliches Wechseln zwischen hohem E und D, das fördert und fordert die Motorik ihrer kleinen Finger.

Christian hat einen guten Start hingelegt. Sein Problem ist, dass er schon komplett lesen kann, da also völlig unterfordert ist, aber noch fast gar nicht schreiben, da braucht er schon den Zugang eines Erstklässlers. So kann er sich manchmal recht langweilen, aber der Gedanke, er könne vielleicht eine Klasse überspringen, liegt auch fern. Freunde hat er auch schon gefunden, leider hat er keine in Laufentfernung wie Lisa.

Jetzt aber Ferien. Eine Woche lassen wir uns treiben, und dann geht es für 5 Tage nach Paris. Wir haben eine Ferienwohnung ganz in der Innenstadt, nahe der Île de France. Disney wird wohl auch dazu gehören…

Sport verliert seine Unschuld

Soeben erfahre ich von tagesschau.de, dass das Sportgerichtsverfahren Hertha ./. Fortuna nicht nur heute nicht entschieden werden könne (das ist inzwischen klar, es wurde auf Mo. vertagt), sondern es auch bis zu drei Instanzen gibt und dann noch die Zivilgerichtsbarkeit das letzte Wort haben könnte.

Es geht, das sagte derselbe Reporter denn auch prompt, hier um viel Geld, und ein Zivilprozess, in dem es um viel Geld geht, dauert. Es wäre also absolut denkbar, dass er rechtzeitig vor, ja sogar bei Beginn der nächsten Spielzeit der Bundesliga noch nicht letztinstanzlich entschieden wäre.

In diesem Moment wurde mir klar, auf welch einer Insel der Seligen wir bis zuletzt Fußball gespielt haben, und womit es jetzt vorbei sein dürfte: Wir haben ja so getan, als würde, obwohl es um viel Geld geht, was wir wussten, die Entscheidung, wer ein Spiel gewinnt, wer verliert, zwischen Spielern und dem Schiedsrichter ausgemacht, absoluten juristischen Laien also, mit einem Ball, nicht einem Plädoyer!

In Zukunft wird das anders. In Zukunft wird ohne Rechtsbeistand kein Profi mehr auflaufen können. Um die erforderliche Rechtzeitigkeit des Rechtsschutzes zu gewährleisten, werden ein Anwalt für den Schiedsrichter und mindestens je einer pro Mannschaft unmittelbar verfügbar sein müssen, mindestens am Spielfeldrand, wahrscheinlich werden sie sogar mitlaufen müssen. (Das wird körperlich qualifizierte Anwälte erfordern; bisher taxifahrende Juristen, die ihre Chancen wittern, dürften bereits jetzt mit dem Lauftraining beginnen.)

Diese neue Qualität des Sports, die den direkten Anschluss an so hochwertige Nachmittagssendungen wie „Richterin Barbara Salesch“ oder das „Königlich Bayerische Amtsgericht“ bildet, verdanken wir einer Truppe von so genannten Fußballspielern, die das Bild vom Fußball als einem Sport für Männer eintauschten gegen eins, in dem die Disziplin der „Schwalbe“ auch im Zeugenstand legitim ist, in dem gestandene Männer „Todesangst“ empfinden, wenn die Fans der Gegenseite ihre Kinder auf dem Rasen spielen lassen.

Disclaimer: Der Autor ist zwar nicht geborener, aber zugereister Düsseldorfer und hat eine gewisse Zuneigung zu den Underdogs der „Fortuna“ gefasst. Er findet auch nicht witzig, was vor drei Tagen auf dem Rasen passierte, aber noch weniger, was seitdem passiert.

Für Verworrenes und Gordische Knoten: Tangle Teezer

Eher selten hat man so ein Erlebnis, dass man etwas kauft und dabei sagt „Boah, war das unglaublich teuer“, und kaum einen Tag später im Geiste hinzufügt „…aber es war jeden Cent davon wert!“ Eine so unglaublich positive Erfahrung möchte ich teilen.

Das Töchterchen trägt ihr Haar gern lang. Dickes, festes, zotteliges Haar ist das, an dem jede Bürste, und jeder Bürstende verzweifeln kann. Da können sich morgens vor dem Schulweg dramatische Szenen abspielen, wenn die junge Dame verträumt auf ihrem Sofa kauert und mit kleinen, lustlosen Bewegungen die Bürste in die Nähe ihres Haars bringt, während der Vater daneben steht und verzweifelt zur Uhr blickt. Helfen soll man nicht, denn sie soll es ja selbst zu tun lernen, und darf es auch nicht, denn dann ziept man und wird böse abgestraft. Mancher Morgen war recht verdorben, wenn sich erst die Haustür schloß. Außerdem sah selbst gebürstet die Mähne aus wie die von Ronja Räubertochter.

Jetzt aber brachte Barbara von der Friseurin des Vertrauens ein Gerät mit, das ein wenig an einen Pferdestriegel erinnert, in pink. Eher mißtrauisch von mir beäugt, der Preis wirklich mit Entsetzen gehört: Fünfzehn Euro für ein Plastikteil?

Aber hallo, der Tangle Teezer wirbelte unsere Morgenrituale ganz schön durcheinander. Die dünnen, spitzen Borsten, eng wie die Nägel auf dem Nagelbrett des Fakirs, dabei aber äußerst elastisch, tun wirklich das von der Werbung Versprochene: sie bändigen auch das verworrenste, verzotteltste Haar, und lassen es obendrein hinterher seidig glänzen. Auch Lisa kommt durch ihre eigene Mähne hindurch, während sie gleichzeitig noch in einer Zeitschrift liest, wird ohne Jammern halbwegs in den vorgegebenen fünf Minuten damit fertig, und das Ergebnis sieht mehr als passabel aus. Die Stimmung am Morgen ist signifikant besser, und das ist es vor allem, was mich ausrufen läßt: Jeden Cent wert! (Und: gibt es auch in anderen Farben als pink…)

O Fortuna: des Kurzen erstes Spiel

Genau genommen war es nicht nur für Christian das erste live erlebte Fußballspiel seiner Fortuna in der Esprit Arena, sondern auch für mich, den erwachsenen Begleiter. Fortuna 95 gegen Eintracht Braunschweig stand auf dem Programm, ich verrate nichts Neues wenn ich vorwegnehme, dass es 1:1 ausging. Ein tolles Spiel der Fortuna haben wir nicht gesehen, aber für uns war es dennoch ein „Wow“-Erlebnis.

Dabei fing es als logistischer Alptraum an. Die Rheinbahn hat sich absolut zweiseitig gezeigt, als totaler Ausfall auf der Hinfahrt und als perfekt organisiert auf der Rückfahrt. Der Busfahrer auf der Hinfahrt war der Situation, dass ein Bus voll wird und dann die Türen nicht mehr schließen und die Leute ungehalten werden und an jeder Station neue Menschen zusteigen wollen und dann die Türen überhaupt nicht mehr schließen und die Leute noch viel ungehaltener werden usw. völlig ausgeliefert, brauchte eine Stunde für eine reguläre Fahrzeit von 20 Minuten und endete dann total entnervt am Freiligrathplatz, obwohl er eigentlich hätte bis zum Stadion durchfahren sollen. Die letzten 2 Kilometer mussten wir also zusammen mit Heerscharen von anderen Fans laufen, denn in die U-Bahn kommt man am Freiligrathplatz meist nicht mehr herein – die sind schlauer und fahren durch, wenn sie voll sind. Das Einschleusen abertausender Fans in die U-Bahn zur Rückfahrt ging dafür phantastisch – ein launiger Stationssprecher „moderierte“ die Menschenmengen in die ununterbrochen nachströmenden Züge, innerhalb kürzester Zeit waren alle versorgt.

Die Familienblöcke in der Esprit Arena sind wie die Schwalbennester hoch oben unter dem Rand angebracht, ich war in Sorge, ob man von dort überhaupt noch etwas würde sehen können. Aber das Stadion ist gut gebaut, die Reihen steigen so steil an, dass jeder, auch die Kinder freien Blick auf das Spielfeld hat. Vater und Sohn für 20 Euro, der Preis ist fair. Zu bekritteln gibt es allenfalls die Gastro, hier arbeitete mit schlafwandlerischem Arbeitstempo anscheinend der Neffe des Busfahrers. Dass in der Halbzeit alle trinken wollen, kann doch nicht überraschend sein, wenn dann die Fanta ausgeht und in der Getränkeinsel kein Ersatzcontainer bereit steht, ist es klar, dass kurz danach die Apfelschorle folgt, denn was bestellen die Väter für die Kinder wohl sonst? So zogen wir unverrichteterdinge zum Platz zurück und hatten obendrein das Ausgleichstor in der 48. Minute nicht gesehen.

Das einzige Tor der Fortuna! Und wir gerade im Treppenhaus. Womit eigentlich schon alles über das Spiel gesagt wäre, das war traurig. Wer aufsteigen will, muss auch erste Liga spielen, und das war nix. Der muss auch was riskieren, und nicht immer nur nach hinten passen, da stehen zwar meist Leute, die den Ball dankbar aufnehmen, aber Tore schießt man so nicht. Dass der Schiedsrichter auch für mein laienhaftes Auge eine Pfeife war, machte die Sache nicht runder – gefühlte drei weitere Male war das Runde im Eckigen, und keins davon wurde gegeben, das mußte ich meinem Sohnemann erstmal erklären.

Vodafone DSL Troubles oder Als die Telekom mal wirklich nichts dafür konnte

Ich hatte mich ja zuletzt ziemlich darüber erregt, wie man als Vodafone-Kunde von der Telekom behandelt wird. Und ich halte meine Verärgerung auch aufrecht. Obwohl sich inzwischen gezeigt hat, dass die Telekom nichts dafür konnte. Es war nämlich anscheinend, wie der Telefonsupporter von Vodafone als nächstes und zu Recht mutmaßte, mein ziemlich betagtes (es steht noch Arcor drauf…) DSL-Modem schuld. Dummerweise sind diese Endgeräte heute nicht mehr Sache des Providers. Man war aber so gnädig, mir eine neue Easybox zu überlassen, die gleich drei Endgeräte ersetzt, gegen eine Weiterverpflichtung um weitere 2 Jahre. Nun, ich hatte sowieso keine Wechselabsichten. Seither schnurrt es wieder.

Der Telekomiker ist damit aber nicht aus dem Schneider, denn er konnte ja nicht vorher wissen, dass er nicht schuld sein würde. Gar nicht erst zu kommen war damit also trotzdem ebenso unerfreulich wie herumzutönen, dass immer der andere schuld sei, selbst noch wenn es im konkreten Einzelfall stimmte. Und seine Aussage, Vodafone würde mir sicher nicht die zugesicherte 6.000er Bandbreite liefern, sondern allenfalls 2-3.000, wird von Samknows nicht bestätigt, die ziemlich regelmäßige 5,51 MBit messen. Das passt.

Vodafone DSL Troubles oder Telekom, selbst ohne Kunde zu sein

Seit vielen Jahren tickert das Arcor DSL mit ISDN hier sanft und ohne besondere Ereignisse. Dass es wohl nicht wirklich die versprochenen 6000 sind, ertragen wir mit Fassung, die Auslandsflatrate macht das Telefonieren mit der Familie für uns attraktiv. Irgendwann wurde das Ganze in Vodafone umbenannt, ob wir es mögen oder nicht. Vor ca. vier Jahren sind wir das letzte Mal umgezogen, auch das klappt meist ohne allzu große Probleme.

Bis jetzt. Seit dem 7. Februar humpelt das DSL gar fürchterlich, Verbindungsabbrüche manchmal im Minutentakt, manchmal dann während Stunden oder gar Tagen keine. Dass es keine Einbildung ist, bestätigt „Sam Knows„, eine Breitbandmesstechnik, an der wir zufällig beteiligt sind. Seit elf Tagen ist die Störung gemeldet. Seitdem sind zwei Telekom-Techniker-Termine als no-shows verstrichen, heute nun kam der – für Mittwoch angesagte – Dritte.

Und was tat er? Er tauschte die Dose. Meine Reden, dass da seit obigen vier Jahren keiner angepackt hatte, beeindruckten ihn nicht. Das sei die häufigste Ursache, das war sein Auftrag. Nach zehn Minuten war er wieder weg, nach weiteren fünf brach die Verbindung das nächste Mal ab.

Die Vodafone-Mitarbeiter, die ich nachher wieder anrufen werde, tun mir ein wenig leid. Schließlich sind sie der Telekom als Besitzerin der letzten Meile auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. „Kommen Sie doch zu uns, dann kriegen Sie funktionierende Technik“ hatte der Techniker die Dreistigkeit zu sagen. Heißt das, dass er Vodafone mit Absicht nicht funktionierende Technik verschafft?