Schlagwort-Archive: Technospeak

Diesen Knopf bitte nicht noch einmal drücken

Ein Leben ohne „User Friendly“…

Dust Puppy, © User Friendly…ist möglich, aber sinnlos. So oder ähnlich könnte man als Fan des täglich erscheinenden kanadischen Comic Strip „User Friendly“ argumentieren. Genau das aber ist jetzt seit einiger Zeit der Fall, zumindest für uns Kunden des Telefonunternehmens Arcor. Uns hat Myke, der Administrator des UF-Servers, nämlich abgeklemmt, weil anscheinend aus dem Arcor-Netz DoS-Angriffe auf diesen Server erfolgten.

So etwas kann ja nun einmal passieren, Schuld sind immer einzelne Anwender, deren Rechner zu willenlosen Bots mutierten, aber anscheinend hat Arcor sich geweigert, bei der Ortung und Abschaltung der Angreifer zu kooperieren, so daß die Kanadier am Ende den für sie einfachen, nur für uns schmerzhaften Weg gingen.

Für eine begrenzte Zeit war es uns noch möglich, den Comic über den Proxy-Server von Arcor zu sehen. Dann schaltete Myke auch diesen ab, und das zumindest kann ich nicht verstehen, denn einen Proxy-Server kann man meines Wissens nur schwer als Angreifer mißbrauchen.

Das ist alles sehr schade, und zwar für den Zeichner Illiad. Mein Leben war viele Jahre lang davon bestimmt, morgens um 9:00 als erstes diese Website aufzurufen. Jetzt stelle ich erstaunt fest, daß es sehr wohl auch ohne geht – eine Sucht ohne Entzug…

Zwischenstand: Dorum, Umzug, Malessen, Arcor

So vieles, von dem wir noch gar nicht berichtet haben, daß einmal ein Zwischenbericht her muß:

Vor drei Wochen verbrachten wir eine Woche im Nordseebad Dorum in einem Ferienhaus. Das war eine herrliche Zeit, mit saisonal angepaßtem Wetter (nur ein Regentag, aber ordentlich Sturm), über die noch ausführlicher zu berichten sein wird. Zum Abschluß schafften wir es sogar, zum 80. meines Vaters in Hamburg zu sein.

Dann beschlossen wir, aus strategischen Gründen, die die Gesundheit meiner Großmutter involvierten, unseren Umzug um eine Woche auf den 8. vorzuverlegen. Damit hatten wir nur noch eine Woche, um die Reste zu packen und alles zu organisieren. Ein ungünstiger Augenblick für mich, um eine eitrige Mandelentzündung mit 39,9° Fieber zu entwickeln… somit mußte Barbara einiges allein schultern, wofür ihr Hochachtung gebührt.

Am 8. gelang uns dann erstaunlich glatt der Umzug, Dr. Burger hatte mich rechtzeitig wieder hergestellt. Zusammen mit dem Augusta-Krankenhaus diagnostizierte er auch, daß ich mir schon im Urlaub einen Zeh gebrochen hatte, auch wenn ich versucht hatte, das vor mir selbst zu leugnen…

Jetzt, eine Woche später, legte Arcor genau wie versprochen das Telefon und DSL um. Das muß auch einmal erwähnt werden, es kann auch ohne Komplikationen klappen!

Firefox macht Downgrade?

Verblüfft beobachtete ich, wie der Firefox 2.0.0.11 auf meinem Zweit-PC gerade brav automatisch aktualisierte, recht so, denn 2.0.0.12 ist ja gestern erschienen – aber er „aktualisierte“ auf 2.0.0.10! Ich hielt es für einen Fehler der Anzeige, aber er lud definitiv eine alte Version herunter und installierte sie auch. Klar, daß er fünf Minuten später neuen Aktualisierungsbedarf erkannte, und diesmal korrekt zur übernächsten Version hüpfte…

Treffen wir uns in der Mitte…

Aus den aktuellen Wochenwerbezetteln für Computergedöns: 16 GB USB-Speicherstäbchen 55 € (3,44 €/GB), 20 GB 1,8″-Festplatte 66 € (3,30 €/GB). Die Speicherstäbchen fassen also immer mehr (wenn sie nicht gefälscht sind, Vorsicht!), die Festplatten werden immer kleiner. Man trifft sich in der Mitte. Damit verschiebt sich natürlich das Preisverhältnis, bei dem bislang mit 0,48 €/GB die externen Festplatten nicht zu schlagen waren. Mit 2,5″ waren sie aber doch um einiges größer – man trägt ja nicht nur den Plattendurchmesser, sondern das ganze Gehäuse, Schokoladentafel trifft Visitenkarte.

Wie geht’s weiter? Nun, bei den Stäbchen vermutlich nicht mehr sehr, bei den Minifestplatten stehen wir erst am Anfang.

Dunkel geblieben?

Der große Lichttest, mit dem Bild dem Klimagipfel heimleuchten wollte, liegt hinter uns. Wer war dabei? Wer hat sich den Spaß gemacht, zu glauben, wenn er in Düsseldorf-Rath auf die ersten fünf Minuten der Tagesschau verzichtet (was für ein klug gewählter Zeitpunkt…), würde George W. Bush der Letzte am anderen Ende der Welt zusammenzucken?

sofi.jpg

Es waren ja einige der Meinung, daß totaler Unsinn sei, was nur Symbolcharakter habe, andere sagen, Symbole seien besser als nichts, ich selbst sage, besser der Fernseher bleibt außerhalb der Tagesschau aus und der Rest der Wohnung wird von Energiesparleuchten erhellt (und die mögen das kurzzeitige Ausschalten nicht so gern).

Aber immerhin: Heise sagt, man könne mit Licht aus allein max. 2% Strom einsparen, unser Lokalradio sagte, die Stadtwerke hätten eine Lastsenke von allenfalls 1% verzeichnet – wenn’s stimmt und nicht zu stark gerundet wurde, hätten 50% der Düsseldorfer mitgespielt, das wäre beachtlich. War auch besser so – die Stadtwerke hatten sich den Tag für eine planmäßige Wartung ihrer Telefonanlage ausgesucht und waren zur Tatzeit incommunicado.

Das unlösbare Problem: Photoshop Album SE mit ODBC-Fehlern

Meine Eltern haben ein Notebook; es ist ein etwas älteres Fujitsu Siemens Lifebook, aber noch sehr gut beieinander. Zur Verwaltung ihrer Fotos wollte ich ihnen Adobe Photoshop Album Starter Edition installieren, erhielt aber beim ersten Öffnen nur immer die Fehlermeldung

Beim Öffnen des Katalogs Mein Katalog trat ein Problem auf. Der Katalog wurde möglicherweise von einem anderen Benutzer oder in einer anderen Anwendung geöffnet. Eventuell sind auch Dateien veraltet, beschädigt oder nicht vorhanden. Die ODBC-Datenquelle gab folgenden Fehler aus: „[Microsoft][ODBC DriverManager]Der Datenquellenname wurde nicht gefunden, und es wurde kein Standardtreiber angegeben“. Möchten Sie versuchen, den Katalog zu komprimieren, zu reparieren und dann erneut zu öffnen?

Klar, daß der Reparaturversuch scheiterte. Offensichtlich waren tatsächlich die ODBC-Treiber, ein Teil des Betriebssystems (XP Home SP2), zerschossen. Die Windows-Installation ist alt, sehr alt. Adobe kennt das Problem, deren Lösung: Service Pack 2 deinstallieren, mit der Windows-CD ein „Upgrade“ (sinngemäß wohl eine Systemwiederherstellung ohne kompletten Datenverlust) durchführen, und SP2 wieder installieren. Microsoft, auf deren Seite das Problem ja verursacht wurde, bietet keinen einzelnen Fix zum Wiederherstellen der ODBC-Komponenten an.

Das klang schon mal recht aufwendig, und ich suchte lange nach einer Alternative, ohne Erfolg. Wußte die geneigte Leserin, daß eine Microsoft-Supportanfrage zu Windows XP Home (OEM) 72 € kostet? Das ist deutlich mehr, als das Betriebssystem auf dem zweiten Markt/eBay überhaupt noch wert ist! Am Ende war ich zu der Schandtat bereit – nur um festzustellen, daß auch der Weg versperrt war: Die Wiederherstellungsdateien zum Service Pack 2 hatte ich auch schon vor langer Zeit gelöscht, um Festplattenplatz zu sparen…

Es wäre tatsächlich nur eine komplette Neuinstallation des Systems geblieben, auf die ich dankend verzichtete: Ich beschaffte Photoshop Elements, die semiprofessionelle Lösung (und nicht kostenlos, aber kaum teurer als eine einzige Anfrage an Microsoft…), die mit dem Organizer auch das schickere Album enthält. Merkwürdigerweise scheint dieses Programm das gleiche Ergebnis mit einer anderen Datenbankstruktur zu erzielen, denn es hatte nicht das gleiche Problem.

Ins Internet mit dem niederländischen KPN-Hotspot

Unser Ferienpark verfügt über WLAN-Zugang über Hotspots der niederländischen KPN. An der Rezeption kann man eine „Kraskard“, eine Rubbelkarte kaufen und dann loslegen.

Was in der Theorie wie eine komfortable Lösung klingt, ist eine abscheuliche Krücke: Ruft man eine beliebige Seite auf, erscheint zunächst der Proxy mit der Seite „bitte werfen Sie eine Münze ein“. Man loggt sich ein und kann dann surfen. Ist man fertig, loggt man sich aus – zumindest in der Theorie. Manchmal mißlingt jedoch der Logout, und die bezahlte Verbindung bleibt offen. Dann kann man die Logout-Seite, die ja dynamisch erzeugt wurde und deshalb keine Adresse hat, die man bookmarken kann, nicht reproduzieren, und die Eieruhr bleibt für 15 Minuten an. Und es sind teure Minuten: mindestens 10 ct werden für jede davon fällig.

Außerdem war noch jedesmal, wenn ich Last auf das System legte, also z. B. für einen FTP-Upload, die Verbindungsgüte auf miserablen 11 MBit/s, obwohl die Antenne direkt am Dach des Nachbarhauses hängt.

Kein Vergnügen. Muß mir wohl doch UMTS holen.

Nokia 3110 Classic – das wird es

Seit gestern liegt mein zweiter Versuch eines neuen Handys vor mir, das Nokia 3110 Classic. Und diesmal, denke ich, habe ich das Richtige gefunden. Zwar macht, um mit dem Schlechten zu beginnen, die eingebaute 1,3 Megapixel-Kamera hundsmiserable Bilder und wird damit deutlich vom Razr V3 abgehängt, aber in allen anderen Punkten fühlte ich mich auf Anhieb so zu Hause, daß die Entscheidung leicht fällt. Durch Googeln nach „Nachfolger Nokia 6310i“ hatte ich zu einem Artikel der Zeitschrift „connect“ gefunden, der mir dieses empfahl. Wenn jetzt noch Empfangsgüte und Akkulaufzeit stimmt, bin ich zufrieden.

eins der besseren

Im Nachtrag zum Motorola Razr V3 sei noch gesagt, daß meine Zeitung dies heute als eins der pannenreichsten Handys im Markt anschwärzte…

Motorazr V3 – das ist jedenfalls kein Ersatz

Heute habe ich mir zur Ansicht das Motorola Razr V3 geholt. Und wußte nach einer Stunde, daß das gute Stück morgen zurückgeht. Also, eines der ersten Handies, mit denen ich je herumhantierte, war ein Motorola (M3288), und ich erinnere mich noch gut, wie un-intuitiv es zu bedienen war – schaurig zu sehen, wie wenig sich daran geändert hat. Fazit auf die Schnelle: Farbdisplay gut, Klang mäßig, Größe nett, Bedienung gruslig. Fazit für mich nach einer Woche Suche: Ich will mein Handy wieder… 🙁

Herrenhandtäschchen und Kommunikationswunder

unbenannt-2.jpgWenn ich so unterwegs bin, dann häufig mit einem poppig bunten „Messenger Bag“, böszungig auch Herrenhandtäschchen genannt (völlig irreführend, denn ein Herrenhandtäschchen ist ein Sixpack Bier…), enthaltend z. B., aber nicht nur: die Terminverwaltung, die Bilddokumentation, die mobile Telekommunikation, die satellitengestützte Navigation, weiters dann meist noch ein paar Windeln, Luftballons, Schweizer Taschenmesser…

Viele dieser Geräte (im Einzelnen sind das ein Palm, eine Digitalkamera, ein Handy und ein GPS-Navi) gibt es heute zu einem zusammengefaßt, doch hatte ich immer ein schönes altes Handy, ein ca. 5 Jahre altes Nokia 6310i, so daß mich so etwas nie interessiert hatte. Das ist jetzt aber seit meinem Fahrradsturz kaputt, und ich bin auf der Suche nach Ersatz.

Das stellt sich als gar nicht so einfach heraus: Geräte, die wirklich alle Funktionen in einem vereinen (und dabei rede ich noch nicht von Windel und Taschenmesser) sind unangemessen teuer für mich, den König der Wenigtelefonierer mit meiner Simyo-Karte. Geräte, die auch nur in die richtige Richtung gehen, wie das Nokia 6300, kosten immer noch ein Ende, und mir ist nicht recht klar, ob sie wieder fünf Jahre halten werden. Und ganz einfache Geräte, mit denen ich wirklich nur telefonieren könnte, taugen heute oft nichts. Ich suche…