Schlagwort-Archive: Spökes

Alles was sonst nirgendwo hin paßte, Daily Rants usw.

Neulich beim schwedischen Möbelhaus

„Moin, ich hätte gern schwedische Gardinen.“

„Hej, da haben wir das richtige für dich: Das hier ist EDE, genau das angemessene Modell zu einem unschlagbaren Preis!“

Es macht Spaß, wieder mit Playmobil zu spielen, eine Generation später… (OK, die Figuren sind heutigen Baujahrs, aber EDE gehört zu meinem mittelalterlichen Rathaus, das noch fast vollständig erhalten ist.)

Dem Ingenieur ist nichts…

…zu schwör. Aber was ist eigentlich typisch an einem Ingenieur? Als Student einer Uni mit ingenieurwissenschaftlichem Trakt und mit einer Ingenieurin Verheirateter war mir das klar – aber wohin entwickelt sich der Ing. als Dipl.- in seinem Leben? Der VDI-Verlag ist dem mal nachgegangen und hat ausgerechnet YouTube als Medium für ein paar herzlich lachenswerte Filmchen verwendet:

Olymp bestraft Dicke

Das hat mich heute geärgert: Wenn ich mir mal ein Hemd kaufe – selten, denn ich bin ja in keinem Anzug-Job – dann gern ein Olymp Luxor. Die sind zwar nicht billig, aber sehen exzellent aus, sind bügelfrei und die Qualität hat mich noch nie im Stich gelassen. Und inzwischen haben sie auch endlich eine Website mit Shop

Aber: das gute Standardhemd, das Luxor, ist im Laden jetzt 6 € teurer geworden, das Luxor Slim Line aber nicht – ich werde also ob meines Leibesumfangs diskriminiert! Das ist gemein.

Es paßt zum Thema, daß ich mich gerade gestern wieder bei meiner Krankenkasse am Programm „Ernährungs- und Fitnesscoach“ angemeldet habe. Vor einem Jahr hatte ich damit 9 kg abgenommen, dann kamen mir ein paar Dinge dazwischen, jetzt ist die Hälfte wieder drauf. Es wird also Zeit für einen zweiten Durchgang, auch wenn mich das sicher nie auf „Slim Line“ bringen wird…

(Wer übrigens zu einer sehr zufriedenstellenden Krankenkasse mit günstigen Beiträgen und guten Leistungen wechseln will, kann das hier beantragen und mich als Werber benennen…!)

Hallo Herr Sarrazin

Also, das ist doch irgendwie ungeheuerlich. Als Sarrazin sagte, mit Pullover könne man auch auf 16° gehen, bekam er Schelte von allen Seiten, und ich dachte mir, naja, das hat gar nicht soviel mit Armut zu tun, mehr mit Ökologie. Sechzehn Grad fand ich jedenfalls etwas übertrieben asketisch, aber mit einem Fleece kann man schon was aushalten.

Jetzt geht es hier auf 18° runter, und ich unasketisches Weichei friere wie ein Hund, trotz Fleece. Ich gehe jetzt in den Keller und drehe den Gefahrenhebel auf „Winter“!

Befreiphone

Erklären muß man das schon mal kurz, obwohl es sicher schon etliche gehört haben: Man kann ein Apple iPhone gewinnen, wenn man die Heldentat vollbringt, bei Google auf Platz 1 für das herrlich kranke Wort Befreiphone zu stehen. Ein Befreiphone ist, wie schon erörtert, ein iPhone, das befreit wurde, sprich, das eine arme Rübennase wie ich mit meinem Simyo-Kärtchen nutzen kann – was ich sonst nicht könnte, selbst wenn ich in einen T-Punkt spazierte und 1.000 € auf den Ladentisch legte. Die Chikatze brachte mich auf die Idee, und ein gewisser Herr macnotes ist der Sponsor.

So, eine kleine Lektion in Sachen SEO an die geneigten Leser: damit das auch was wird, müßt ihr mir helfend zur Seite stehen, z. B. indem ihr einen Link auf diesen Artikel setzt. Der müßte dann ungefähr so aussehen:
<a href="http://www.arbs.de/2008/09/10/befreiphone/">Befreiphone</a>
Und ja, es kommt drauf an, wie der Link heißt, nämlich Befreiphone. Mindestens ebenso, wie, wohin er zeigt.

Aber mindestens ebenso klar ist, daß es nicht reicht, wenn ein einzelner Blogger wie ich seine bescheidenen Fähigkeiten in der Suchmaschinenoptimierung anwendet, sondern daß diese Schlacht nur zu gewinnen ist, wenn ihr alle mit mir an einem Strang zieht. Also, hau-ruck!

Technorati und Dinge, die mich ärgern

Soeben habe ich mein Blog bei Technorati eingetragen. Und bin dabei wieder auf Dinge gestoßen, die mich ärgern. Dazu gehören Registrierungsformulare, die einem nicht vorher sagen, daß der gewünschte Benutzername schon vergeben ist und einen dann auf dasselbe Formular zurückwerfen, wo man die Hälfte der Daten noch einmal eingeben muß (hier Kennwort, Kennwortwiederholung und Captcha), ehe man noch einmal raten darf – drei Versuche brauchte ich. Dann ärgern mich Validierungs-E-Mails, die nicht sofort kommen, sondern erst ein paar Stunden später. Egal, jetzt bin ich dort also registeriert, hier ist mein Technorati Profile (es muß hier zwar in Deutschland Profil heißen, aber ich dürfe, sagen sie, den Link nicht ändern).

A propos Dinge, die mich ärgern, dazu gehören auch Thriller, in denen der Autor den Schurken so böse gemacht hat, daß er selbst überzeugt ist, daß am Ende kein anderer Ausgang denkbar ist als daß der Held ihn erschießt. Auch Jonathan Kellerman – Obsession ging so aus. Naja. 

Lebe wie du willst!

Juhuu, da ist er! Der aktuelle IKEA-Katalog ist da. Sprichwörtlich der gelben (heutzutage meist blau-gelb gekleideten) Frau T. aus der Hand gerissen, liegt er vor mir auf meinem STOCKHOLM Couchtisch.

Erster Eindruck: Ah ja, Philips ist immer noch Hauptsponsor für Unterhaltungselektronik, ah, und Apple für die Computers. Sehr schön, viele Macbooks und Powermacs. Oh, was ist das denn? MIKAEL präsentiert sich auf S. 195 mit einem Windows-PC von Dell! Na sowas auch… und in dem Zimmer auf S. 190 steht auch ein Dell-Notebook. Ah, immer wenn es heißt „Jugendzimmer“, die Annahme ist wohl, es sei nicht glaubwürdig, daß Kids die aktuellsten Macs haben.

Sonst suche ich grundlegend Neues vergebens. Klar, wenn man während des Katalogjahrs regelmäßig im Einrichtungshaus rumhängt, hat man die neu gekommenen Möbel fast alle schon begrüßt. STOCKHOLM ist jetzt schwarz, zuletzt war es ja eichenbraun, das Möbel desselben Namens, das ich eingangs erwähnte, ist noch aus Birke. Generell scheint der Trend weiße Lackfläche zu braunem Holz, der mir gar nicht gefiel, wieder gestoppt.

Die in den BILLY-Türen aufgenommene Idee, eigene Dekore wie in Wechselrahmen einsetzen zu können, ist jetzt in BESTÅ fortgesetzt, in die ca. 50×50 cm großen Türen kann man eigene Fotoposter aufziehen.

Auf S. 252 wird ein Trend der letzten Zeit fortgesetzt, der Versuch, neben Büromöbeln jetzt auch Ladeneinrichtungen aus normalen IKEA-Möbeln zu bauen. Das wird jetzt als eigene Linie IKEA Business verkauft, und ist manchmal in der Innenstadt tasächlich schon zu sehen, z. B. bei mittelgroßen Geschenkartikelläden, deren Einrichtung komplett in Birke gehalten ist: BILLY, EXPEDIT, LACK…

Es sind wieder viel weniger Menschen im Katalog, vor allem sind es Kinder.

Warum Jobs aus mir so keinen Apple-Freund machen wird

Es war mal wieder so weit, daß eine Website mir einen Film nur als Quicktime-Video präsentieren wollte. QuickTime aber, lange ungeliebt in einer Ecke der Festplatte gelegen, verlangte nach einem Online-Update.

Das tut ja heutzutage jedes Programm, und so gewährte ich ihm den Wunsch. Bei der Installation sagte es mir, daß es gern Safari installieren würde, ich sagte nein. Mehr Vorschläge hatte es nicht zu machen. Bei meinem nächsten Besuch in der Systemsteuerung fand ich neu MobileMe, Bonjour und iTunes vor. Keines dieser Tools hatte ich eingeladen, keins hatte mich gefragt. Bonjour ist dabei harmlos, MobileMe richtig schlecht und iTunes bekanntlich aus Gründen digitalen Rechteentzugs verachtenswert. Die Deinstallation – Komponente für Komponente – verlangt zudem einen Neustart.

Mit solcher Politik wird es Apple nicht gelingen, mich zum Freund zu gewinnen.

Gesundes Leben und gesunder Menschenverstand

Mit dem Vertrauen höherer Instanzen in des gemeinen Menschen gesunden Menschenverstand ist es ja nicht mehr weit her; auch man selbst sieht aber oft genug Gründe, am „common sense“ seiner Mitmenschen zu zweifeln.

Gegenwärtig hält man es wohl für gegeben, einer drohenden Gravitationsunwucht unseres Planeten durch kollektives Übergewicht der Mitteleuropäer entgegenzuwirken, da der einzelne Bürger es anscheinend nicht schafft, diese Situation unter Kontrolle zu bringen (stimmt, kann ich aus persönlicher, leidvoller Erfahrung bestätigen, doch liegt es bei mir nicht an mangelnder Information – ich weiß nur zu genau, was in dieser Schokolade und jenem Bier enthalten ist…). Daß das nicht nur bei uns so ist, ist mir auch in den zuletzt bereisten Nachbarländern Niederlande und Schweiz aufgefallen, wo der Anteil fettreduzierter Produkte größer ist als der originalbelassener. In der Schweiz, dem Land der Kühe, war es mir in manchen Supermärkten schier unmöglich, Vollmilch zu kaufen! In der hintersten Ecke hinter „Milchdrinks“ mit 0,1%, 1,5%, 2,7% Fettgehalt stand sie schamvoll versteckt. Unser Landwirtschafts- und Industrielobbyminister Verbraucherschutzminister Seehofer sorgt durch Verwässerung dabei eher für Verwirrung. Eine Ampel, also eine wirklich klare Kennzeichnung, ist mit ihm nicht zu machen. Statt dessen werden derzeit die Kalorien-, Fett- und Zuckerwerte auf den meisten Produkten als prozentualer Anteil eines GDA von 2.000 Kalorien angegeben. Ob das hilft, mag ich bezweifeln: So weiß ich aus meiner Berufsschulklasse von 1988 (alles Abiturienten), daß Prozentrechnung wirklich nicht eben fest in der Bevölkerung verwurzelt ist. Außerdem sind 2.000 Kalorien genug für einen körperlich arbeitenden Mann. Die meisten Menschen werden gut mit weniger auskommen, wollen sie in Wahrheit Gewicht abbauen, müssen sie sogar noch weiter runter (ich z. B. auf 1.200), d. h. die Werte sind schon mal um mindestens ein Viertel überhöht.

Auch andere Länder haben Packungsbeilagen, die einen arglosen Leser in trügerischer Sicherheit wiegen könnten. Eine Flasche holländischer Pfannkuchensirup, also reiner Zucker, das Teufelszeug, das es nach Meinung echter Gesundheitsfanatiker am besten nur in der Apotheke geben dürfte, enthält den Hinweis „Zucker und Zuckerprodukte passen zu einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung und einem aktiven Lebensstil.“

Einige der Auswüchse, die das Bemühen, unser Leben zu deichseln, annimmt, lassen aber wiederum am gesunden Menschenverstand ihrer Verfasser zweifeln. So fand ich auf einer Tüte Milch in der Schweiz die folgende Produktinformation: „Milch. Zutaten: Milch. Allergikerinformation: enthält Milch.“ Ach so.