Schlagwort-Archive: Verlegen

Neben den Buchstaben aufs Papier des Manuskripts müssen auch welche aufs Papier beim Leser

QuantenMädchen

Diesen eher traurigen Titel verlieh ausgerechnet der Uni-SPIEGEL dem jungen Genie, das sich selbst die Quantenphysik beigebracht und den Plan gefaßt hat, ihr Wissen in ein dreibändiges Lehrbuch zu gießen – mit Auflagenstärke 1. Mit 17 Jahren. Silvia Arroyo Camejo ist das QuantenMädchen, und mit 20 hat sie den ersten Band geschrieben. Nur bei der Auflagenstärke ist es dann nicht geblieben: Die Skurrile Quantenwelt ist bei Springer erschienen. Sie mag, genauso wie der Titel mit dem Großbuchstaben in der Mitte, eher eine Marketingidee gewesen sein, wenn nicht, dann war der Vorsatz eine verlegerische Großtat. Geschrieben hat sie von 12 bis 20 Jahren, in jeder freien Stunde, manchmal bis morgens um 4 Uhr, und wenn man dem Nachtreten des Hamburger Wochenmagazins glaubt, merkt man dies an wortreichen Wiederholungen und „hochgerechnet gut 500 fehlenden Kommata“. Nun gut, warten wir auf den zweiten Band…

Amazon richtet Autoren-Blogs ein

Wie der Dienst heise online berichtet, hat jetzt auch Amazon.com unter dem Titel „Amazon Connect“ Blogs für Autoren eingerichtet. Zu finden sind diese zunächst nicht so leicht, über die Bücher kommt man zu den Autoren und erst dann zu deren Blogs, es gibt denn auch erst eine Handvoll.

Zwar gibt Amazon seinen Autoren damit ein Tool an die Hand, mit ihrer Leserschaft in kontinuierlichen Kontakt zu treten. Irgendwie ist es aber nur die halbe Miete: Wenn ich bereits ein etablierter Autor bin (also schon veröffentlicht habe), und der Leser mich schon gefunden hat, dann ist es zumindest aus Marketingsicht etwas spät, bei diesem Leser noch Interesse für mein Buch wecken zu wollen. Ich bleibe deshalb bei meinem Ansatz: vor Veröffentlichung, und auf einer auffindbaren Website, hilft ein Blog oder vergleichbares Medium dem Autor beim Gewinnen von Lesern.

Autorennetzwerke

Im BoD Aktuell ist ein interessanter Artikel zum Thema „Autorennetzwerke“ nachzulesen. In Netzen wie z. B. Das Syndikat für Krimis oder dem Autorenkreis „Qua Vadis“ für historische Romane schließen sich Autoren zusammen, um gemeinsam ihre Arbeit zu diskutieren und zu fördern.

Ich werde dort also mal ein wenig Mäuschen spielen, denn mit meiner Idee, ein eigenes Autorenportal speziell zum Vertrieb speziell von Books on Demand aufzustellen, und zunächst noch ohne Buch, bin ich ja nur ein Seiteneinsteiger. Ich habe noch nicht einmal ausgiebig recherchiert, ob diese Idee bereits versucht wurde, und wenn ja mit welchem Erfolg.

Ich selbst glaube aber sehr wohl an den Erfolg dieser Idee. Wir BoD-Autoren haben ja ein viel höheres Interesse als Autoren „richtiger“ Verlage am Eigenvertrieb unserer Bücher. Und wir haben natürlich das Potential, ein solches Portal mit interessanten Inhalten zu füllen. Dann würden sich drittens sicher auch interessierte und wohlwollende Leser finden.

Autoren-Portal

hiermit lege ich der geneigten Mit-Autorenschaft ein Geschäftsmodell vor: Wie schon einmal erwähnt, verdient ein BoD-Autor ein Vielfaches an einem selbst verkauften Buch als an einem über den Buchhandel vertriebenen. Dem Leser ist’s gleich, er zahlt wegen der Buchpreisbindung immer das gleiche.

Wir Autoren (ich nenne mich schon mal einer) haben also ein gemeinsames Interesse – das geneigte Ohr des Endkunden. Wir sollten uns zusammentun und ein Portal zum Vertrieb unserer eigenen Werke eröffnen.