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Simyo: Ich hab‘ den Kaffee auf

Liebe Antoniya vom Community Team, die auf diesen Beitrag reagiert hatte, lieber Marco Sch. vom Service Team, der mir daraufhin – noch im September – verbindlich die Zahlung der ausstehenden Restguthaben zugesagt hatte, liebes Zahlungs-Team, das dies über einen Monat lang nicht getan hat, liebe Katharina U. und Ann Kathrin M., wiederum vom Service Team, die mir jetzt wieder mit neuen Standard-Textbausteinen antworten statt sich in den Fall einzulesen, ich muß sagen, ich hab‘ den Kaffee auf.

Vielleicht ist es ja der einzige Weg, das öffentlich zu schreiben. Vielleicht liest es dann ja wieder das Community Team, da scheint es ja Fäden zu geben, die man ziehen kann. Und vielleicht kommt dann ja auch etwas mehr als vollmundige, öffentlichkeitswirksame Entschuldigungen, sondern tatsächlich einfach das mir zustehende Geld.

Denn das ist das Interessante, was ich bei dieser Gelegenheit und einer früheren, bei der es Ärger mit Vodafone gab, gelernt habe: Der einzelne Kunde an der Hotline ist machtlos. Auf Öffentlichkeitswirksames (Springers „Bild kämpft für Sie“, heises „Vorsicht Kunde“, oder eben auch nur ein kleiner Blogger und Twitterer) aber wird reagiert.

Simyo – weil einfach einfach mal genug ist

Liebe Simyo, ich habe euch gemocht, viele Jahre lang, aber jetzt habe ich den Kaffee auf.

Ich habe euren Tarif anfangs toll, später OK gefunden (die anderen wurden eben immer billiger, und ihr habt nicht nachgezogen), und ich habe euer automatisches Aufladen wirklich geschätzt. Als absolute Wenigtelefonierer hat unsere Familie – wir waren mit 5 Karten bei euch – es weniger toll gefunden, wenn nach 12 Monaten die Karte gesperrt wurde, obwohl Guthaben drauf war, und wir ein Mail kriegten „Ihre Zeit mit Simyo läuft ab“ – das mag lustig gemeint gewesen sein, aber vermitteln Sie die Art Humor mal meinem 82jährigen Vater.

Nun, jetzt läuft unsere Zeit mit Simyo ab, und wir finden es gar nicht toll, welche Verrenkungen wir am Ende ausführen müssen, um das Restguthaben aus unseren Karten herauszubekommen. Im Juli habe ich gewechselt, habe um Rückerstattung gebeten, und jetzt bekomme ich eine Mail mit einem PDF-Formular.

Wäre es sehr unverschämt vorzuschlagen, daß Sie den kündigenden Teilnehmern dieses Formular ungefragt zusenden? Immerhin ist es keine Gnade, das Restguthaben zurückzuerstatten, sondern ein Rechtsanspruch. Zu spekulieren, die meisten würden es schon verfallen lassen, ist also keine legitime Praxis.