Vorausschauend: McTrek und LED-Lenser

Dies ist ein Vorabavis, daß hier demnächst ein neuer Trigami-Video-Review für die neueste, sicherlich hammerhärteste (Futur, noch habe ich sie nicht erhalten) LED-Lenser Taschenlampe erscheinen wird. Warum ich das schon vorab erwähne? Weil der Lieferant meines Vertrauens für viele schöne Dinge des Lebens, der Outdoor-Discounter McTrek, morgen und nur morgen die LED-Lenser von Zweibrüder aus Solingen zur “Marke des Tages” erklärt hat, auf die man mit Kundenkarte 10 % Rabatt erhält. Wer also nicht das allerhammerneueste Modell haben muß (das, wie schon gesagt, noch gar nicht raus ist), sondern “nur” eine sehr gute Taschenlampe, der macht das mit der kostenlosen Kundenkarte klar und shoppt da morgen sein Licht.

[Dies ist keine bezahlte Werbung, sondern meine eigene Empfehlung. Ein Trigami-Review, klar gekennzeichnet, ist auch keine bezahlte Werbung, sondern, naja, ein bißchen Lobbyarbeit seitens der Hersteller, bei der wir Autoren aber redaktionelle Freiheit behalten. Als Artikel verkleidete reine Werbung mache ich nicht mit.]

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Spanien kann kommen!

Soeben sehe ich voll Begeisterung, wie Christian nebenan mit Playmobil das Spiel von Mittwoch vorwegnimmt. Wurden sonst Feen- und Ritterhandlungen abgearbeitet werden jetzt eben alle zu Spielern umgeschult – “the whole world is a stage…”

Ein paar Zitate, die die Inspiration des Übermorgigen voraustransportieren mögen: “Der Spanier hat aufs Tor geschossen, aber Manuel Neuer hat gehalten!” – “Thomas Müller hat schon wieder ein Tor erzielt!” (Da der Hausmeister des Kindergartens diesen Vor- und Nachnamen trägt, sei ihm verziehen, daß er nicht einsehen mag, daß Müller am Mittwoch gesperrt sein wird, es ist eben eine Phantasiewelt…)  – “Jetzt fehlen nur noch zwei Tore!” (Unsere eigene Fußballwelt ist doch sehr vom Tischkicker inspiriert, daß ein WM-Spiel nicht dann zu Ende ist, wenn es “zu zehn” steht, kommt noch nicht recht an.) – “Tor! Manuel Neuer hat ein Tor geschossen! Deutschland ist im Finale!”

Guck mal, Lisa, der Clown ist der Philipp Lahm!

Es kommt noch toller. Soeben wird das Finale – gegen Uruguay – nachgespielt. Die Niederländer können anscheinend schon mal Tickets für das “kleine Finale” buchen… Der Oberhausener Oktopus soll im Vorhersagen von Ergebnissen sehr erfolgreich sein, vielleicht sollte ich auch auf die Voraussagen dieses Vierjährigen setzen? Leider muß ich die beiden jetzt in den Kindergarten bringen, wir werden also nicht erfahren, ob es für den Weltmeister oder nur den Vizeweltmeister reicht.

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neu: Penny Oberrath

Wir entnehmen der allzeit gut informierten Presse, daß Oberrath eine Penny-Filiale erhalten soll. Das ist natürlich löblich, die Oberrather haben keine eigene Nahversorgung, und für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist der Einkauf in der südlichen Westfalenstraße schon ein ganz schöner Marsch.

Oberrather Str. 8, das kann entweder das alte Ricoh-Gebäude sein oder der Parkplatz gegenüber

Wir würden es auch schön finden, denn wenn wir in der Penny-Werbung einen interessanten Artikel finden, müssen wir heute entweder nach Ratingen oder nach Flingern fahren. – Ob es sich aber auch für Penny lohnt, das macht mir Sorgen. Haben doch in den letzten Jahren etliche kleine Märkte versucht, Oberrath als Standort zu sichern. Sie mußten alle verhungern und aufgeben. Aber gut, Penny hat Marktmacht, vielleicht haben sie den längeren Atem.

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Ökostrom für Deutschland – Stromanbieter vergleichen

[Trigami-Review]

Wußtet ihr, daß euer Strom böse ist? Wußtet ihr, daß euer Strom typischerweise zu 41 % aus Kohle, zu einem Viertel aus Kernkraftwerken, und kaum zu 16 % aus erneuerbaren Energien besteht? Und daß demnach eure Kaffeemaschine genauso ein CO2-Schurke ist wie euer Auto?

Es kommt aber noch toller: Wußtet ihr, daß euer Strom zu teuer ist?

Wenn ihr das alles wußtet, habt ihr sicher schon etwas dagegen unternommen, habt euch informiert und den Stromanbieter gewechselt. Es war ganz leicht – ein bißchen Internetrecherche, ein einziges Formular, an einem einzigen Tag den Zähler abgelesen, und adios, überteuerte Stadtwerke Entenhausen mit dem qualmenden Braunkohlekraftwerk. Es war viel einfacher, als den Telefonanbieter zu wechseln, dabei konnte einem ja schon mal für ein paar Tage das Telefon ausfallen. Eine Stromunterbrechung, das wußtet ihr, hatte niemand zu befürchten.

Oder? Wenn ihr das wußtet, warum habt ihr es dann noch nicht getan? Es ist wirklich so einfach!

Unser erster Schritt führt uns zu Billig Strom. Diese unabhängige Stromvergleichsseite erlaubt uns einfach und in kürzester Zeit und völlig unverbindlich einen Überblick, zu welchem Stromanbieter ein Wechsel sich lohnt. Die Starteingabe verlangt nicht mehr als die Postleitzahl. Schon damit werden euch anhand eines typischen Stromverbrauchs und des Vergleichs mit eurem typischen lokalen Tarif die Ersparnispotentiale aufgelistet. Genauer wird’s natürlich, wenn ihr eure letzte Jahresrechnung zur Hand habt, die euren Stromverbrauch und euren Tarif kennt.

Seht ihr was? Wenn ihr nicht gerade in Krefeld wohnt, spart ihr schon, ehe ihr “guten Morgen” gesagt habt. Hundert Euro im Jahr sind da locker drin.

Und wenn euch Ökostrom interessiert, reicht zunächst ein Klick auf das Optionsfeld “nur Ökostrom-Tarife”. Dann seht ihr, daß selbst grüner Strom preiswert sein kann. (Jetzt wird es kurz schwierig: Wer es richtig ernst meint, darf keinen rein zertifikatehandelsbasierten Ökostrom kaufen, denn der ist “nur grün angemalt”. Echten Ökostrom für Deutschland gibt es z. Z. nur bei 4 Anbietern, und er ist ein kleines bißchen teurer. Hier Vertiefendes.)

Ich selbst habe übrigens gewechselt, und bin bei Naturstrom gelandet. Das CO2-Äquivalent zu 109 Bäumen kommt seitdem der Umwelt zugute, ein richtiger kleiner Wald!

Jetzt testen.

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Vodafonisches Rätselraten, Mark 3

Das Nokia 7210 ist mühsam, wenn man die SIM-Karte wechselt, vergißt es immer sofort Datum und Uhrzeit. Auch sein Akku hält keine 48 Stunden mehr. Aber es trägt die Vodafone-Karte tapfer.

Und brummte heute wieder:

Lieber CallYa-Kunde, Ihre Kündigung für die Vodafone live! InternetFlat haben wir zum Ende der Mindestlaufzeit vorgemerkt. Falls Sie Fragen haben: 22911.

Ja, liebes Vodafone, Fragen habe ich in der Tat. Ich weiß immer noch nicht, was das für ein Tarif ist, der ungefragt auftaucht und wieder verschwindet, ich weiß nicht, was seine Mindestlaufzeit ist (aber ich habe da so ein Gefühl: 3 Monate?), und was ich tun muß, um ihn zu nutzen – einfach lossurfen ja anscheinend nicht, der gestrige Test hat gezeigt, daß dann die andere, die nur sogenannte “Flat” benutzt wird.

Auch der Twitterer hat sich nicht wieder gerührt. Hat heute aber überhaupt nicht getwittert, ist wohl nach dem gestrigen Spiel versackt.

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Vodafone – es bleibt unklar

Mein Vodafone-Artikel hat anscheinend ein paar Wellen geschlagen. Über Twitter-Kanäle (per @pottblog an @vodafone_de) wurde sogar der Telefonkonzern selbst aufmerksam. Nur deshalb habe ich die fotogene Gulli-Stiefel-Drohung nicht wörtlich wahrgemacht, und die SIM-Karte statt dessen in ein altes Nokia 7210 verbannt.

Aus früheren PR- und Social-Media-Debakeln ist man bei dem Konzern offensichtlich klug geworden. Unter dem Twitter-Account wird wirklich reagiert. So jedenfalls erkläre ich es mir, daß heute morgen um 10:30 Uhr dem Pottblog geantwortet wurde “ich kläre das gerade schon“. Und ahnt man es denn, kurz darauf um 13:57 Uhr schradderte das Handy und erhielt eine SMS:

Lieber CallYa-Kunde, Sie haben die Vodafone live! InternetFlat gebucht und können sie in 2 Stunden nutzen. Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr CallYa-Team!

Aha, das ist ja interessant. Das ist ja scheinbar eine ganz andere, als die gestern beschriebene, oder? Leider kann ich partout überhaupt nichts über diesen Tarif herausfinden. Vodafone live!, so steht es überall auf der Seite, ist eigentlich ein Minutentarif. Und dann gibt es noch “SuperFlats” (alle Groß- und Zusammenschreibungen immer sic), die sind aber nicht Prepaid. Und als ich testweise einmal das Handy zum Twittern schickte, waren so sicher wie das Amen in der Kirche wieder 99 ct weg, denn es ist ja ein neuer Tag. Flat, dabei bleibe ich, ist hier anscheinend gar nichts. Das halbe Startguthaben ist weg, nach 25 Stunden, für zweimaliges kurzes Testaufrufen einer Website.

Aber ich frage mich jetzt wirklich, hat der aktive Twitterer von Vodafone den Shop oder den Support angepingt, und die haben reagiert – womit auch immer -, oder ist dies eine ganz reguläre Freischaltung – von was auch immer -, die eben 24 Stunden dauert? Ich bin nach wie vor nicht begeistert, aber verfolge die Angelegenheit mit Interesse.

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Danaergeschenke #vodafail

“Hüte dich vor den Griechen, wenn sie Geschenke bringen” ist von Vergil und nicht etwa auf die aktuelle Euro-Krise gemünzt. Das ursprüngliche Danaergeschenk war Odysseus’ “Trojanisches Pferd”, ein Geschenk, das dem Beschenkten, naja, zumindest nichts nutzt.

An nutzlosen Geschenken versucht sich derzeit auch Vodafone. @echt hat es sicher nicht böse gemeint, als er es weiterempfahl (“gerade die 3 Monate umsonst surfen Simkarte bei Vodafone abgeholt”), aber dieses Preisausschreiben sollte man sich wirklich schenken.

In “Aydens Kiosk” muß man 10 Fragen beantworten. Wer meint, diese Flashumgebung ganz ähnlich schon mal gesehen zu haben, erinnert sich richtig: guckst du hier. Es geht um Zeit, 9 Fragen sind kinderleicht, die 10. praktisch nicht zu schaffen – kennen wir von 9live und ähnlichen Abzockesendern. Man gewinnt aber scheinbar immer was, nämlich eine CallYa-Karte “mit 10 Euro Startguthaben und 3 Monaten gratis mobil Surfen”. Hurra, gewonnen. Verfasser also losgedackelt, der nächste Vodafone-Shop ist ja gleich auf der Westfalenstraße.

Erster Flop: “Da machen nur bestimmte große Shops mit, du mußt auf die Schadowstraße in die Innenstadt!” Der Chronist entert die 701 und reist gen City. Holt sich tatsächlich den Preis ab. Grummelt, weil er natürlich bezahlt, mit einem kompletten qualifizierten Adreßdatensatz, und wer meint, der wäre umsonst zu haben, lebt im Schlaraffenland. Ist enttäuscht, weil der Berater gleich abwiegelt: “in den Surfstick können Sie die Karte nicht stecken, die ist nur fürs Surfen auf dem Handy,” und verärgert, weil er sich gar nicht davon abbringen lassen will, gleich den Festnetztarif umzustellen. Na gut, dann kann man ja immer noch etwas Twitter und Tagesschau mit machen. Und 10 Euro sind ja auch noch drauf, damit kann man nach aktueller Tariflage bis zu zwei Stunden  telefonieren.

Denkste. Die drei Monate, die man surfen solle, sind nämlich gar nicht umsonst, sie sind erst recht nicht flat, sondern sie sind aus dem Prepaidguthaben zu bezahlen, zu horrenden 2,49 Euro/Monat plus 0,99 Euro/Tag. Schon nach der ersten Einwahl ist das Guthaben runter auf 6,52 Euro, und nach einer Woche wäre der Spaß vorbei, der Kartentank leer. Die versprochenen 3 Monate gehen gar nicht auf, das Geld reicht nicht einmal für eine Tageseinwahl in jedem der 3 Monate, das wären schon 10,44 Euro! Soviel zu unzulässigen Werbeaussagen. Außerdem surft mein Handy mit angezogener Handbremse, mit “G“, wo “E” möglich wäre. Da ist Simyo schneller, obwohl es immer heißt, das E-Plus-Internet wäre lahm.

CallYa OpenEnd Internet heißt der Tarif, und ich mache jetzt damit das einzig Richtige: in den Gulli treten. Wobei es sich natürlich um eine jener sogenannten “Prepaid”-Karten handelt, die auch in der Kanalisation weiter ihr Geld verbrauchen, denn die 2,49 Euro werden auch im nächsten Monat verbrannt werden, und im dritten, dann ist das Guthaben alle.

Wenn eine Stunde in der Innenstadt bei Sonnenschein nicht ganz nett wäre, müßte ich sie Vodafone eigentlich berechnen.

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Eismachmaschine

Der Tempel hatte eine Eismaschine, und die Liebste rief: sie wolle selbst Eis machen. Wie sie so rief, stellten wir erstaunt fest, daß auch die Nachbarinnen der Dreimädchenclique sich alle die gleiche Maschine gekauft hatten. Beim Eiscafé sollten wir nun die ersten Ausprobierer sein.

Himbeersorbet, Nutella und Joghurt waren unsere ersten Testgeschmacksrichtungen. Eine Maschine für nicht einmal zwanzig Münzen hat ihre Eigenarten, das lernten wir schnell: Einmal braucht es viel Kälte, der vorgekühlte Behälter schafft nur knapp zwei Sorten Eis. Zweitens sollte er nicht unbeaufsichtigt sein, denn der Motor mit dem rotierenden “Paddel” kann sich lösen, dreht dann die ganze Maschine um die Achse und spult das Kabel auf. Die Eismacherin war rechtzeitig zur Stelle, deshalb kann ich nicht berichten, ob der Motor die ganze Apparatur vom Tisch gezogen hätte – das hätte dann natürlich verheerende Auswirkungen auf den Boden gehabt.

Es schmeckt, das kann man berichten, lecker.

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Gibt’s schon?

Da gab es doch mal diesen Werbespot, in dem ein Erfinder die abgehobensten Dinge zum Patentamt trug, und der Beamte antwortete immer genervt “gibt’s schon… von Bosch.”

Wenn ich mal etwas erfinde, gibt es das leider auch oft schon, wenn auch nicht immer von Bosch. Dieses Stück Information suche ich aber bisher vergebens, deshalb jetzt die Rundfrage, ob es denn das schon gibt:

Digitalfotos können Geoinformation im EXIF-Tag tragen, und Webinterfaces wie Flickr oder Picasa können diese Fotos dann auf Kartenansichten wie Google Maps verorten. Bildbearbeitungs-Tools können diese Information auch nachträglich zusammenfügen. – Ich habe mir eine Action-Cam beschafft und am Fahrrad montiert, an dem sich auch mein GPS befindet. Jetzt die Frage: Gibt es etwas Vergleichbares wie EXIF, das die Geoinformation hinter mein AVI-Video legt? (Und zwar nicht einen Punkt, sondern die sich ändernde Position während meiner Fahrt?) Und das dann visualisiert, indem man in einem Splitscreen das ablaufende Video sieht, und die Fahrt durch die Karte?

Ich habe mal einen Screenshot gefaked, wie das aussehen könnte

Ich habe mal einen Screenshot gefaked, wie das aussehen könnte

Ich habe dazu bisher nichts googlen können, außer der Information, daß AVI ein Containerformat ist, das mehrere Layer, z. B. Bild und Ton, zusammenfaßt, und daß man prinzipiell auch eigene Layer hinzufügen könnte, die ein spezifischer Player dann anzeigen könnte. Und zusammengefaßt müßte die Information ja sein, man kann zwar einfach einen Track in Google Maps und einen Film bei Youtube mit etwas Skript synchron starten lassen, aber wenn dann der Zuschauer am Film “Pause” drückte, wäre es vorbei mit der Herrlichkeit.

Natürlich wäre es das Schönste, wenn es schon einen Webdienst oder ein Tool gäbe, das genau das mit meinen Film- und Geodaten macht. Wenn nicht, dann werde ich mich wohl ranmachen, und mir etwas bauen.

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Blindkarten

Früher im Erdkundeunterricht gehörten sie zu meinen liebsten Aufgaben: Blindkarten. Da erhielten wir einen Matrizenabzug (kennt ihr die noch? Eine Art primitive Fotokopie, lila Linien auf blaßgelbem Papier mit einem Alkoholgeruch, der der heutigen Verbraucherschutzministerin die Tränen in die Augen treiben würde?) mit der Kontur eines Landes, und sollten alle Details eintragen, die uns einfielen, Städte, Berge, Flüsse… Ich war ganz gut darin, denn im Atlas zu schmökern war immer mein Hobby.

Heute gibt es Google Earth, und mit dessen API spielend, hatte jemand (nämlich Marek Luthardt) eine wirklich gute Idee: Beim Kartenquiz sieht der Spieler Google Earth in der Ansicht “Satellit” mit allen geographischen Details – aber ohne Städte, Grenzen, Straßen, die Kartendetails der Ansicht “Hybrid”. Da sieht die Erde ganz schön nackig aus, von weitem genauso wie von nahem, denn rein- und rauszoomen darf man. Rechts ist der Aufgabenblock: Zehn Orte sind benannt, und die soll man jetzt in der “Blindkarte” anklicken, so genau wie möglich. Das können zehn Orte weltweit sein, oder zehn in der Schweiz, die ist ja nicht so groß, aber: ihre Grenzen sind natürlich auch unsichtbar, da landet ein Punkt schon mal in Italien…

Die Entfernung zwischen gezieltem und tatsächlichem Ort beschreibt die Güte des Treffers, sie wird über die zehn Orte summiert. Der High Score, das beste je gespielte Spiel, liegt bei 2 km. Das schlechteste Spiel hat 195.408 km und wurde vermutlich mit Absicht als Antipodenspiel gespielt, denn 10x halber Erdumfang = 200.000 km, viel “mehr Irrtum” geht es also nicht mehr. Ein Klick auf die Ortsnamen gibt eine gewisse Hilfe: Land und Provinz/Staat/Bundesland grenzen den Wurf ein. Nur: wo liegt noch gleich Thüringen oder Illinois auf einer Karte ohne Landesgrenzen?

Man kann andere Spieler herausfordern, in den Top 10 der Website selbst, oder indem man sein eigenes Ergebnis per E-Mail an Freunde verschickt. Und wer mag, kann vorausgewählte Spiele spielen: “Olympiastädte der Neuzeit”, “Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeilen”, “bekannte Opernhäuser”. Der Autor hat sich wirklich Mühe gegeben.

Einzige unaufdringliche Werbung: “Bei WhatsYourPlace.de kannst Du Deinen Lieblingsplatz in Peschawar oder einer anderen Stadt in Pakistan kaufen.” Ah ja.

Fazit: Macht Laune, und ruft auch noch eine Erinnerung an Alkoholaroma wach…

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