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Gedicht von Edward im fiftyfifty im November

Auch der November bringt uns wieder eins von diesen kleinen Gedichten, mit denen fiftyfifty-Verkäufer Edward an der Nordecke der Kö uns jeden Monat den Zeitungskauf „versüßt“. Ich drucke diese Gedichte ab, so wie sie Edward und seiner Frau aus der mechanischen Schreibmaschine klappern. Am Ende des Gedichts steht ein Link für eine Spende über Paypal. Jeder Betrag ist willkommen, ich zahle ihn an Edward aus.

Lieber fifty fifty Leser,

ich möchte hiermit tun kund,
dass die Landschaft ist nun herbstlich bunt,
denn das Laub fliegt derzeit zu jeder Stund‘.

Spaziergänge halten bekanntlich gesund,
ob alleine, ob mit Gattin oder Katze und Hund.

Ach, da fällt mir noch was ein und das sage ich nicht ohne Grund,
nicht jeder Zeitungsverkäufer ist wirklich einer, der sich vorstellt einem netten Kund‘,
denn bei dem, der nur eine oder zwei Zeitungen in der Hand hält, könnte es sein, dass diese gestohlen sind oder lediglich Fund.

Einen herrlichen Jahreszeitwechsel wünsche ich Ihnen, bei dem es geht so richtig rund.

Ihr

Edward

Wir wollen nicht verhehlen, daß es mit der Silbenzahl in diesem Monat wirklich etwas mit ihm durchgegangen ist… aber ich finde es interessant zu lesen, wie sich literarisch Angehauchtes und nützliche Hinweise aus den Schnittstellen unseres Alltags vermischen.




Edward und seine Poesie wieder im fiftyfifty

Mein Liebligsverkäufer auf der Kö hat wieder zugeschlagen. Auch in diesem Monat hat er seine Zeitung durch eine „Beilage“ aufgewertet:

Lieber fifty fifty Leser,

wie herrlich, es ist wieder soweit:
der Herbst macht sich breit.
Das güldne Laub fällt von den Bäumen bei seichtem Wind mit Leichtigkeit
und lässt die Gemüter ruhiger werden,
sodass glücklicherweise kaum noch zu finden ist irgendwo Streit.

Drum freu‘ ich mich über aufkommende Heiterkeit
insbesondere, wenn ich Sie wieder begrüssen darf von Zeit zu Zeit.
Im übrigen halte ich für die Kundschaft stets ein Exemplar
„fifty fifty“ bereit.

Ihr

Edward

Auch in diesem Monat kann, wer mag, Edward durch eine virtuelle Spende über den folgenden Paypal-Link für seine Poesie danken. Ich werde wieder alles brav sammeln und ihm ungekürzt zukommen lassen.




Gebrauchspoesie – Fiftyfifty von Edward

Düsseldorfern ist sie ein Begriff: fiftyfifty, das Straßenmagazin der Obdachlosen. Einige mögen auch Edward kennen: Edward ist Verkäufer mit Stammplatz am Nordende der Kö, und er schreibt jeden Monat ein Gedicht für seine Leser, das er mit in die verkaufte Zeitung einlegt. Das ist Gebrauchspoesie, getippt mit der Schreibmaschine, aber in verblüffend fehlerarmer Orthographie: der Leser möge keine hohe Kunst erwarten, aber ich finde jedenfalls, daß es eine sympathische Geste ist – ein Alleinstellungsmerkmal, sagt der Marketer – und kaufe meine Zeitung bewußt speziell bei Edward.

Ich denke, an dieser mittelhohen Kunst darf jeder teilhaben. Deshalb werde ich Edwards Gedichte veröffentlichen. Am Ende des Artikels ist ein Paypal-Spenden-Link. Wer also Lust hat – „Ey, haste mal nen Euro?“ Jeder Betrag zählt, und ich verspreche, es an Edward auszuzahlen. Ich weiß, wo sein Stammplatz ist.

Lieber fifty fifty Leser,

so einfach zwischendurch möchte ich Ihnen mal was nettes sagen,
denn ohne ein paar schöne Worte ist es möglich schnell zu verzagen. 
Ein kleiner Plausch versetzt in Rausch und ist recht praktisch,
eventuell kann ich beantworten auch ein paar kleine Fragen.
Das heisst, Sie müssen nicht stets eine fifty fifty käuflich erfragen,
sondern etwas Nettigkeit ist ebenfalls gut für den Magen.

Ich erlaube mir zu warnen, Ihre Taschen und Geldbeutel immer gut zu tarnen,
denn ein Diebstahl auf hiesigen Strassen sorgt schnell für Unbehagen.

Zu guter Letzt möchte ich mich nicht beklagen,
aber ein Job wie Einkaufshilfe oder etwas Tragen
bringt mich vielleicht in bessere Lagen.

Auf ein gemeinsames Wiedersehen freue ich mich und sage bis bald,
womit ist gesorgt für eine herrliches Wohlbehagen.

Ihr

E d w a r d

Na, und jetzt den lockeren Euro bitte in den Klingelbeutel: