Schlagwort-Archive: Technospeak

Diesen Knopf bitte nicht noch einmal drücken

Technorati und Dinge, die mich ärgern

Soeben habe ich mein Blog bei Technorati eingetragen. Und bin dabei wieder auf Dinge gestoßen, die mich ärgern. Dazu gehören Registrierungsformulare, die einem nicht vorher sagen, daß der gewünschte Benutzername schon vergeben ist und einen dann auf dasselbe Formular zurückwerfen, wo man die Hälfte der Daten noch einmal eingeben muß (hier Kennwort, Kennwortwiederholung und Captcha), ehe man noch einmal raten darf – drei Versuche brauchte ich. Dann ärgern mich Validierungs-E-Mails, die nicht sofort kommen, sondern erst ein paar Stunden später. Egal, jetzt bin ich dort also registeriert, hier ist mein Technorati Profile (es muß hier zwar in Deutschland Profil heißen, aber ich dürfe, sagen sie, den Link nicht ändern).

A propos Dinge, die mich ärgern, dazu gehören auch Thriller, in denen der Autor den Schurken so böse gemacht hat, daß er selbst überzeugt ist, daß am Ende kein anderer Ausgang denkbar ist als daß der Held ihn erschießt. Auch Jonathan Kellerman – Obsession ging so aus. Naja. 

Testflug mit Google Chrome

Dieses Posting hat heute wohl jeder Technikinteressierte auf seinem Blog. Denn gestern abend ist hoplahopp aus dem Nichts Google Chrome erschienen, der Browser zur Suchmaschine von den Machern derselben. Beta natürlich – alles bei Google ist Beta. 

Dieses Posting wird denn auch schon brav im neuen Browser geschrieben. Mal sehen, ob er sich signifikant besser anstellt als andere.

Schlecht kommt er jedenfalls nicht daher. Im „Chrome“ (damit meint der Entwickler wörtlich die äußere Hülle, „das, was man anfassen kann“) steckt das Beste aller Welten, und damit eher nichts, was Nutzer von Firefox oder Opera nicht schon einmal gesehen hätten. Daß die Tabs oben an der Kante kleben, ist keine Revolution. (Und: warum muß das Chrome wie Windows Vista aussehen, obwohl ich doch ein oller XP-Nutzer bin?)

Die Revolution soll unter der Haube stecken. Webkit, Gears, eine neue Javascriptmaschine, besseres Speicher- und Crashmanagement sind die Schlagworte, die einen aufhorchen lassen. Das aber sieht man nicht auf einen Blick, dafür muß man ihn etwas länger testen. Wir sind gespannt.

Wer Lust auf technische Erläuterungen hat und des Englischen mächtig ist, sollte sich den Comic ansehen. Die Idee, eine hochkomplexe, hochtechnische und richtig lange Präsentation als Comic zu verpacken, ist originell und führte zum gewünschten Ergebnis: ich habe sie bis zum Ende durchgehalten, ca. 40-50 Seiten und teilweise recht starker Tobak von Entwicklern aus dem Bauch der Maschine, langweilig und schwer verständlich also normalerweise.

Und ein Plugin zum Blockieren von GoogleAds wird es wohl so schnell nicht geben 🙂

Warum Jobs aus mir so keinen Apple-Freund machen wird

Es war mal wieder so weit, daß eine Website mir einen Film nur als Quicktime-Video präsentieren wollte. QuickTime aber, lange ungeliebt in einer Ecke der Festplatte gelegen, verlangte nach einem Online-Update.

Das tut ja heutzutage jedes Programm, und so gewährte ich ihm den Wunsch. Bei der Installation sagte es mir, daß es gern Safari installieren würde, ich sagte nein. Mehr Vorschläge hatte es nicht zu machen. Bei meinem nächsten Besuch in der Systemsteuerung fand ich neu MobileMe, Bonjour und iTunes vor. Keines dieser Tools hatte ich eingeladen, keins hatte mich gefragt. Bonjour ist dabei harmlos, MobileMe richtig schlecht und iTunes bekanntlich aus Gründen digitalen Rechteentzugs verachtenswert. Die Deinstallation – Komponente für Komponente – verlangt zudem einen Neustart.

Mit solcher Politik wird es Apple nicht gelingen, mich zum Freund zu gewinnen.

Download Day – Bilanz

Mit 8 Millionen Downloads hat Firefox sicher einen würdigen Rekord eingestellt – eher schon einen verdächtigen, „zu schön, um wahr zu sein“. Sicher haben hier ein paar Botnetze mitgeholfen, und selbst ehrliche Anwender mögen die Policy „1 download per machine“ weit ausgelegt haben, so hätte ich auf meinen 3 Rechnern sonst wohl eine Kopie heruntergeladen und lokal verteilt, erst recht Administratoren, die Herren über 30 oder 300 PCs sind, haben es am 17. vielleicht anders gemacht als sonst.

Inzwischen steht der weiter laufende Zähler auf 16,2 Millionen, und der erste Zero Day Exploit war nach 5 Stunden da. Warten wir also auf 3.0.0.1…

Aber es gibt auch Nettes im Bereich der Zahlen zu berichten. So hat Deutschland mit 1,3 Millionen Polen mit 400.000 Downloads absolut definitiv abgehängt, knapp (17:11) auch bei den Downloads pro 1.000 Einwohner. Die Downloads pro PC wären noch interessant, belastbare Zahlen dürfte es aber nicht geben. Wir sind übrigens auch etwas besser als die USA mit 15 und erwartungsgemäß besser als Russland (anderthalb) und China (ein Viertel Downloads pro 1.000 Köpfe). Wenig verblüffend ist die Meldung von 0 Downloads aus Nordkorea, dessen ca. 23 Millionen Einwohner sich bekanntlich 0 Internetanschlüsse teilen, traurig die Null von Timor Leste, dem ärmsten Land Asiens, merkwürdiger schon die von Spitzbergen und Jan Mayen (0 Downloads von allen 2.949 Einwohnern, die ganz sicher Internet haben) oder Grönland, das gerade eben 4,5 Downloads pro tausend Bürger aufbringt, obwohl man doch auch dort sicher der Einsamkeit mit Internet entgegenwirkt. Woran liegt es, daß diese Communities sich so gegen den Firefox verschwören? Die benachbarten Färöer-Inseln, die sicher unter ganz vergleichbaren Umständen leben, kommen auf die gleiche Quote wie andere mitteleuropäische Länder…

Firefox 3 – der Tag danach

Also, hier in Deutschland jedenfalls ist heute der 18. Der Firefox Download Day ist natürlich trotzdem noch nicht vorbei, aber

  • die Firefox-Addons-Website ist wieder benutzbar, so daß man seinen alten Zustand wieder herstellen kann,
  • das neue del.icio.us-Addon will keiner haben,
  • der Weltrekord wurde eingestellt (war ja nicht schwer, es gab keinen früheren Rekord, der zu schlagen war, aber das selbst gesteckte Ziel von 5 Millionen wurde schon jetzt locker überschritten),
  • bei den tatsächlichen Downloads hat Deutschland Polen mit jetzt 407.959:148.510 wieder locker abgehängt, aber so war es ja auch im Fußball: das Spiel dauert 90 Minuten, und was zählt ist auf’m Platz…

Heute ist Download Day!

Heute ist es so weit: Download Day für Firefox 3 ist herangerückt! Ich habe schon heruntergeladen und installiert (aus dem Browser heraus aktualisieren zählt nicht für den Rekord, funktionierte heute aber auch nicht).

Hier ist mein Firefox Participation Certificate

Auf die Schnelle läßt sich für mich nichts grundlegend Neues sagen, ich hatte ja mit den Release Candidats schon gearbeitet. Leider sind fast alle meine Add-ons nicht mehr gestattet, und Aktualisierungen lassen sich nicht herunterladen – der Server ist wohl überlastet. Der Download des Browsers selbst ging übrigens fix vonstatten.

Firefox Download Day

Download Day 2008

Wirklich ziemlich runderneuert präsentiert sich Mozillas Firefox, der „bessere“ Browser, in seiner grundlegend neuen Version 3, das habe ich anhand des bereits verfügbaren Release Candidate schon einmal überprüft.

Wer immer noch mit Microsofts Internet Explorer surft, nur weil der „ja schon drauf war“, als der Computer aus dem Karton kam, der sollte seine Entscheidung einmal ernsthaft prüfen: Führend bei Sicherheit oder Browserentwicklung ist dieses Produkt sicher nicht. Es gibt ernsthafte Alternativen, Firefox ist darunter eine der wichtigeren.

Witzig oder wichtig, das sei dahingestellt, aber man plant jedenfalls, am Tag des Erscheinens – der leider noch nicht einmal genau feststeht – einen Download-Weltrekord aufzustellen. Jeder ist also eingeladen, sich auf dem Laufenden zu halten und dann rechtzeitig das Schätzchen herunterzusaugen.

Außerdem geht es um eine Ehrensache: Auf der Mozilla-Website sind die Teilnahmeversprechen grafisch dargestellt, und dort führt doch tatsächlich Polen mit jetzt gerade 70.160 weit vor Deutschland mit kläglichen 38.419 Zusagen! Das können wir schwer auf uns sitzen lassen!

Update: Download Day ist am 17. Juni! Und Polen führt immer noch weit vor Deutschland…!

Kampf der Giganten: Google Übersetzer gegen Windows Live Translator

Microsoft hat seinen Webdienst Windows Live Translator fertiggestellt. Das animiert dazu, diesen Dienst gegen den Google Übersetzer, und natürlich gegen den guten alten Altavista Babelfish antreten zu lassen.

Als deutschen Quelltext nehmen wir einen meiner letzten Blogtexte, „zum Tode von OB Erwin„. Den jage ich jetzt durch die beiden Maschinen ins Englische. Am Schluß biete ich noch meine eigene, handgefertigte Übersetzung an. Kampf der Giganten: Google Übersetzer gegen Windows Live Translator weiterlesen

Neu: Arcor Festnetz ohne Mindestvertragslaufzeit

Das kennen wir doch alle: Da hatte man sich gerade einen Telefontarif bei Provider X (sagen wir hier mal: Arcor) beschafft, da kommt Provider Y mit einem günstigeren Angebot daher. Bisher saßen wir nun da und hatten leider 2 Jahre Mindestvertragszeit an der Backe, die uns an unseren Anbieter fesselten, so daß ein problemloser Wechsel nicht in Frage kam. Das ist jetzt anders.

Die folgenden einfachen Schritte lösen uns in kürzester Zeit wieder aus dem ungeliebten Knebelvertrag:

  1. Gehen Sie zu Arcor und buchen Sie zu Ihrem Vertrag die „International Flat I“ dazu. Das bindet Sie übrigens für weitere 2 Jahre ab jetzt, aber – macht nichts, wie wir weiter unten sehen werden.
  2. Rufen Sie die Website directories.ch auf, das Schweizer Telefonbuch deckt auch Liechtenstein ab. Suchen Sie eine handvoll Teilnehmer aus Liechtenstein heraus. Sie können auch Ihre Hausbank nehmen, wenn Sie dort eine haben, das hat aber in letzter Zeit einen schalen Beigeschmack bekommen. Telefonieren nach Liechtenstein hat mit ca. 2,5 ct/min den höchsten Minutenpreis innerhalb des Flatrateangebots.
  3. Gehen Sie zum Telefon (Achtung, Falle! Warten, bis die Flat greift, das kann Wochen dauern, sonst wird der folgende Schritt teuer) und rufen Sie Ihre neuen Liechtensteiner Freunde an. Sagen Sie etwas harmloses wie „Sie sind in unsere Warteschleife gekommen, bitte nicht auflegen, Sie könnten eine Reise gewonnen haben“ und legen den Hörer neben das Radio.
  4. Wiederholen Sie diesen Schritt ein- bis zweimal täglich. Sie kommen damit schnell auf über 50 Stunden Gesprächszeit im Monat.
  5. Nach etwa einem Monat sollten Sie von Arcor ein Schreiben erhalten, in dem Sie des Telefonmißbrauchs bezichtigt und mit Kündigung bedroht werden. Wenn Sie fleißig waren, kommt die Kündigung vielleicht sogar vor dem Schreiben.

Na bitte! Das war es doch, was wir wollten!

Anmerkung: Dieser Beitrag enthält satirische Elemente und ist keine ernst gemeinte Handlungsaufforderung. Ernst ist es jedoch der Firma Arcor damit, den Werbetext „endlos telefonieren“ sehr frei zu übersetzen und Kunden ab 50 Monatsstunden Auslandstelefonie des Mißbrauchs zu bezichtigen und mit Kündigung zu bedrohen. Wo da die Satire liegt, mag jeder für sich selbst herausfinden. (Quelle: FAZ und heise)