Artikel-Schlagworte: „schweiz“

Marias 70. Geburtstag

Montag, 7. Dezember 2009

Barbaras Tante hat ihren 70. gefeiert, und auch wir waren eingeladen. Ein großes Ereignis – die pensionierte Lehrerin ist Weltreisende, Karateka und mit reicher Verwandtschaft gesegnet – 120 Leute kamen zusammen.

Maria mit Torte

Maria

Eine Gang von Schutzgelderpressern half, Marias Reisekasse aufzubessern

Eine Gang von Schutzgelderpressern half, Marias Reisekasse aufzubessern

unweigerliche Ansprache...

unweigerliche Ansprache...

beeindruckende Darbietung dreier Schwarzgurte

beeindruckende Darbietung dreier Schwarzgurte

es wurde dann auch noch ausgelassener getanzt

es wurde dann auch noch ausgelassener getanzt

Martin und Luisa servieren typisches Tessiner Risotto für 120 Personen

Martin und Luisa servieren typisches Tessiner Risotto für 120 Personen

der kleine Jann stützt schon den Balken

der kleine Jann stützt schon den Balken

Zum Abschluß fanden wir noch Gelegenheit, eine der verbleibenden Urgroßmütter zu besuchen.

Urgroßmutter, Enkelin und Urenkelin

Urgroßmutter, Enkelin und Urenkelin

1. August

Freitag, 1. August 2008

Der erste August ist der schweizerische Nationalfeiertag, und wir haben beschlossen, ihn mit ein paar Freunden und ein paar auf der Schweizreise besorgten Dekorationen zu begehen.

Es wurde ein schönes Fest, bei dem auch das Wetter vollauf mitspielte. Die Kinder durften richtig lange aufbleiben – hoffentlich reut uns das nicht später am Wochenende…

Schweizreise: Interlaken – Bern (56,2 km)

Donnerstag, 10. Juli 2008

der deutsche ICE in Interlaken

Ein strahlender Tag. Die Großeltern fahren die Kinder nach Spiez ins Schwimmbad, wir radeln die See-Nordseite via Thun bis Bern. In Thun wollte Barbara sogar noch einen Abstecher ins Seenland fahren – in Bern dann nicht mehr.

Abends essen wir am Camping (es ist wieder Eichholz, was uns auf der Hinfahrt gefiel, behalten wir auf der Rückfahrt bei).

Schweizreise: Brienz (Rothornbahn) – Interlaken (23,7 km)

Mittwoch, 9. Juli 2008

Brienz-Rothorn-Bahn

Früh am Morgen stehen wir parat, mit der Dampfeisenbahn wollen wir aufs Brienzer Rothorn. Das Wetter ist vielversprechend. Für die Bergfahrt (1.678 Höhenmeter, die möchte ich nicht mit dem Fahrradanhänger machen) werden wir leider in einen Dieselzug gesetzt, aber die spätere Talfahrt können wir unter Dampf absolvieren. Es ist herrlich oben auf dem Berg, etwas kühl, aber ein Genuß. Trotz meiner leichten Höhenangst mag ich den Ausblick genießen – 2.350 Höhenmeter zeigt der GPS auf der Aussichtsplattform, wo sich die Grenzen der drei Kantone Obwalden, Bern und Luzern treffen (unsere Berührung mit Obwalden soll sich auf diese paar Sekunden beschränken).

Es soll noch am selben Nachmittag zurück nach Interlaken gehen, deshalb picknicken wir in Brienz am Seeufer. Das Gepäck reist für die Rückfahrt im Auto der Großeltern, damit flutscht die Tour noch einmal so gut. Wir nächtigen noch einmal bei Marlies Balmer, diesmal auf der anderen Wiese, unser alter Platz steht gerade den Kühen zur Verfügung…

Schweizreise: Interlaken – Brienz (23,7 km)

Dienstag, 8. Juli 2008

Schönes Wetter überm See

Wir treffen die Großeltern! Nach kurzer Einweisung mit Navi und Natel finden Nonna und Nonno den Bauernhof der Balmers am Ortsausgang auch von der Autoseite aus. Es ist ein bedeckter, aber schöner Tag, und die Fahrt soll weitergehen nach Brienz. Sicher nicht über den Katzenpfad… aber wohl über das Nordufer des Sees, und damit über die alte Eisenbahnbrücke am Haus.

Die Fahrt flutscht. Ein Picknick am Seeufer rundet die Tour ab.

In Brienz entscheiden wir uns für das Camping Aaregg, es ist schön und hat so legendäre kindgerechte Vorrichtungen wie ein Kinder-Waschhaus mit Elefantenkopf-Duschen und einen schönen, großen Spielplatz, aber es ist auch so ein großes Ding, wie wir es nicht so schätzen, und kostet rekordverdächtige 44 CHF.

Abends essen wir alle zusammen in der campingplatzeigenen Pizzeria “Da Luca”, die ist wirklich zu empfehlen.

Schweizreise: Erlenbach

Montag, 7. Juli 2008

Nach kurzem Morgenregen wird es ein schöner Tag. Wir fahren nach Erlenbach, um die Bisnonna, die Urgroßmutter zu besuchen – allerdings mit der Bahn.

Schweizreise: Interlaken

Sonntag, 6. Juli 2008

Ein Regentag, an dem wir nur einen kleinen Spaziergang zur Seilbahn “Heimwehfluh” unternehmen und im Migros-Restaurant zu Mittag essen.

Schweizreise: Ringgenberg (6 km)

Samstag, 5. Juli 2008

Es sollte fahrradtechnisch nur ein kleiner Ausflug werden: Mit der Cousine hatten wir uns in Ringgenberg verabredet, wo eine mittelalterliche Burgkirche nach Restaurierung mit einem “Mittelalterlich Spectaculum” eröffnet werden sollte. Strecke: Nur wenige Kilometer, aber ein paar Höhenmeter.

Auf diesem Weg – aber nur auf diesem – rächte es sich, keine kleinmaßstabige Karte zu haben. Denn was hier harmlos aussah, einmal über die alte Eisenbahnbrücke und dann oberhalb der Eisenbahnlinie einen kleinen Berg überwinden, nennt sich lokal “Katzenpfad”, und anderen als Katzen, die immer wieder auf ihre Pfoten fallen, ist der Gebrauch auch nicht angeraten.

Die ca. 80 (!) Höhenmeter hinter der Brücke verbrachte ich überwiegend schiebend, fast möchte ich sagen tragend; auf einem extrem schmalen Schotterpfad neben dem Abgrund war meine größte Sorge, daß der Hänger mir seitlich wegrutschen möge, an Fahren war ohnehin nicht zu denken. Mit Grauen dachte ich an das womöglich gleiche Herunter auf der anderen Seite, doch dort wartete glücklicherweise eine schmale Asphaltstraße auf uns. Völlig abgekämpft kamen wir im Mittelalter an.

Blide

Das Fest war dann erfreulicherweise eine reiche Entschädigung für den strapaziösen Weg. Wer schon immer einmal bei strahlendem Sonnenschein sehen wollte, wie eine Blide echte Steine auf die echte Burgmauer schleudert, oder eine Burgführung mit einem kostümierten Archäologieprofessor genießen, zum Mittagessen den Kopf eines Spanferkels essen (weil der Koch dem Chronisten versicherte, das sei das beste Stück – und es könnte stimmen), der war hier richtig.

Und der Rückweg, längs der Straße, war nur um ein Kurzes länger, aber erheblich entspannender!

Schweizreise: Interlaken

Freitag, 4. Juli 2008

Interlaken-Ost

Der Tag beginnt mit einem herrlichen, sonnigen Frühstück auf der Wiese direkt vor unserem Zelt. Gegen Mittag gehen wir zu Fuß ins Stadtzentrum, es sind ja nur ein, zwei Kilometer. Vor dem Bahnhof Interlaken-Ost ist ein Brunnen, groß wie ein Fußballfeld und nur wenige Zentimeter flach. Die Kinder tollen, spritzen, genießen es – und sind ratz-fatz pitschnaß. Muß Papi eben zurück und die Kutsche und Ersatzklamotten holen…

Als nächster Programmpunkt nach dem Mittagessen ist dann der Besuch der Dampf-Überholungswerkstätten geplant. Das Thema hätte Christian interessieren mögen, doch leider brauchen kleine Würmer noch Mittagsschlaf… in der Kutsche versäumt er es, wie Papi mit dem betagten Restaurator plaudert, der für eine Lok-Generalüberholung schon zehn Jahre ansetzt. Gottseidank hat er einen Nachfolger, den er ausbildet, denn das wird sicher seine letzte Lok gewesen sein.

Draußen sehen wir dann noch mehr Kutschen: Das “Bödeli-Tram” ist der Touristen-Pferdeverkehr, und vor dem Coop steht ein alter Burley Cub, Baureihe deutlich vor unserer eigenen anzusetzen.

Schweizreise: Thun – Interlaken (30 km)

Donnerstag, 3. Juli 2008

Gelingt der Zeltabbau noch trocken, gibt es dann Regen. Die Auffahrt nach Spiez bietet die erste Steigung von 70 Höhenmetern. Kaum kommen wir oben am Bahnhof an und wollen im Migros noch schnell etwas Proviant fassen, ergießt sich ein Gewitter. Unter dem Vordach des Güterbahnhofs wettern wir dieses ab. Danach klart es rasch wieder auf, aber die steile Abfahrt wieder herunter auf Seeniveau nach Faulensee müssen wir auf nasser Fahrbahn absolvieren. Mit dem Gespann im Nacken kriegt Papi ganz schön Bammel – als es gerade richtig rund geht, auch noch ein lautes “Peng – klacklacklack” von hinten. Etwas war offensichtlich in die Speichen geraten, ratterte eine Weile und flog dann weg. Auf einer Hofeinfahrt komme ich zum schlitternden Halt und höre auch schon von hinten: “Papi! Deine Fahne ist weg!” Aha. Ein schweizerischer Autofensterwimpel, im Nachgang der EM waren sie zu verschenken, hatte sich als Danaergeschenk und Wurfgeschoß erwiesen. Zum Glück war außer dem Ding selbst nichts beschädigt.

Faulensee

Zum Mittagessen pausieren wir in Faulensee. Am Seeufer thront ein brandneu eingerichteter Dorfbegegnungs- und Spielplatz. Wunderbare Geräte, Tische und Bänke, öffentliche Toiletten. Blick auf den See und die Anlegestelle des Dampfschiffs “Bluemlisalp”. Schönes Wetter, wenn auch etwas unsicher, den Regen müssen wir zuerst noch von den Spielgeräten abwischen, um pitschnasse Kinderhosen zu vermeiden. Erst am kommenden Samstag, so erfahren wir beiläufig, soll die Anlage eingeweiht werden. Ein paar Sicherheitstechniker kommen, anscheinend zur Abnahme, dann auch die ersten Dorfkinder.

Schlaf-im-Stroh

Spätnachmittags kommen wir in Interlaken an. Die ersten Campingplätze liegen schon im Westen am Thunersee, sie lassen wir aber unbesehen links liegen und fahren durch das touristisch voll erschlossene Stadtzentrum nach Osten, an den Brienzersee. Auch dort ein TCS-Camping, dies inspizieren wir, aber wir wollen etwas anderes: ein “Schlaf-im-Stroh“. Im Stroh schlafen überlassen wir zwar anderen, aber diese Bauernhöfe lassen auch Gäste campieren und die Infrastruktur mit nutzen. Als einziges Zelt stehen wir so bei Familie Balmer auf der Wiese, direkt neben dem komfortablen Aufenthalts- und Frühstücksraum und nahe bei den Duschen, der ganze Hof liegt ca. 1 km vom Bahnhof Interlaken Ost entfernt (und keine 100m von einer Eisenbahnbrücke, die Bahn fährt also fast über uns). Für nur 20 CHF dürfen wir bei Marlies Balmer neben dem Camping auch noch gleichalte Kinder, Katzen und Kaninchen genießen.

Abends Regen. Muß wohl sein, aber wenn es weiter nichts ist.