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Ein aufstrebender Stadtteil, oder einer, der zur Bronx wird?

Fredrik Vahle in Rath

Er ist berühmt für seine Anne Kaffeekanne, schon wir Eltern kannten seine Lieder, jetzt auch unsere Kinder. 66 Jahre ist er inzwischen alt, doziert noch und tritt noch auf. So auch heute in St. Josef in Rath, in Hochform, vor ca. 300 Zuschauern, davon ca. 200 untertischkantenhoch.

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Wir waren begeistert, die Kinder wohl auch (obwohl eine Mutter zu Recht meinte, die Eltern hätten wohl mehr mitgenommen als die – teils zu kleinen – Kinder).

Feuer bei Jet-Tankstelle Rather Broich

Feuer kommt zu uns – leider – gern frei Haus: Vor ca. 6 Jahren brannte ein Kaufhaus im Erdgeschoß unserer damaligen Wohnung und wir wurden morgens um 6:00 Uhr evakuiert. Heute brennt die Jet-Tankstelle direkt gegenüber am Rather Broich.

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Oder besser, Glück gehabt, der Laden brennt. Dichter Rauch steigt aus dem rückwärtigen Teil des Gebäudes, auch alle vorderen Schaufenster sind verraucht. Eine Frau wird medizinisch versorgt. Feuerwehrleute mit Atemschutz suchen die Zwischendecke nach Brandnestern ab. Wäre das Kraftstoffdepot auch nur im entferntesten gefährdet, hätte man uns vermutlich schon längst evakuiert. So ist nur die Aufregung groß, ca. 5 Züge der Feuerwehr stehen längs der Straße, tatenlos, nur zwei werden gebraucht. Christian versäumt einiges… Den Löschzug 3 der Münsterstraße hatte er erst vor einem Monat besichtigt.

Zwischenstand: Dorum, Umzug, Malessen, Arcor

So vieles, von dem wir noch gar nicht berichtet haben, daß einmal ein Zwischenbericht her muß:

Vor drei Wochen verbrachten wir eine Woche im Nordseebad Dorum in einem Ferienhaus. Das war eine herrliche Zeit, mit saisonal angepaßtem Wetter (nur ein Regentag, aber ordentlich Sturm), über die noch ausführlicher zu berichten sein wird. Zum Abschluß schafften wir es sogar, zum 80. meines Vaters in Hamburg zu sein.

Dann beschlossen wir, aus strategischen Gründen, die die Gesundheit meiner Großmutter involvierten, unseren Umzug um eine Woche auf den 8. vorzuverlegen. Damit hatten wir nur noch eine Woche, um die Reste zu packen und alles zu organisieren. Ein ungünstiger Augenblick für mich, um eine eitrige Mandelentzündung mit 39,9° Fieber zu entwickeln… somit mußte Barbara einiges allein schultern, wofür ihr Hochachtung gebührt.

Am 8. gelang uns dann erstaunlich glatt der Umzug, Dr. Burger hatte mich rechtzeitig wieder hergestellt. Zusammen mit dem Augusta-Krankenhaus diagnostizierte er auch, daß ich mir schon im Urlaub einen Zeh gebrochen hatte, auch wenn ich versucht hatte, das vor mir selbst zu leugnen…

Jetzt, eine Woche später, legte Arcor genau wie versprochen das Telefon und DSL um. Das muß auch einmal erwähnt werden, es kann auch ohne Komplikationen klappen!

Fahrradterror vom OSD verordnet

Heute morgen in der Oberrather Straße… es ist kurz nach acht Uhr, und der Lieferant der M.-Apotheke erscheint. Die Apotheke ist noch nicht geöffnet; diese Szene wiederholt sich jeden Morgen. Lieferant L. parkt auf der Fahrbahn, raucht sich eine, wartet auf den Apotheker. Der stadteinwärts rushende Autoverkehr wälzt sich an seinem Lieferwagen vorbei.

Da erscheint, neu, eine weiße Maus vom OSD. Hält an, beginnt das Gespräch mit dem L. Wir können vom dritten Stock aus den Dialog nur anhand der Faktenlage rekonstruieren (unter Auslassung erheblicher Emotionsbewegung, durch Handbewegungen erkennbar): „Sie können hier nicht halten.“ – „Ich muß hier aber halten, ich beliefere die Apotheke, ich bin auch gleich wieder weg.“ – „Hier können Sie nicht halten, fahren Sie woanders hin.“

Es kommt, wie es kommen muß, L. steigt ein, fährt ein Haus weiter, und parkt dort quer auf dem Gehweg/Fahrradweg (dem für beide Richtungen) – unter dem Auge und sogar offenkundig aufmunternden Antrieb des OSD-Motoristen.

Fazit: Daß der Lieferant jetzt den Fahrrad- und Kinderwagenverkehr blockiert, ist dem OSD qua Amt vergleichsweise egal, solange er dafür die Fahrbahn freihält, ergo: der Fahrradfahrer ist qua Amt ein Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse.

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Atelier Poetica – Breuer bei der Nacht der Museen

Auch in diesem Jahr gibt es in Düsseldorf wieder eine Nacht der Museen. Und diesmal kommt auch ein Rather zum Zug: Dieter Breuer, der in seinem Atelier Poetica auf der Oberrather Straße ansässig ist, stellt im Comtoise Uhren Museum seine „poetischen Maschinen“ zur Schau.

In Rath ist Breuer durch seine lebhaften Schaufensterdekorationen bekannt, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Staunen bringen. Seine phantasievoll selbst gefertigten Apparate, Dioramen und Arrangements laden zum Stehenbleiben und Nase-Plattdrücken ein.

Bernd Deckert hat sich vor allem in der Welt der Comtoise-Uhren einen Namen gemacht, als rühriger Händler (zuletzt inszenierte er einen Zusammenbau-Wettbewerb dieser im Prinzip einfachen Uhr aus dem 17. Jahrhundert in einem Kaufhaus) und eben auch Aussteller in seinem Museum.

Koreanisches Kochkursmenü

Vorspeise: Kürbissuppe

Kürbiscremesuppe – Zutaten

1 Kürbis (Hokaido) ca. 1 kg,
1 Zwiebel
50 gr Butter
Gemüsebrühe oder gekörnte Brühe
Pfeffer, Salz, Muskatnuss
1/4 l Milch oder Sahne
ev. Petersilie
ev. geröstete Kürbiskerne

Zubereitung

Den Kürbis vierteln, die Kerne entfernen und in grobe Würfel schneiden (den Kürbis, nicht die Kerne). Die Zwiebel würfeln und in der ausgelassenen Butter glasig dünsten. Die Kürbiswürfel hinzugeben und das Ganze mit Brühe gut bedecken.

Nach etwa einer Viertelstunde Garzeit mit dem Pürierstab oder einem Kartoffelstampfer pürieren. Die Sahne oder Milch hinzugeben und mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.

Ev. gehackte Petersilie und geröstete Kürbiskerne hinzugeben.

Hauptgang: Hackbraten an Schupfnudeln und Sauerkraut oder Apfelmus

Hackbraten – Zutaten für 4 Personen

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1 große Möhre (100 g)
2 Zwiebeln, 1 Zucchino (ca. 180 g)
je 1 kleine rote und grüne Paprikaschote (à ca. 150 g)
1 kleine Fenchelknolle
2 EL Öl, 500 g Rinderhack
3 EL Quark (20% Fett i. Tr., 90 g)
5 EL Semmelbrösel,
Salz,
Pfeffer,
Muskatnuß,
3 EL geschälte Sesamsamen,
1 EL Mehl
250 ml Gemüsebrühe (Instant)

Zubereitung

  1. Gemüse putzen und waschen. Möhre und Zwiebeln schälen. Beim Zucchino die Enden abschneiden, Paprika von Stiel und Kernen befreien. Vom Fenchel den harten Strunk herausschneiden. Zwiebeln fein würfeln. Möhre, Zucchino, Paprika und Fenchel mit dem Rohkosthobel auf feinster Stufe hobeln.
  2. Elektro-Ofen auf 175 Grad heizen.
  3. Möhren-, Fenchel- und Paprikastreifen und die Hälfte der Zwiebeln in heißem Öl kurz andünsten, Zucchinostreifen untermischen. Mit Hackfleisch, Quark, Semmelbröseln und Gewürzen vermischen und kräftig abschmecken. Mit feuchten Händen einen kleinen länglichen Laib formen.
  4. Hackbraten in einen gefetteten Bräter setzen. Sesam darüberstreuen und gut andrücken. Etwa 60 Minuten bei 175 Grad (Gas: Stufe 2) backen.
  5. Hackbraten aus dem Bräter nehmen, warm halten. Bratensatz mit den übrigen Zwiebeln auf dem Herd erhitzen, Mehl darüberstäuben, Brühe angießen, aufkochen und abschmecken.

Schupfnudeln mit Knoblauch-Kräuterbröseln – Zutaten (für 4 Personen)

1/2 kg mehlige Erdäpfel
1/4 kg Weizenmehl griffig
5 dag Weizengrieß
2 Eier
Muskatnuß
Salz, Pfeffer
1 Bund Gartenkräuter je nach Saison
Knoblauch nach Geschmack (mind. 4 Zehen)
reichlich Semmelbrösel
2 EL Butter

Zubereitung

  1. Die Erdäpfel kochen und ausdämpfen lassen. Wenn sie ausgekühlt sind, zusammen mit Mehl, Grieß und Eiern zu einem lockeren Teig verarbeiten. Mit Muskatnuß, Salz und Pfeffer würzen.
  2. Den Erdäpfelteig zu dünnen Rollen formen, davon kleine Stücke abschneiden und zwischen den Händen rollen („wuzeln“). Die Nudeln in siedendem Salzwasser so lange kochen, bis sie in die Höhe steigen (ca. 5 Minuten), abseihen und gut abtropfen lassen.
  3. Die Gartenkräuter nicht zu fein hacken, den Knoblauch in dünne Scheiben schneiden.
  4. Die Semmelbrösel in Butter anrösten, Kräuter und Knoblauchscheiben kurz mitrösten und die Erdäpfelnudeln darin wälzen („schupfen“).

Nach Wahl reichen wir Sauerkraut und/oder Apfelmus. Beides ist verzehrfertig erhältlich, und wir gehen hier nicht darauf ein.

Dessert: Käsekuchen eschenbachoise

Frau Eschenbach wird die Zubereitung ihres Käsekuchens demonstrieren.