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BoDcast

Viele neue Ideen des Internet werden ja gern mal unter dem Schlagwort „Web 2.0“ zusammengefaßt. Das klingt schön modern, und man denkt, da muß ja einfach grundlegend Neues vorliegen. Blogs (wie dieses), Podcasts, Flickr, Youtube, delicious (mit ein paar eingestreuten Punkten) – wenn man dann genau hinsieht, ist man nicht unbedingt enttäuscht, da werden tolle Sachen gemacht, aber doch desillusioniert, es wird weiterhin mit Wasser gekocht. Vor allem handelt es sich wohl um Marketing-Hype, aufgeblasene Wortschöpfungen („Facexpaces“).

Jetzt ist auch BoD auf den Zug aufgesprungen. Ein Podcast mußte her (zur Entmystifizierung, ein Podcast ist ein Radiobeitrag, auf Cassette aufgenommen, also nicht einmal live gesendet). BoDcast ist dann zugegeben ein gelungenes Wortspiel, aber es bleibt die Frage, wieso muß ein Literaturunternehmen, das ureigenste Printmedium, den Medienbruch zum Internet (das sind ja immerhin noch Buchstaben) weiterführen zum Audiofile, dem gesprochenen Wort?

BoD – vom Manuskript zum Buch

„Von der Idee zum Buch“ heißt das Gratiswerk, das BoD mir wie jedem Interessenten zuschickte. Ich fand es ja ganz nett, es enthielt aber nicht wirklich Neues, wenn man die Website schon gelesen hatte. Von der Idee zum Manuskript – dieser nicht ganz unwichtige Abschnitt wurde mit keiner Silbe abgehandelt. Hmmm.

Und noch etwas: Die Sache mit dem schief geschnittenen Druck (2 mm auf 15 cm) habe ich mir noch mal angesehen. Wäre das ein Buch, das ich bezahlt hätte, hätte ich es zurückgeschickt. Schlimmer: Wäre es ein Buch, das ein Leser/Kunde von mir bezahlt hätte, hätte er es wahrscheinlich nicht zurückgeschickt. Sich aber im Stillen gedacht „aha, ist eben doch kein richtiges Buch, so ein BoD“…

BoD – ging doch

Diesmal dauerte es nur zwei Tage, und das BoD-Infopaket quoll aus meinem Briefkasten. Die Druckqualität, die ich beurteilen sollte, kannte ich freilich schon – guter Druck, etwas dünner Buchdeckel. Das Buch war schief geschnitten. Hm. Den Inhalt werde ich mir jetzt schnellstens zu Gemüte führen – das Thema des Magazins „BoD aktuell“, Autorennetzwerke, paßt zu meiner Idee eines Autorenportals zum Selbstvertrieb.

BoD – neuer Versuch

Ich habe noch einmal mein Postkörbchen durchsucht, und ich hatte mir nicht eingebildet, am 5. Oktober sogar eine Eingangsbestätigung von BoD für meine Informationspaket-Anforderung erhalten zu haben. Nutzt nischt, drei Wochen ohne reichen mir. Heute habe ich es erneut angefordert.

Vielleicht lag es an der Buchmesse, da hatten sicher alle viel zu tun. Wir warten weiter.

BoD – schweigt

Ich zitiere einmal aus der Selbstdarstellung von BoD:

Der Autoren-Ratgeber. Kostenlos im Infopaket! Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Ihr eigenes Buch mit BoD zu veröffentlichen. Zugleich können Sie sich von der hohen Verarbeitungs- und Druckqualität bei BoD überzeugen. Denn selbstverständlich ist auch dieses Buch ein echtes Book on Demand: Es wird gedruckt, wenn Sie ein Infopaket bestellen!

Nun, bisher konnte ich mich von der Verarbeitungsqualität leider nicht überzeugen, nur von der Liefergüte: Auch drei Wochen nach Bestellung ist das Infopaket bei mir nicht eingetroffen. Wenn das „ein echtes Book on Demand“ ist, na dann danke.

BoD: Die ersten Schritte

Auf der Website von BoD habe ich mich erst mal informiert, zu welchen Bedingungen ich dort als Autor selbst verlegen kann. Das hört sich alles sehr akzeptabel an: Wenn man selbst den Satz vorbereitet (was heute jede Textverarbeitung kann, selbst Word), kann man für keine vierhundert Euro einsteigen. Dann muß man eigenhändig so stücker hundertzehn Exemplare verkaufen, oder um siebenhundert über den Buchhandel, und die Kosten sind wieder drin. Ein bißchen Marketing muß man dafür natürlich treiben, aber wenn das Werk irgend etwas wert ist, sollte es zu schaffen sein. Wenn nicht, war es Liebhaberei – wie sagt Wallander: „Dann wissen wir das“.

Ich habe sogleich mein Infopaket bestellt („Von der Idee zum Buch“), und bin gespannt, was BoD so liefert.

Eine weite Reise von Zürich zu sich selbst

Ist ein einfacher Autodiebstahl tatsächlich der Höhepunkt seiner Karriere für den Zürcher Polizisten, oder ist vielmehr sein eigenes Leben der Fall, den es zu aufzuklären – und aufzuklaren – gilt? Der von Selbstzweifeln geplagte Kommissar steht nicht eben auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als ihn sein Fall zunächst nach Wien, dann in die stille Landschaft der östlichen Slowakei führt. Dort erfährt er nicht nur über die Hintermänner seines Falls, sondern auch über sich selbst mehr als er erwartet hätte.

Dieses BoD meines Freunds Markus Niederöst ist ein feines, lesenswertes Erstlingswerk, in dem es nicht etwa nur um einen Kriminalfall geht, sondern vielmehr um eine Selbstfindung. Feinfühlig beschreibt der Autor dabei sowohl die Landschaft Zürichs als auch die der östlichen Slowakei, eine Gegend, die ihm durch seine Frau vertraut wurde. Das Buch kann bei Amazon bezogen werden: Markus Niederöst: Kommissar Strittmatter löst den Fall seines Lebens.