#ctw09: Blogwichteln per Twitter

7. Dezember 2009

Ich habe mein Blogwichtel-Auspacken soeben per Twitter begleitet. Praktisch, jetzt nur noch die Timeline hier reinkopieren…

Jetzt endlich Blogwichteln! Gestern 23:00 Uhr war ich einfach zu platt, sorry… #ctw09 [10:05]

Wow, die Leute von heute haben das Einpacken wohl noch von ihrer Großmutter gelernt #meilenweit #tesafilm #ctw09 [10:07]

Und hey, die lesen ja wirklich “Welt Kompakt”! #ctw09 [10:07]

mmmh handgebackene Plätzchen. Moment, sind das “nicht lustig”-Lemminge? #ctw09 [10:08]

selbstgestempeltes Geschenkpapier, Garfield-Weihnachtskarte, schön #ctw09

selbstgestempeltes Geschenkpapier, Garfield-Weihnachtskarte, schön #ctw09 [10:10]

Ein Kühlschrank-Magnet, der für einen Dicken wie mich fatal ist... #ctw09

Ein Kühlschrank-Magnet, der für einen Dicken wie mich fatal ist... #ctw09 [10:12]

“Köttbullar wären unterwegs aufgetaut :-) ” steht in der Karte… #ctw09 [10:19]

up next, der kleinste Adventskranz der Welt (die Kerzen waren in der Dose...) #ctw09

up next, der kleinste Adventskranz der Welt (die Kerzen waren in der Dose...) #ctw09 [10:23]

jajaja – nichtweihnachtliche Postkarten von Nichtlustig – ich hatte doch Recht mit den Lemmingkeksen! Dabadabaadaaah, ich liebe es! #ctw09 [10:33]

Diese http://bit.ly/5Ql8X3 (Amazon) (ups, jetzt hab’ ich doch den Preis gesehen…) #ctw09 [10:35]

Das waren die Tweets soweit. Dazwischen immer wieder Meilen von Tesafilm. Es waren eben viele kleine Päckchen… So hatte ich doch eine schöne halbe Stunde. Ich hatte viel Spaß, vor allem die “nicht lustig”-Geschenke sind ein Volltreffer (Wichtel, du hättest das Lemmingbackförmchen mitschicken sollen…) Nur merkwürdig, in der Karte stand nochmal, was ich auch schon im Blog der Schenkenden gelesen hatte: daß sie aus meinem Blog gar nicht habe rauslesen können, was sie mir schenken solle. Hmm, steht hier wirklich so wenig Persönliches? Über meine Kinder, meine Fahrradreisen, den Garten, welche Bücher ich lese…? OK, es gibt hier wahrlich nicht jeden Tag ein Posting, so gern ich würde, und dazwischen Unpersönliches wie Trigami oder mal ein Geschimpfe. Aber ein bißchen glaube ich da etwas anderes zu sehen: ich bin eine dreiundzwanzigjährige Studentin, und der, ohje, der ist über vierzig! Was soll ich mit einem so alten Knacker anfangen? Bin total paralysiert! – Aber vielleicht ist das ja auch meine Einbildung. Anyway, vielen Dank, lieber Wichtel, du hast voll getroffen!

Chitime-Blogwichteln: Angekommen!

1. Dezember 2009

Hach, da freue ich mich aber! Heute war der Postler da, und hat mein Blogwichtelpaket abgeliefert. Ich freue mich wirklich – wenn ich auch etwas geschluckt habe, als ich gegoogelt habe, was ein Hollister Conform Ausstreifbeutel ist… von denen ist nämlich der Karton. Aber gut, meiner wäre wahrscheinlich von ‘ner Tonerkartusche oder ‘nem alten Motherboard, was man eben so da hat, wenn es ans Versenden geht.

Blogwichteln angekommen

Worum geht es? Um das Blogwichteln der Frau Chikatze. Mehr nach dem 6., logisch. (Übrigens, bei mir erst am 7., am kollektiven Echtzeitauspacken kann ich mich nicht beteiligen, weil wir das Wochenende in der Schweiz verbringen.)

Sonne tanken hilft gegen Winterblues

26. November 2009

[Trigami-Review]

Winterblues? Was für Winterblues???

Winterblues? Was für Winterblues???

November. Grau. Nebel. Diesig. Winterblues. So sieht es im Klischee zu Hause aus, wenn der Spätherbst droht. Gut, gut, dieses Jahr hat uns einen anderen November gezeigt: einen Martinssommer, in dem man im T-Shirt Unkraut jäten konnte, noch bis zum letzten Samstag.

Aber danach hat sich das Blatt gewendet: Sturm, Regen, grau.

Eben. Und dann kommt der Winterblues, eine depressive Phase, hervorgerufen durch viel zu wenig Sonnenstunden (und das sage ich als Düsseldorfer – fragt erst mal die Einwohner des schönen Städtchens Helsinki…). Man kriegt morgens schon den Hintern nicht über die Bettkante, und das bleibt auch den ganzen Tag so. Das macht ein Zuviel oder Zuwenig der Botenstoffe Melatonin und Serotonin. Man hat ständig Heißhunger, hilft sich mit Schokolade über die Runden, und ärgert sich dann, wenn der Weihnachtsspeck schon vor Weihnachten kommt.

Halt, das muß doch nicht sein! Wenn der Winterblues droht, kann man auch auf ganz andere Weise reagieren:

  • Sporteln, mein eigener Tip ist dabei das Radfahren, es kombiniert die gesunde Bewegung mit der Ausnutzung jedes Fitzelchens Sonnenlicht (wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, daß Radfahrer wg. viel frischer Luft und weniger Menschenkontakten im ÖPNV besonders gut gerüstet gegen Schweinegrippe sind…), aber es darf auch ein Sport wie Aerobic sein, deren Bewegungen als besonders stimmunghebend bezeichnet werden.
  • Na, das lädt doch zum Radeln ein

    Na, das lädt doch zum Radeln ein

    Obst statt Schokolade, das liefert auch die Kohlenhydrate, ist aber sonst viel gesünder – macht euch doch mal einen richtig leckeren Obstteller, wie ihr ihn sonst nur euren Kindern vorsetzt, oder einen alkoholfreien Cocktail (z. B. einen Pussy Cat: 5 cl Orangensaft, 4 cl Ananassaft, 2 cl Bananensaft, 1 cl Kirschsaft, 2 cl Kokosnußcreme, 1 cl Zitronensaft, 1 cl Orzata/Mandelsirup, Kirsche – ohne Kirschsaft im Shaker auf Eiswürfeln kräftig schütteln, in Becherglas auf crushed ice abseihen, Kirschsaft vorsichtig hinzugeben und mit Kirsche garnieren), in dem kann man neben den Kohlenhydraten auch noch jede Menge Vitamine und so gesundes Zeug verstecken!
  • Verwöhnen generell, schon ein Wellness-Sonntag in der Sauna oder ein entspannendes Wannenbad mit Kerzen und ein paar Badezusätzen kann helfen, den Glückshormonhaushalt wieder aufzuladen.
  • Sonne tanken – klar, wenn Sonne, dann kein Winterblues, denn der Organismus denkt nicht an Winter. Was also tun? Komische Tageslichtlampe kaufen und sich davor setzen? Hautkrebs aus dem Solarium heraustragen? Nö, das ist fad. Ausgiebige Radtouren oder gemütliche Spaziergänge saugen das Letzte aus unserer eigenen Sonne raus. Und wenn die nicht reicht, dann muß der Kompaß gen Süden gerichtet werden, heutige Billigflieger (sucht z. B. fly.de, 1-2-fly.com) machen es möglich. Und wie weit nach Süden reicht der Euro? Natürlich nirgends weiter als auf die Kanaren. (Ups, nein, stimmt nicht, man kann den Euro in Französisch-Guayana verwenden, wieder was gelernt. Trotzdem, Transatlantikflüge und Kurzurlaub gehen nicht gut zusammen.) Auf die Inselgruppe westlich der Sahara nahm mich schon meine Mutter als kleinen Purks mit, Fuerteventura, Vulkangestein, herrlich, auch gegen den Winterblues (mich mitzunehmen war für den Verschwendung, der Winterblues trifft überwiegend Frauen, aber ich mochte schon damals die Hotelbüfetts mit leckeren spanischen Spezialitäten). Na, noch Resturlaub abzubauen? Hier kann man sich Appetit machen: NoWinterBlues (herrliche Videos von einem Eisbären gibt es dort obendrein – angucken).

Fazit: Man kann dem Winterblues begegnen, man kann das hier zu Hause tun, oder in einem Kurzurlaub – und der sollte dafür eher nicht in Stockholm stattfinden, so schön ich es da im Sommer auch finde, aber Glögg und Weihnachtsmärkte stehen einfach nicht auf der Liste der Gegenmittel.

Frust am Samstagabend mit Microsoft Produktaktivierung

22. November 2009

Ich hatte der Gruppe 2 des Kindergartens einen gebrauchten PC spendiert, damit die Schulanfänger da auch mal Spiele machen können. Also zu Hause Rechner aufgesetzt, XP-Lizenzaufkleber bei eBay beschafft, alles klar gemacht, hingefahren und aufgestellt.

Einen Tag später, gestern, sagt der Rechenknecht, ich hätte ja allerlei Hardware verändert (nö), und ich müßte Windows noch mal neu aktivieren, drei Tage hätte ich dafür.

Ich radle also heute abend in die Kita, setze mich an die neue Box. Leider reicht das WLAN vom Mitarbeiterraum nicht bis zur Gruppe 2, und schnurlose Telefone haben sie da auch nicht, also ist telefonische Aktivierung vom Handy angesagt. Die kostenlose 0800er Nummer kann man vom Handy nicht benutzen, kriegt stattdessen eine Nummer in Frankfurt – immerhin keine “Mehrwertdienste”-Nummer, das ist wohl noch als gnädig zu verstehen.

Der Prozeß ist bekannt, er dauert ca. 5 Minuten, also 75 Cent, das ist eigentlich keinen Aufreger wert. Man darf über die Frickeltastatur einen Code aus ca. 9 sechsstelligen Gruppen eingeben. Am Ende sagt der Automat, sorry, es hat nicht geklappt, er müsse mich jetzt noch mal mit einem Menschen verbinden. Der Akku piepst bereits bedrohlich. Es wird weiter gewartet, dann kommt sie, es scheint, als habe sie extra in Rumänien (wo sie, laut Jürgen Rüttgers, ja bekanntlich nicht wissen, was sie tun) für den Job in einem outgesourcten Callcenter deutsch gelernt, um ihren Auftritt zu absolvieren: “WillkommenbeiMicrosoft-meinNameist[Schluck, würg, es klingt wie Natalia Dagestanova, Callcentermitarbeiterinnen sind ja darin trainiert, ihren Namen unaussprechlich auszusprechen]-estutmirleiddaßSiewartenmußten-wirbedauerndieUnannehmlichkeit-aberwegeneinesSoftwarefehlerskönnenwirheutekeineAktivierungendurchführen-bitterufenSiemorgennocheinmalan-vielenDank-aufWiederhören” Klick, tüttüttüt. Und ich schwöre, es war kein Band, die arme Frau hat das wirklich live gesagt. Wahrscheinlich hatten sie wirklich keine Funktion, eine Ansage für einen solchen Pannenfall zu automatisieren – es hätte ja auch jeder vernünftige Mensch eine solche automatische Ansage an den Anfang des Aktivierungsprozesses gelegt, nicht ans Ende…

Morgen ist der letzte Tag des Aktivierungszeitfensters, aber ob ich wirklich Lust habe, mein Ehrenamt zweimal an einem Wochenende auszuüben, weiß ich noch nicht sicher. Um nicht ganz vergebens aufgelaufen zu sein, habe ich dann noch die 2 Vista-PCs der Kita auf den aktuellen Stand (IE8 und SP2) gebracht, dauerte nur ca. anderthalb Stunden.

Ich hätte ja Ubuntu genommen… aber die wollen ja nur so Kinderspiel-CDs laufen lassen, die gehen natürlich alle nur unter Windows.

unfreiwilliger Review: Landal Parks vs. Sunparks

17. November 2009

Ich schreibe gern Erfahrungsberichte, das führt manchmal dazu, daß sich dies Blog zu einem reinen Review-Portal mausert… seit neuem gibt es hier sogar Reviews, die bezahlt sind (das sind die, die mit “Trigami” klar gekennzeichnet sind) – wobei ich aber nur solche annehme, die ich unabhängig gestalten darf.

Heute nun ein Erfahrungsbericht, den ich nicht von Anfang an als Vergleichstest geplant hatte, der sich aber zu einem mauserte: der von unserem Urlaub an der Nordsee letzte Woche.

Seit einigen Jahren machen wir so im November einen einwöchigen Nachsaison-Urlaub in einem Ferienpark in den Niederlanden. Die sind allgemein kindgerecht, in der Nachsaison sehr bezahlbar, und mit Spaßbädern usw. auch ein bißchen wetterunabhängig. Dabei waren wir jetzt 2x im “Landal Het Vennenbos”, dieses Jahr nun im “Sunpark Zandvoort aan Zee”. Beide sind ehemalige Center Parcs, in Stil und Qualität also vergleichbar. Vergleichbar heißt aber nicht unbedingt gleich. Zwei Sichtweisen: Diesen Beitrag weiterlesen »

SEAT Exeo ST – ein Kombi, der die Familie nach Ithaka bringt

13. November 2009

[Trigami-Review]

Exeo STIthaka, Heimat des Odysseus – Wer wie ich seinen Homer mit dreizehn verschlungen hat, kann sich noch an die Spannung erinnern, die in jeder Zeile der Odyssee steckte. Für den (übrigens nichtgriechischen) Autobauer SEAT ist die mißlungene Heimreise des südeuropäischen Äquivalents zum Nordmann-Schlaufuchs Wickie nach getaner Arbeit in Troja das Synonym dafür, daß Reisen zählt, nicht Ankommen. Ein schöner und origineller Ansatz für ein Auto, das den Spagat vom Sportwagen zur Familienkutsche schaffen will.

Sportlich-elegant, das sind wir ja auch, wenn wir uns mit den Fahrrädern fortbewegen. Dennoch schauen wir immer mal wieder über den Tellerrand nach einem Auto, und so wäre ein sportlich-elegantes Auto, das außerdem mit seinem Platzangebot und seiner Funktionalität zu begeistern verspricht, schon passend. Abgasnorm Euro 5 klingt für mich als ökologisch Interessierten auch gut.

Ein paar clevere Details machen wirklich Appetit auf den Exeo ST: so hat SEAT zum Beispiel Solarzellen in das Glasdach integriert, die eine Belüftung aufrechterhalten, ohne daß beim abgestellten Fahrzeuzg die Batterie “gefressen” wird (ist aber leider Extra). Radio mit MP3-Player ist Serienausstattung, ebenso wie eine Dachreling (wer im Urlaub Dachbox oder Fahrradträger transportiert, weiß, daß die Dinger nicht nur zur Zierde da sind) und Isofix-Halterungen für Kindersitze, Einklemmschutz beim Fensterheber und 6 Airbags. Benziner von 102-200 PS und Diesel von 120-170 PS (die mit Kombiverbrauch von 5,7 l/100 km bzw. CO2 von 149 g/km aufwarten), treiben das Teil an. Eine Geschwindigkeitsregelanlage, vulgo Tempomat, ist leider erst in gehobenen Ausstattungen zu haben, in Langsamkeitsländern wie Skandinavien ist die für entspanntes Fahren fast ein Muß. Auch nur ein Funkschlüssel kommt mir geizig vor für ein Familienauto.

Exeo STDie Schulterbreite der Rückbank dürfte den Schwiegermutter-Härtetest (eine fünfte Person zwischen zwei Kindersitzen) nicht bestehen, komfortabel schaffen den aber wohl auch nur Kastenwagen wie der Renault Kangoo. Mit dem wollen wir hier nun wirklich nicht vergleichen, dennoch: der Kofferraum ist mit 442 Litern, nun ja, vorhanden; ein Golf Variant – und manche Limousine – hat mehr.

Für einmal Tätscheln muß man beim SEAT Exteo ST 23.290 € hinlegen, so wie ich ihn vom Hof fahren würde (Diesel, GRA, Aluräder), leider schnell 30.000 €. Damit spielt er in einer Klasse, in der sich ein Skoda Octavia und sogar ein Passat finden. Wer die Sportlichkeit eines SEAT schätzt, wird den Vergleich verpönen, aber wer einen Familienkombi beschreibt, darf die Augen davor nicht verschließen (die hier Genannten werfen beispielsweise 580 und 565 Liter Kofferraum  und 119 bis 137 g/km CO2 in die Waagschale). Wer sich mit dem Markenimage von SEAT so richtig identifiziert, der findet im Club SEAT seinen Platz: eigene Kreditkarte, Vorzugskarten für SEAT-Events usw. locken.

Schweinegrippe: Fragen über Fragen

5. November 2009

Die Frau Chikatze fragt mich heute, ob ich mich gegen die Schweinegrippe impfen lasse (Ergebnis jetzt: 63% nein). Meine Zeitung fragte gestern, ob sich meine Haltung zu dieser Frage in der letzen Woche geändert habe (Ergebnis: 81% nein). Zeit, auf den Zug aufzuspringen und laut nachzudenken.

Mache ich mir Gedanken? Ja, klar. Seit einem halben Jahr haben wir Pandemie. Der harmlose Verlauf der Schweinegrippe hat Mediziner wie selbsternannte Experten gleichermaßen verwirrt, die Pharmaindustrielobby jedoch nicht davon abgehalten, die Große GelddruckImpfmaschine trotzdem anzuwerfen. Von Anfang an haben die sachkundig Wirkenden gesagt, “im Herbst wird’s schlimmer!”, eine Aussage, die so trivial ist, daß es wenig überrascht, daß sie jetzt eintritt. Rechtzeitig zum Vertrieb des Impfstoffs ist es schlimmer geworden. Es gibt jetzt auch neun Todesfälle, davon einen, einen in dem nicht eine Sekundärerkrankung die Hauptrolle spielte – es gab aber auch prompt den ersten Geimpften, der die Impfstelle mit den Füßen voran verließ. (Zum Vergleich: An der “normalen” Grippe stirbt nach Schätzungen jährlich die Bevölkerung einer Kleinstadt.) So kommt zur Pandemie die Panik, und nein, obwohl beide Vorsilben griechisch sind, sind sie nicht verwandt: Pandemie heißt “alles Volk betreffend”, und Panik kommt von Pan, dem Hirtengott, der aus Langeweile manchmal in die Schafe fährt.

Gerate ich also in Panik? Nein, sicher nicht. Ich bin kein Impfverweigerer, aber habe mich noch kein Jahr gegen die banale Grippe impfen lassen, und “et hett noch immer joht jejange”. (Gut, daß dieses kölsche Grundgesetz keins ist, wissen die Kölner spätestens seit dem Einsturz ihres Stadtarchivs.) Ich habe in meinem Homeoffice auch sehr wenig Publikumsverkehr.

Ändert sich meine Einstellung gerade? Ja, ich mache mir schon so meine Gedanken. Ich halte mich zum Beispiel bei den Kindern im allgemeinen an die STIKO-Empfehlungen, und die sagen mir jetzt, “gehe hin und impfe die Deinen”. Gleichzeitig rückt die STIKO erstmals in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, und es zeigt sich, daß sie auch nicht eben mit Heiligen besetzt ist. Es paßt mir da nicht schlecht, daß wir morgen für eine Woche in Urlaub fahren, und am Vortag einer Reise impft sich kein vernünftiger Mensch. Danach ist noch etwas Wasser den Rhein heruntergeflossen, und man wird klarer sehen.

Portraits

29. Oktober 2009

Es ist wieder so weit, der Protraitfotograf war im Kindergarten. Die Bilder sind wieder ganz allerliebst geworden, sie zeigen richtig große Kinder.

Aus Urheberrechtsgründen darf ich solche Fotos wohl nicht einstellen, ich habe daher nur eine kleine Collage gemacht, die wird wohl jeder akzeptieren.

Portraitfotos

Der Fotograf ist uneingeschränkt zu empfehlen, sitzt aber nicht ganz um die Ecke: Photo & Design, Lindlar.

Blogwichteln bei der Frau Chikatze

27. Oktober 2009

Es wird zu einem “alle Jahre wieder”, das Blogwichteln mit den Freunden der Dame, die Katzen und Tai Chi mag, geht für mich in die dritte Runde. Diesmal hat sie die Regeln etwas verändert, da es letztes Mal wohl nicht alles glatt ging. Schau’n mer mal. Irgendjemand da draußen hat mich gelost, und liest dies… und ich lese umgekehrt auch ein Blog, es ist das von als ob ich das verraten würde… Und es gefällt mir, es wird sicher spannend, etwas dazu zu finden. Gut, da ist etwas mit Katzen (da verrate ich nicht zuviel, hoffe ich), sind ja nicht so mein Ding. Aber der Rest paßt mir schon. Und es muß ja kein Kratzbaum sein.

Das wird sicher ein Spaß!

Unterschiede und Differenzen

27. Oktober 2009

Das geht auf einen alten Ausbildungswitz meines Buchhalters, Herrn T., zurück: “Sie wissen, es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Und Sie wissen, daß es manchmal auch Differenzen zwischen einem Mann und einer Frau gibt. Daran sehen Sie, daß Unterschiede und Differenzen nicht das gleiche sind – und das merken Sie sich auch für die Buchhaltung!”

Ich möchte hier in bewährt haarspalterischer Bewahrung unserer schönen Sprache ein paar Unterschiede aufwärmen, die ich oft antreffe, auch bei meinen nächsten Mitmenschen, die meist gar nicht so blöd sind. Darunter sind solche, die mir schon meine Mutter beigebracht hat (die gar nicht so blöd ist) ebenso wie solche, die ich auch erst viel später lernen durfte.

Das Gleiche – dasselbe

Das Gleiche ist einfach nicht dasselbe – wenn deine beste Freundin genau die gleiche Barbie hat, wie sie bei dir zu Hause liegt, ist es trotzdem nicht dieselbe, es sei denn, Mami hat heimlich dein Kinderzimmer aufgeräumt und die Puppe bei eBay eingestellt. Mehrere Sachen können noch so gleich (ähnlich) sein, es sind nicht dieselben (identische), denn die gibt es nur einmal.

Effektiv – effizient

Ein irischer Freund verfluchte uns mal: “you Germans are always so bloody efficient!” Es ist schon schön, wenn ein Mittel effektiv ist, also die gewünschte Wirkung hat, aber es ist erst effizient, wenn es diese Wirkung auch mit möglichst geringem Aufwand erzielt. Es mag ein effektives Mittel gegen Fußpilz sein, sich das Bein unterhalb vom Knie zu amputieren, aber eine Salbe wird sicher effizienter sein.

Scheinbar – anscheinend

Hier geht es um den schönen Schein, und um die Frage, ob man imstande ist, dahinter zu blicken. Wenn etwas den Anschein hat, und man es nach Faktenlage nicht besser weiß, dann Letzteres, wenn es nur so scheint, und man das durchschaut, dann trifft das Erstere zu: Anscheinend ist die CDU/CSU aus der Bundestagswahl als stärkste Fraktion hervorgegangen, aber nur scheinbar ist Angela Merkel als Bundeskanzlerin jetzt mächtiger als vor der Wahl. Wer’s verwechselt, verwirrt mit seinen Entscheidungen unter Unsicherheit den anderen: “Scheinbar ist dieser Telefontarif günstiger, deshalb nehme ich ihn jetzt” wäre eben keine kluge Entscheidung.

Unterschiede – Differenzen

Der Ausgangswitz kommt aus der Buchhaltung und braucht deshalb eigentlich keinen zu interessieren. Kurz gesprochen sollten Unterschiede (zwischen Konten) in der Buchhaltung nicht vorkommen, während Differenzen (zwischen Soll und Haben) ganz normal sind. Unterschiede muß man ausbuchen (und nicht etwa verbuchen, ein Buchhalter verbucht sich nicht). Das machen wir doch zwischen Bier und Bommerlunder, zwischen Kaffee und Kognak!

Das paßt dazu: immer wieder Bastian Sick, der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, und vielleicht noch Axel Hacke, der weiße Neger Wumbaba. Und: wer weiß noch mehr solche Klopse? Ich sammle gern!