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Skiferienhalbzeit und Nebenabenteuer

Kurz vor dem Jahreswechsel lasse ich eine etwas durchwachsene erste Woche der Skiferien im Schweizer Grindelwald Revue passieren.

Durchwachsen, obwohl wir in einem schönen Chalet wohnen, und bis Mittwoch einschließlich schönstes Wetter hatten, obwohl ich einiges gelernt habe und jetzt ohne Schweißausbrüche rote Pisten fahre, Lisa die Blue Queen mit „ausgezeichnet“ absolviert und das Schlußrennen nur wegen eines gewagten Sturzes als Vierte gemacht hat (sie mag traurig sein, nur Vierte zu sein, ich bin stolz, weil sie etwas gewagt hat).

Durchwachsen, weil Christian schon an Heiligabend, auf den ersten fünfhundert Metern Übungspiste, ein Bein gebrochen hat, und mein Vater, 1.000 km entfernt in Hamburg, an der Kirchentür eine Hüfte. Wegen Osteoporose baute man ihm gleich eine künstliche ein, so macht er jetzt schon wieder seine ersten Schritte in der Nachsorge – und liegt dort prompt in Quarantäne, weil sein Zimmernachbar einen multiresistenten Keim hat. Die Tests müssen noch zeigen, ob er sich in der kurzen Zeit hat anstecken können.

Aktuell ist auch das Wetter nicht so spannend, Schnee wurde zu Regen, und ich schiebe mit Lisa Erkältung.

Schauen wir, was die zweite Woche bringt…

Brombeeren und Sozialkompetenz

Donnerstags lernt Lisa im Lehrschwimmbecken der Janusz-Korczak-Schule schwimmen, und Papi drückt sich eine Dreiviertelstunde herum. In der Halle hält man es angezogen nur ein paar Minuten aus, es ist drückend schwülwarm. Auf dem Hof ist nicht so viel zu sehen, aber ein etwas kultiviertes Brombeergebüsch. Es hängt voller Brombeeren, wie im Schlaraffenland, und es sind Gänge hineingeschlagen, wohl vom Hausmeister, so daß man sich Brombeeren hineinschieben kann, ohne allzu sehr gegen Dornen kämpfen zu müssen, und zwar in jeder Höhe, egal ob man ein Kind wäre oder ein Erwachsener.

Und nun fallen mir zwei Beobachtungen zusammen, und ich frage mich nach der Konklusion:

  1. Diese Schule ist eine Sonderschule (Barbara meint, wenn eine Schule in Deutschland ein Lehrschwimmbecken hätte, wüßte man schon gleich, daß es eine Sonderschule sei). Sie wird also von Kindern besucht, die auf die eine oder andere Weise vom Pisa-Standard abweichen. Glaubt man einiger jüngerer Berichterstattung, z. B. im Spiegel, sind diese Sonderschüler in Deutschland chancenlos, jemals wieder auf den normalen Weg zurückzufinden, abgestempelt vom ersten Tag an. Dabei sei es egal, ob sie eine Behinderung haben oder eine Lernschwäche, oder einfach nur nicht in ein Normraster passen.
  2. Diese Schule ist wie jede Schule voller Kinder, in NRW sind die Schulferien vorbei, aber das Brombeergebüsch wird nicht abgeerntet. Es hängt jeden Donnerstag voll reifer Beeren, süß und fruchtig, und wie gesagt fast ohne brombeertypische Risiken zu erreichen.

Sind also Kinder heutzutage an Brombeeren nicht mehr interessiert? Sind Brombeeren uninteressant, weil Fruchtzwerge, Milchschnitten und Cola interessantere Geschmackserlebnisse darstellen, oder weil Kinder nicht mehr gelernt haben, daß die Natur selbst Produkte bereithält? Oder aber: sind es gerade die Sonderschüler, auf die dies zutrifft? Ist es womöglich genau dieses im Elternhaus nicht mehr Gelebte – die Brombeeren nur stellvertretend für vieles -, das manche Kinder auf einen Ast schiebt, der unter anderem auf der Sonderschule endet? Sind die Brombeeren Wirkung, oder sind sie Ursache? Ich stehe mit vollem Bauch und dunkelroten Fingern und bin ratlos.

GLÜCKW. GEBU.

Wenn man auf diese kryptische Kurznachricht lange genug geblickt hat, kommt man auf „Glückwunsch zum Geburtstag“. Warum das eine schlechte Nachricht ist:

Wer braucht noch weniger Zeichen als Twitter? Richtig, das Display einer Armbanduhr. Genauer, einer Pulsuhr. Der Pulsuhr, die ich immer beim Joggen trage. Nun, und wann hatte ich Geburtstag? Vor einem Vierteljahr! Wann war ich also das letzte Mal joggen? Eben.

Weitere Indizien, daß es allerhöchste Zeit war, das mal wieder zu tun: Die Pulsuhr stand noch auf Winterzeit. Die Jogginghose, die in der Schublade bereit lag, war fleecegefüttert. Jetzt sage ich nichts mehr…

Olymp bestraft Dicke

Das hat mich heute geärgert: Wenn ich mir mal ein Hemd kaufe – selten, denn ich bin ja in keinem Anzug-Job – dann gern ein Olymp Luxor. Die sind zwar nicht billig, aber sehen exzellent aus, sind bügelfrei und die Qualität hat mich noch nie im Stich gelassen. Und inzwischen haben sie auch endlich eine Website mit Shop

Aber: das gute Standardhemd, das Luxor, ist im Laden jetzt 6 € teurer geworden, das Luxor Slim Line aber nicht – ich werde also ob meines Leibesumfangs diskriminiert! Das ist gemein.

Es paßt zum Thema, daß ich mich gerade gestern wieder bei meiner Krankenkasse am Programm „Ernährungs- und Fitnesscoach“ angemeldet habe. Vor einem Jahr hatte ich damit 9 kg abgenommen, dann kamen mir ein paar Dinge dazwischen, jetzt ist die Hälfte wieder drauf. Es wird also Zeit für einen zweiten Durchgang, auch wenn mich das sicher nie auf „Slim Line“ bringen wird…

(Wer übrigens zu einer sehr zufriedenstellenden Krankenkasse mit günstigen Beiträgen und guten Leistungen wechseln will, kann das hier beantragen und mich als Werber benennen…!)