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Erst Single, dann Hochzeit, jetzt 2 Kinder… es ist immer was los

Wer zu früh kommt… Trendsetter oder Bestrafter?

Immer wieder lese ich es in letzter Zeit in den Zeitungen – es ist nicht nur subjektive Beobachtung in der Straßenbahn, sondern Fakt, daß man hier wieder vermehrt Kinder bekommt. Unsere Siebenkämpferin Ursula „ab dem Dritten ist alles easy“ von der Leyen hat für Deutschland auf die Tube gedrückt, die Folge ist jetzt eine „Generation Elterngeld“, wie unsere Zeitung es heute nannte, auch der „Spiegel“ berichtete erst Montag vom Manager, der von seinem Kind sein Häuschen finanziert. Vieles wird heute für die Kinder getan, auf Bundes-, Landes-, Stadtebene (wenn auch das KiBiz der mittleren Stufe nicht eben als Ruhmestat angesehen wird, deren Folgen wir noch abzuwarten haben). Fast von allein muß das Kinderkriegen heute gehen.

Da blicke ich dann auf unsere beiden Sprößlinge, vier und zweieinviertel, und frage mich, wie blöd waren wir eigentlich, mit dem Kinderkriegen anzufangen, bevor all diese Boni am Horizont erschienen? Kein Elterngeld, keine Anreize und keinen Ansporn, nur eine Familienkarte gab uns unser OB. Gut, dafür mußten wir am Kreißsaal noch nicht Schlange stehen…

Aber dabei war jetzt natürlich eine Menge Ironie. Denn Kinderkriegen ist ja eine Tat, die sich selbst belohnt, wie alle Eltern wissen (und sich deshalb immer so wissend anlächeln). Auch Frau von der Leyen, die das ja weiß, hat jetzt noch eine Verbündete zur Bekräftigung gefunden – Bohlen-Biographin Katja Kessler (die es auch weiß, sie hat drei Kinder vom Bild-Chefredakteur) hat einen „Wohlfühlratgeber“ herausgebracht, ein Buch, in dem frau das Kinderkriegen so richtig schmackhaft gemacht wird, mit schönen Fotos von einer schönen Mami (Model Maya Stollenwerk), damit auch Papi einen Grund zum Angucken hat, und mit Straßkrone auf dem Titel, die dann wieder für die Frau (Katja Kessler – Das Mami Buch). Daß weibliches Networking funktioniert, sieht man daran, daß Frau Kessler Frau von der Leyen zur Buchvorstellung gewinnen konnte.

Schon wieder Niederlande

Daß wir in diesem Jahr noch einmal unsere Füße in das schöne Brabant setzen würden, hatte ich zunächst nicht erwartet. Aber Barbara hat im Oktober noch Urlaub loszuwerden, und so entschieden wir uns für noch eine herbstliche Woche, diesmal in einem Ferienpark – zum Zelten ist es wohl nichts mehr. Der Park Landal Het Vennenbos (Website, Google Maps) scheint uns vielversprechend. Lustigerweise sind wir schon einmal keine 3 km nördlich, in Bladel, vorbeigeradelt…

Diesmal werden wir zur Anreise einen Mietwagen nehmen, so daß wir auch einmal andere Ausflüge in die Umgebung machen können.

Fietsenmetkinderen.info

Fietsenmetkinderen.info ist ein niederländisches Forum, das sich mit genau dem Thema befaßt, das auch uns beschäftigt, nämlich eben dem Fahrradfahren mit Kindern. Wir erfuhren davon durch eine radfahrende Familie, die wir im Urlaub trafen, und machten uns nach demselben auch selbst dahin auf. Problem: Die Site ist wirklich nur auf niederländisch, das kann man zwar mit ganz wenig Übung lesen, aber nicht gut schreiben.

Landesgartenschaupark Leverkusen als Maiziel

Laaange Worte. Was ich sagen wollte ist, wir wollten den ersten Mai mit einem Familienausflug zur Eröffnung der Recklinghausener Ruhrfestspiele begehen, was sehr familienfreundlich klang. Aufgrund spontaner Entscheidungen, die eine versäumte S-Bahn involvierten, fuhren wir stattdessen in Gegenrichtung nach Leverkusen, wo es ein schönes Parkgelände von der Landesgartenschau 2005 gibt. Viele Spielplätze. Sehr empfehlenswert für Familien mit Kindern wie uns.

Lisa zeigte uns, wie toll sie klettern kann, wir waren wirklich beeindruckt. Die „Wacht am Rhein“ als Gastro ist akzeptabel, herrliche Rheinterrasse, guter Service, kindgerecht, aber seeehr durchschnittliche Küche.

Koreanisches Kochkursmenü

Vorspeise: Kürbissuppe

Kürbiscremesuppe – Zutaten

1 Kürbis (Hokaido) ca. 1 kg,
1 Zwiebel
50 gr Butter
Gemüsebrühe oder gekörnte Brühe
Pfeffer, Salz, Muskatnuss
1/4 l Milch oder Sahne
ev. Petersilie
ev. geröstete Kürbiskerne

Zubereitung

Den Kürbis vierteln, die Kerne entfernen und in grobe Würfel schneiden (den Kürbis, nicht die Kerne). Die Zwiebel würfeln und in der ausgelassenen Butter glasig dünsten. Die Kürbiswürfel hinzugeben und das Ganze mit Brühe gut bedecken.

Nach etwa einer Viertelstunde Garzeit mit dem Pürierstab oder einem Kartoffelstampfer pürieren. Die Sahne oder Milch hinzugeben und mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.

Ev. gehackte Petersilie und geröstete Kürbiskerne hinzugeben.

Hauptgang: Hackbraten an Schupfnudeln und Sauerkraut oder Apfelmus

Hackbraten – Zutaten für 4 Personen

kochkurs_hackbraten.jpg

1 große Möhre (100 g)
2 Zwiebeln, 1 Zucchino (ca. 180 g)
je 1 kleine rote und grüne Paprikaschote (à ca. 150 g)
1 kleine Fenchelknolle
2 EL Öl, 500 g Rinderhack
3 EL Quark (20% Fett i. Tr., 90 g)
5 EL Semmelbrösel,
Salz,
Pfeffer,
Muskatnuß,
3 EL geschälte Sesamsamen,
1 EL Mehl
250 ml Gemüsebrühe (Instant)

Zubereitung

  1. Gemüse putzen und waschen. Möhre und Zwiebeln schälen. Beim Zucchino die Enden abschneiden, Paprika von Stiel und Kernen befreien. Vom Fenchel den harten Strunk herausschneiden. Zwiebeln fein würfeln. Möhre, Zucchino, Paprika und Fenchel mit dem Rohkosthobel auf feinster Stufe hobeln.
  2. Elektro-Ofen auf 175 Grad heizen.
  3. Möhren-, Fenchel- und Paprikastreifen und die Hälfte der Zwiebeln in heißem Öl kurz andünsten, Zucchinostreifen untermischen. Mit Hackfleisch, Quark, Semmelbröseln und Gewürzen vermischen und kräftig abschmecken. Mit feuchten Händen einen kleinen länglichen Laib formen.
  4. Hackbraten in einen gefetteten Bräter setzen. Sesam darüberstreuen und gut andrücken. Etwa 60 Minuten bei 175 Grad (Gas: Stufe 2) backen.
  5. Hackbraten aus dem Bräter nehmen, warm halten. Bratensatz mit den übrigen Zwiebeln auf dem Herd erhitzen, Mehl darüberstäuben, Brühe angießen, aufkochen und abschmecken.

Schupfnudeln mit Knoblauch-Kräuterbröseln – Zutaten (für 4 Personen)

1/2 kg mehlige Erdäpfel
1/4 kg Weizenmehl griffig
5 dag Weizengrieß
2 Eier
Muskatnuß
Salz, Pfeffer
1 Bund Gartenkräuter je nach Saison
Knoblauch nach Geschmack (mind. 4 Zehen)
reichlich Semmelbrösel
2 EL Butter

Zubereitung

  1. Die Erdäpfel kochen und ausdämpfen lassen. Wenn sie ausgekühlt sind, zusammen mit Mehl, Grieß und Eiern zu einem lockeren Teig verarbeiten. Mit Muskatnuß, Salz und Pfeffer würzen.
  2. Den Erdäpfelteig zu dünnen Rollen formen, davon kleine Stücke abschneiden und zwischen den Händen rollen („wuzeln“). Die Nudeln in siedendem Salzwasser so lange kochen, bis sie in die Höhe steigen (ca. 5 Minuten), abseihen und gut abtropfen lassen.
  3. Die Gartenkräuter nicht zu fein hacken, den Knoblauch in dünne Scheiben schneiden.
  4. Die Semmelbrösel in Butter anrösten, Kräuter und Knoblauchscheiben kurz mitrösten und die Erdäpfelnudeln darin wälzen („schupfen“).

Nach Wahl reichen wir Sauerkraut und/oder Apfelmus. Beides ist verzehrfertig erhältlich, und wir gehen hier nicht darauf ein.

Dessert: Käsekuchen eschenbachoise

Frau Eschenbach wird die Zubereitung ihres Käsekuchens demonstrieren.