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Leverkusener Neuland-Park, Gewitter, IKEA und die Feuerwehr

Der heutige Ausflug des Familienkreises unserer Kirchengemeinde wurde eher unfreiwillig zu einem Experiment, was man alles in einen Tag mit Kindern hineinpacken kann. Und das ist schon einiges.

Als eher harmloser Ausflug in den Neuland-Park in Leverkusen war es geplant, dieses ehemalige Gartenschau-Gelände kennen wir, das sollte mit kleinen Kindern und einem Picknickrucksack ein ruhiger Selbstgänger sein, gut, denn von Papis #tfruhr2 am Donnerstag in Essen und Mamis Firmensommerfest mit Kind und Kegel am Freitag in der Ratinger Auermühle waren die Akkus schon mal nicht mehr sooo aufgeladen. Das war auch so.

Kinder mit Spaß, Gewitter im Anmarsch
Kinder mit Spaß, Gewitter im Anmarsch

Alles lief recht gut, bis ein (vorherhgesagtes) Gewitter tatsächlich eintrat, worauf des Pfarrers Sohn Polyphobie kriegte (und Pfarrers dann sowieso noch woanders hinwollten) und wir anderen uns in ein Café zurückzogen, die paar Tropfen abwetterten und danach fortfuhren, Spaß zu haben. Als wir uns dann am frühen Abend trennten, hatten die S6-Heimfahrer die Idee, noch beim Schweden vorbeizuschauen, die Kinder noch mal im Småland toben zu lassen und Kötbullar einzuwerfen.

Das gelang wiederum recht planmäßig, Barbara fand auch noch ihre ersehnte Dalarnapferdbackform, doch als es nunmehr endgültig nach Hause gehen sollte, es ging auch auf schwedischen Feierabend zu, griff der jüngste Zwerg beim Aufbruch im Restaurant noch in eine Glasscherbe. Das war immer noch nur eine kleine Havarie, eine freundliche Mitarbeiterin hatte schnell ein Pflaster zur Hand.

Feuerwehr in Schweden
Feuerwehr in Schweden

Wir wissen nicht genau, was dann geschah, jedenfalls gingen eine Minute später überall im Haus die Brandschutztüren zu und kleine Blitzlichter an, und als wir aus dem Gebäude kamen, rollte der erste Zug der Feuerwehr in das augenscheinlich nicht brennende Möbelhaus ein. Wie der Wilde bei der Sonnenfinsternis, fragten wir uns erschreckt: Waren wir das? Hat die Mitarbeiterin beim routinemäßigen Melden in der Hektik des Feierabends das Kennwort für „Kunde verletzt, Ersthelfer rufen“ mit dem für „Möbelhaus brennt, dies ist keine Übung“ verwechselt? Jedenfalls schlichen wir uns rasch und leise davon…

Neulich beim schwedischen Möbelhaus

„Moin, ich hätte gern schwedische Gardinen.“

„Hej, da haben wir das richtige für dich: Das hier ist EDE, genau das angemessene Modell zu einem unschlagbaren Preis!“

Es macht Spaß, wieder mit Playmobil zu spielen, eine Generation später… (OK, die Figuren sind heutigen Baujahrs, aber EDE gehört zu meinem mittelalterlichen Rathaus, das noch fast vollständig erhalten ist.)

Lebe wie du willst!

Juhuu, da ist er! Der aktuelle IKEA-Katalog ist da. Sprichwörtlich der gelben (heutzutage meist blau-gelb gekleideten) Frau T. aus der Hand gerissen, liegt er vor mir auf meinem STOCKHOLM Couchtisch.

Erster Eindruck: Ah ja, Philips ist immer noch Hauptsponsor für Unterhaltungselektronik, ah, und Apple für die Computers. Sehr schön, viele Macbooks und Powermacs. Oh, was ist das denn? MIKAEL präsentiert sich auf S. 195 mit einem Windows-PC von Dell! Na sowas auch… und in dem Zimmer auf S. 190 steht auch ein Dell-Notebook. Ah, immer wenn es heißt „Jugendzimmer“, die Annahme ist wohl, es sei nicht glaubwürdig, daß Kids die aktuellsten Macs haben.

Sonst suche ich grundlegend Neues vergebens. Klar, wenn man während des Katalogjahrs regelmäßig im Einrichtungshaus rumhängt, hat man die neu gekommenen Möbel fast alle schon begrüßt. STOCKHOLM ist jetzt schwarz, zuletzt war es ja eichenbraun, das Möbel desselben Namens, das ich eingangs erwähnte, ist noch aus Birke. Generell scheint der Trend weiße Lackfläche zu braunem Holz, der mir gar nicht gefiel, wieder gestoppt.

Die in den BILLY-Türen aufgenommene Idee, eigene Dekore wie in Wechselrahmen einsetzen zu können, ist jetzt in BESTÅ fortgesetzt, in die ca. 50×50 cm großen Türen kann man eigene Fotoposter aufziehen.

Auf S. 252 wird ein Trend der letzten Zeit fortgesetzt, der Versuch, neben Büromöbeln jetzt auch Ladeneinrichtungen aus normalen IKEA-Möbeln zu bauen. Das wird jetzt als eigene Linie IKEA Business verkauft, und ist manchmal in der Innenstadt tasächlich schon zu sehen, z. B. bei mittelgroßen Geschenkartikelläden, deren Einrichtung komplett in Birke gehalten ist: BILLY, EXPEDIT, LACK…

Es sind wieder viel weniger Menschen im Katalog, vor allem sind es Kinder.