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Hermes und das Weihnachtspaket, eine lange Geschichte

Fangen wir von hinten an:

14.1.2014 – Das Weihnachtspaket meiner Eltern ist angekommen. Da ich am Nachmittag nicht da war, nahm unsere Nachbarin es dankenswerterweise für uns an, auch wenn ich so um die Möglichkeit kam, unseren Zusteller persönlich zu sprechen.

Ansonsten folgen wir der langen Reise eines Weihnachtspakets aber von vorn:

14.12.2013 – Meine Eltern bringen das Weihnachtspaket in den Hermes-Paketshop.

Start der ersten TourDas Paket ist korrekt adressiert, wir wohnen seit fünf Jahren dort, unser Name steht am Briefkasten, es ist genügend Zeit bis Weihnachten, niemand ahnt etwas Böses.

Briefkasten mit NamenNiemand? Doch, ich fragte meine Mutter am Telefon sorgenvoll: „Warum hast du nur Hermes genommen?“ Sie antwortete treuherzig „ich dachte, jeder Zustelldienst ist besser als die alte Bundespost…“

erste Tour korrekt adressiertIn den darauffolgenden Tagen bis Weihnachten werden Gesichter länger: Das Paket bleibt aus. Genauer gesagt, bleiben alle Hermes-Sendungen für Weihnachten aus, mindestens drei. Sendungen von DHL, DPD und Briefe der Deutschen Post kommen inzwischen – wie immer – problemlos an.

18.12.2013 – Was wir nicht wissen: Unser Zusteller hat wohl Wahrnehmungsstörungen.

erste Tour kam nie anEs ist an der Zeit, ein Eingeständnis zu machen: Unser Haus hat zwei Eingänge. Am vorderen Eingang wohnen vier Parteien, wir wohnen am Seiteneingang. Dieses überschaubare Hindernis hat bisher noch jeder Zusteller, Pizzadienst, Taxifahrer und Kindergeburtstagsbesucher überwunden. Für die, denen es Schwierigkeiten macht, steht am vorderen Klingelschild ein kleiner Sticker „Arbs: Seiteneingang“.

Klingelschild am Haupteingang

Hermes hätte auch jederzeit den Absender kontaktieren können, mein Vater war so gescheit, dem Paket seinen Stempel samt Telefonnummer aufzudrücken.

Absender war immer erreichbarAber Hermes macht etwas anderes:

19.12.2013 – Sie schreiben dem Empfänger einen Brief. Genau. Mit derselben Adresse, die ihr eigener Zusteller nicht finden kann. Kein Problem, die Zustellerin der Deutschen Post kann. Nur: Wir sind am Wochenende vor Weihnachten, sechs Tage nach Absenden des Pakets, in die Ferien gefahren… Und da wir somit den Brief nicht mehr rechtzeitig erhalten, geschieht das Unvermeidliche.

30.12.2013 – Die Sendung geht zurück. Weihnachten fällt aus.

erste Tour kam zurückMeine Eltern sind zwar sehr traurig, ansonsten aber unerschütterlich:

3.1.2014 Das Paket wird ein weiteres Mal auf die Reise geschickt. Wieder mit Hermes, es wird sogar für dasselbe Paket ein zweites Mal Porto aufgewendet, da die Mitarbeiterin im Paketshop nicht verhandlungsbereit ist.

start der zweiten tourAuch diese Sendung ist korrekt adressiert, man hat sogar dazugelernt und den Adreßzusatz „Nebeneingang“ angebracht.

zweite Tour korrekt adressiertZwar bin ich immer noch besorgt, habe aber die Hoffnung, dass der Zusteller, der im Dezember ein Totalausfall war, nur eine Weihnachts-Aushilfe war und es im Januar besser klappt. Mitnichten.

Um den 6.1.2014 – Wir kommen aus dem Urlaub zurück, finden den Brief von Hermes vor und hören uns die ganze Geschichte an. Ich rufe bei der Hermes-Hotline an. Der Hotline-Mitarbeiter ist leider auch zu keiner ergiebigen Aussage zu bewegen: „Das Paket ist bereits zurückgeschickt, was wollen Sie jetzt von mir?“ Ich versuche geduldig, ihm zu erklären, was ich will, nämlich Grundsätzliches, nämlich dass zukünftige Pakete bei uns ankommen. Weil wir dort tatsächlich wohnen und das nicht so einfach ändern können. Er verspricht, es aufzunehmen. Tja.

8.1.2014 – Unser Zusteller ist unerschütterlich in seinem Glauben. Auch Adreßzusätze erleichtern ihm sein Leben nicht.

zweite Tour kam nie anUnd so geht die Sendung in die „Adreßklärung“. Sicher wird man dort etwas erreichen? Ins Telefonbuch schauen (ist angekreuzt)? Den Absender anrufen (ist angekreuzt)? Anscheinend nein.

zweite Tour endet in KlärungWir erinnern uns, die Absender-Telefonnummer ist aufgestempelt.

Absender war immer erreichbarUnd, naja, also, im Telefonbuch stehen wir auch.

doch Eintrag Telefonbuch

 

10.1.2014 – Statt dessen schreibt Hermes wieder einen Brief. Aber diesmal will man es besser machen, und scannt die Adresse, statt sie einzutippen, mit einer Software für OCR, Optical Character Recognition, optische Zeichenerkennung. Leider keiner guten.

da war selbst die Postzustellerin ratlosDen Herrn „Privatservice OCR“ kennt selbst unsere Postzustellerin nicht. Aber sie kann, was der Hermes-Zusteller nicht kann: klingeln und fragen. So kommt am 14.1.2014 selbst dieser Brief an. Aber inzwischen…

13.1.2014 – Ich habe mir von meinen Eltern die Sendungsnummer geben lassen und rufe bei Hermes an. Dort erfahre ich, dass die Sendung nicht zugestellt werden konnte, weil der Absender diesmal keinen Namen zur Straße angegeben hat. Das wundert mich zwar (und wir sahen ja oben, dass es nicht stimmt), aber ich gebe bereitwillig meinen Namen an. Und der wird auch notiert.

zweite Tour Ende gutWomit sich dann, siehe oben, am 14.1.2014 der Kreis schließt, und das Paket wirklich ankommt.

Ende gut, alles gut. Tja, was will ich denn dann eigentlich? Liebe Hermes Logistik Gruppe, ich will, dass ihr ernsthaft nachdenkt über die Geschichte, die dieses nach einem Monat Rundkurs ziemlich zerschlissene und mit Aufklebern übersäte Paket erzählt. Ich will, dass ihr eure Mitarbeiter mit Bedacht auswählt und ordentlich schult (und eigentlich auch anständig bezahlt), so dass sie gewillt und imstande sind, ihre Arbeit mit Sorgfalt auszuführen. Diese Geschichte hat Inkompetenz auf allen Ebenen – beim Zusteller, an der Hotline, in der Adreßklärung – und über den Einzelfall hinaus gezeigt. Ich will nicht ein paar wenige Cent sparen, und dafür ein aufregendes Leben erhalten. Ich finde eigentlich auch, dass vier bzw. fünf Tage Paketlaufzeit, selbst wenn es dann angekommen wäre, eine Menge sind. Und ich finde es schließlich recht dreist, meinen Eltern die von euch selbst verbockte Paketbeförderung ein zweites Mal zu berechnen.

15.1.2014 Update – unsere Nachbarin hat die Mitteilung gefunden, die der Hermes-Zusteller hinterließ, um uns auf die Ablieferung beim Nachbarn hinzuweisen. Sie klebte im vorderen Treppenhaus – an der Kellertür.

Hermes MitteilungDas nährt einen unangenehmen Verdacht: Dass nämlich der Zusteller zwar froh ist, dieses eine Paket los zu sein, aber immer noch nicht begriffen hat, wo wir wirklich wohnen. „Die Kellertür ist doch eine Art Nebeneingang“, sagte die Nachbarin trocken.

Hermes, bitte übernehmen Sie. Es könnten immer mal wieder Pakete für uns kommen. Sie können nicht alle zurückgehen.

 20.1.2014 2. Update – Das Twitter Social Media Team von Hermes (danke an „^b„!), aktiviert durch diesen Beitrag, hat nicht nur versprochen, zusammen mit der Zustellbasis dafür zu sorgen, dass solche Fälle in Zukunft der Vergangenheit angehören, sondern uns auch im Ersatz für doppeltes Porto und andere Unbill eine sympathische Entschädigung zugesagt. Nicht zum ersten Mal lässt der Rückkanal Social Media plötzlich funktionieren, was Im Richtigen Leben einfach nicht laufen will. Das ist gut für uns, aber nicht gut für alle; Hilfe erlangt so nur, wer an den richtigen Stellen nach Hilfe fragt.

Weihnachtsexpress, so far

Ich freu mich, dass einiges, was ich mir unschaffbar vorgestellt hatte, doch ganz gut gelungen ist. Rückwärts:

Wir sind in Adelboden und fahren Ski. Den Kindern macht es Spass, und dem Papi obendrein (darüber war ich mir ein Jahr nach meinen ersten Erfahrungen gar nicht mehr sicher). Das Chalet ist recht OK, wenn es auch ein paar sehr gewöhnungsbedürftige Details hat.

Wir haben ein schönes Weihnachtsfest bei Michi, dem Cousin der Holden und Patenonkel von Christian, verbracht. Michi und Manu haben sich wirklich riesig Mühe gegeben, dass es mehr wurde als nur eine „Durchreisestation“ und auch Lisas Esswünsche usw. geduldig ertragen (die beiden haben keine Kinder, und wir wollen nicht schuld sein, wenn das auch so bleibt). Auch dass die Geschenke nun mal nicht alle mitreisen können, haben die Kurzen recht tapfer ertragen.

Wir sind am 23. inmitten des Grossen Chaos™ mit der Bahn in die Schweiz gereist, ohne allzu grosse Verluste hinnehmen zu müssen (eine einstündige Verspätung ist ohne Umsteigen und ein proppevoller Zug mit reservierten Plätzen jeweils recht leicht zu ertragen).

Nicht alles ist gelungen, so hat DHL sich wohl grosse Mühe gegeben, die Weihnachtspost bis Weihnachten auszufahren, das reichte für uns aber eben nicht, und so kamen ein Amazon- und ein eBaypaket mit je 6 Tagen Vorlauf nicht mehr an. Anderes ist erfreulich: Neben dem Skikurs stehen im Urlaub auch noch 2 Trigami-Reviews an, auf die ich mich freue, und Zuhause schippt der arme Herr Sch. tapfer unseren Schnee – es ist wohl einiger.

War was? Weihnachten und so?

Ups, irgendwie habe ich hier länger nichts mehr geschrieben. Waren geschäftige Zeiten. Da muß ich doch mal die Kurzfassung nachliefern:

Also, wie in vielen Familien, haben wir Weihnachten gefeiert. Dieses Jahr bei uns zu Hause, und zwar so richtig „in Familie“, also mit allem, was krauchen kann. An Heiligabend und dem 1. Weihnachtstag saßen hier 9 Personen am Tisch, 7 davon schliefen auch im Haus. Das hat riesigen Spaß gemacht, es war wirklich schön, mal wieder Eltern und Schwiegereltern gleichzeitig hier zu haben. Und ja, es gab viele Geschenke, und unsäglich viele Süßigkeiten. Und ein Krippenspiel.

Weihnachtsbaum
Weihnachtsfamilie

Dann kam Silvester. Da waren die Leut‘ aber alle wieder weg. Also gab es ein Fondue chinoise mit den geschätzten Nachbarn. Es wurde viel Uno gespielt. Das war auch sehr lustig.

Dazwischen hat es viel geschneit, das dürften auch die meisten mitbekommen haben. Es gab viel Schnee zu schippen, das Radfahren machte nicht so viel Spaß. Dafür kann man im eigenen Garten super rodeln. Und davon soll es am Wochenende noch herzlich mehr geben.

veritabler Schneesturm am 20. Dezember
Rodeln am 3. Januar

Und Christian hatte seinen 4. Geburtstag, aber darüber steht was in seinem eigenen Blog, z. B. hier und hier.

#ctw09: Blogwichteln per Twitter

Ich habe mein Blogwichtel-Auspacken soeben per Twitter begleitet. Praktisch, jetzt nur noch die Timeline hier reinkopieren…

Jetzt endlich Blogwichteln! Gestern 23:00 Uhr war ich einfach zu platt, sorry… #ctw09 [10:05]

Wow, die Leute von heute haben das Einpacken wohl noch von ihrer Großmutter gelernt #meilenweit #tesafilm #ctw09 [10:07]

Und hey, die lesen ja wirklich „Welt Kompakt“! #ctw09 [10:07]

mmmh handgebackene Plätzchen. Moment, sind das „nicht lustig“-Lemminge? #ctw09 [10:08]

selbstgestempeltes Geschenkpapier, Garfield-Weihnachtskarte, schön #ctw09
selbstgestempeltes Geschenkpapier, Garfield-Weihnachtskarte, schön #ctw09 [10:10]

Ein Kühlschrank-Magnet, der für einen Dicken wie mich fatal ist... #ctw09
Ein Kühlschrank-Magnet, der für einen Dicken wie mich fatal ist... #ctw09 [10:12]

„Köttbullar wären unterwegs aufgetaut :-)“ steht in der Karte… #ctw09 [10:19]

up next, der kleinste Adventskranz der Welt (die Kerzen waren in der Dose...) #ctw09
up next, der kleinste Adventskranz der Welt (die Kerzen waren in der Dose...) #ctw09 [10:23]

jajaja – nichtweihnachtliche Postkarten von Nichtlustig – ich hatte doch Recht mit den Lemmingkeksen! Dabadabaadaaah, ich liebe es! #ctw09 [10:33]

Diese http://bit.ly/5Ql8X3 (Amazon) (ups, jetzt hab‘ ich doch den Preis gesehen…) #ctw09 [10:35]

Das waren die Tweets soweit. Dazwischen immer wieder Meilen von Tesafilm. Es waren eben viele kleine Päckchen… So hatte ich doch eine schöne halbe Stunde. Ich hatte viel Spaß, vor allem die „nicht lustig“-Geschenke sind ein Volltreffer (Wichtel, du hättest das Lemmingbackförmchen mitschicken sollen…) Nur merkwürdig, in der Karte stand nochmal, was ich auch schon im Blog der Schenkenden gelesen hatte: daß sie aus meinem Blog gar nicht habe rauslesen können, was sie mir schenken solle. Hmm, steht hier wirklich so wenig Persönliches? Über meine Kinder, meine Fahrradreisen, den Garten, welche Bücher ich lese…? OK, es gibt hier wahrlich nicht jeden Tag ein Posting, so gern ich würde, und dazwischen Unpersönliches wie Trigami oder mal ein Geschimpfe. Aber ein bißchen glaube ich da etwas anderes zu sehen: ich bin eine dreiundzwanzigjährige Studentin, und der, ohje, der ist über vierzig! Was soll ich mit einem so alten Knacker anfangen? Bin total paralysiert! – Aber vielleicht ist das ja auch meine Einbildung. Anyway, vielen Dank, lieber Wichtel, du hast voll getroffen!

Chitime-Blogwichteln: Angekommen!

Hach, da freue ich mich aber! Heute war der Postler da, und hat mein Blogwichtelpaket abgeliefert. Ich freue mich wirklich – wenn ich auch etwas geschluckt habe, als ich gegoogelt habe, was ein Hollister Conform Ausstreifbeutel ist… von denen ist nämlich der Karton. Aber gut, meiner wäre wahrscheinlich von ’ner Tonerkartusche oder ’nem alten Motherboard, was man eben so da hat, wenn es ans Versenden geht.

Blogwichteln angekommen

Worum geht es? Um das Blogwichteln der Frau Chikatze. Mehr nach dem 6., logisch. (Übrigens, bei mir erst am 7., am kollektiven Echtzeitauspacken kann ich mich nicht beteiligen, weil wir das Wochenende in der Schweiz verbringen.)

Weihnachtsbaum, etwas später

Jetzt wurde der Weihnachtsbaum eingelassen und anständig zurechtgemacht.

Mit Rücksicht auf die Verknüpfung von Tradition und Moderne ist er ein Hybridbaum, d. h. er verfügt sowohl über LED- als auch echte Kerzenbeleuchtung. Omi, die inzwischen angekommen ist, findet natürlich inakzeptabel, daß der Baum vor dem 24. zu sehen ist, Barbara dagegen ist es gewohnt, daß man schon den ganzen Dezember lang einen hat – auch hier werden eben verschiedene Traditionen miteinander verknüpft…

Postino in arrivo

Das Weihnachtspäckchen von Amazon via DHL hat uns jetzt noch ganz schön Schweiß gekostet. Wir hätten heute begonnen, in der Stadt und mit Hilfe von Tante Meike, die im Spielwarenfachhandel arbeitet, allerlei Notprogramme zu starten. Aber heute morgen war es denn da.

Wir halten fest:

Do. 21:34 bestellt
Sa. 09:39 versandt (nach 36 Stunden bei Amazon)
Sa. 14:25 Transport zum Zustell-Paketzentrum
Mo. 00:38 Ankunft Zustellbasis (nach 34 Stunden bei DHL)
Mo. 09:29 zugestellt (nach 3,5 Tagen)

Aber mit den Weihnachtsgarantien ist es natürlich wie mit den Bauernregeln: Es zählt, was hinten rauskommt, und das Paket war an Weihnachten da. Und zumindest heute sind die Straßen gefüllt mit überall kreuz und quer herumflitzenden DHL-Autos (hat jemand gestern eins gesehen? Ich nicht!).

Amazon, DHL und das Weihnachtsversprechen

Kennen Sie den? Kommt das Christkind an ’nem Montag, sagt der Postbote… – Nein, ist gar kein Witz, sondern der Kalender diesen Jahres ist ein logistischer Alptraum für die Paketzusteller. Wie das ist, wenn man seinen Geschenkeversand tatsächlich mit heißer Nadel strickt, erleben wir in diesen Tagen.

Zunächst mal ist da DHL, der Paketversender, der sich anscheinend redlich bemüht, mit der Situation fertig zu werden. Erstmals fährt man Pakete dort auch am heutigen Sonntag aus, am morgigen Heiligabend auch den ganzen Tag, und man kann sie angeblich auch noch bis 18:00 Uhr an den Postfilialen abholen, wenn man vom Zusteller nicht angetroffen wurde. Heiligabend! Achtzehn Uhr! Da ist für manche Familien mit kleinen Kindern schon Bescherung gewesen, schlecht, wenn ihre Väter in Postfilialen arbeiten.

Zweitens ist da Amazon, Erfinder der Weihnachtsgarantie. Die garantiert, daß Pakete, die bis Freitag bestellt wurden, unter dem Tannenbaum liegen. Nun ist das so eine Sache mit den Garantieversprechen, ein anderer amerikanischer Versandhändler hatte mit seinem Slogan „Guaranteed. Period.“ und dem Fehlen von Nebenbedingungen auch schon mit deutschen Gerichten zu tun. Man erwartet einfach, daß eine Garantie nicht hundertprozentig sein kann, zumal wenn man sich auf Drittdienstleister wie DHL verlassen muß, also braucht es einen Nebensatz, ein was-wenn-nicht. Das aber fehlt bei Amazon, also fragten wir einmal nach und erfuhren

Sollte die Liefergarantie nicht erfüllt werden (unabhängig ob Verzögerung durch Amazon oder Transportdienstleister begründet) erstatten wir einen gewissen Prozentsatz (max. 10%) zurück. Die Höhe der Erstattung hängt ab von der Dauer der Verzögerung und den Umständen.

Das finden wir jetzt, ehrlich gesagt, ziemlich lauwarm – statt „versprochen ist versprochen“ heißt es jetzt ein paar Prozent, im Ernstfall eine klägliche Entschädigung für eine lamentierende Erbtante, ein plärrendes Kleinkind unter dem lamettabekränzten Nordmann.

Zurück zu DHL – bis jetzt war unser Zusteller nicht da, und die Online-Sendungsverfolgung sagt seit 25 Stunden „Transport zum Zustell-Paketzentrum“. Diese Bestellung ist vom Donnerstag, und wird morgen, da wir uns lieber nicht auf solche Versprechungen wie diese verlassen, sicherheitshalber doppelt gekauft werden.