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Extrafilm Fotokalender – die besondere Geschenkidee

Montag, 21. Dezember 2009

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Heute stelle ich Extrafilm vor, einen Online-Fotoservice, bei dem man ebenso Fotos online bestellen kann wie Fotokalender, Fototassen, und alle anderen besonderen Geschenkideen, die man aus eigenen Fotos so realisieren kann. Wir wurden eingeladen, deren Produkte zu testen. Nun: Zunächst bestellte ich einen Kalender im Onlineshop. Das geht gewohnt bequem, wer das schon mal bei irgendeinem Anbieter gemacht hat, erkennt den Weg wieder: Produkte / Kalender, dann ein Design auswählen, dann mit einem Java-basierten Werkzeug bequem Fotos von der eigenen Festplatte hochladen (etwas geguckt habe ich als Sicherheitsfanatiker, daß das Java-Zertifikat seit dem 4. Juni 2009 abgelaufen war, das liegt schon eine Weile zurück, ist aber nur eine kleinere Lücke). Die Fotos wurden dann den Monaten schon zugewiesen, aber wenn man nicht so klug war, sie 01, 02…, 12 zu nennen, möchte man sie jetzt vielleicht noch umordnen, das geht aber auch problemlos. Dann Login oder bei Ersttätern Registrierung, Zahlung, los. Die zur Auswahl stehenden Designs sind überwiegend hübsch, man kann den Startmonat selbst wählen, nur das “Extrafilm”-Logo auf dem Kalendertitelblatt muß eigentlich nicht sein. Übrigens, wer seine Arbeit lieber in Ruhe offline vorbereiten will, findet im kostenlos verfügbaren Extrafilm-Designer das Werkzeug der Wahl.

Inzwischen ist der bestellte Kalender auch eingetroffen. Die Qualität ist erwartungsgemäß gut, das Premium-Papier ist angenehm und der Druck schön scharf und farbtreu. Nur mit der Lieferzeit mag ich mich nicht anfreunden: Die Website erklärt, daß Kalender 3-4 Arbeitstage für die Fertigung und 2-3 Arbeitstage für den Versand benötigten. De facto wurde mein am 30. November bestellter Kalender brav am 4. Dezember versandt, kam dann aber erst nach dem 11. Dezember an. Die “Swiss Post Belgium” (ährlich!) hätte diesen Wert auch mit CO2-freundlicher Fahrradauslieferung erreichen können. Schenkende müssen also im eigenen Interesse ein ausreichendes Zeitpolster einplanen, wollen sie nicht nervöses Nägelkauen riskieren. Auch das Weihnachtsgeschäft ist damit natürlich eh’ vorbei.

Aaaber: Extrafilm hat für uns ja eine tolle Aktion vorbereitet, und die läuft selbstverständlich noch bis Ende Februar! Und da man Kalender mit jedem beliebigen Startmonat wählen kann (Kalenderdienste sind ja nicht blöd und verkaufen nur einmal im Jahr…), kann man jetzt genauso gut wie irgendwann bestellen. Also: mit dem Aktionscode-Link zu Extrafilm gehen, irgend zwei gleiche Artikel bestellen, und 20% Rabatt kassieren. Das können zwei Tassen sein oder zwei Kalender, sie können auch verschiedene Motive haben (Frühstückstasse für dich und dein Liebstes, Kalender für Schwiegermutter und Erbtante), ganz egal.

Neulich im Coffeeshop

Samstag, 12. Dezember 2009

Kennen Sie den? Tritt ein Mann vor den Laden, fällt plötzlich ein Klavier vom Himmel… Kennen Sie? Nicht lustig? Ja, aber wenn das George Clooney wäre? Genau, genau so geht die aktuelle Nespresso-Werbung. Kennen Sie sicher auch.

Das Video bei Nespresso ansehen

Auf die Gefahr hin, von einem Klavier erschlagen zu werden, aber vor allem weil der Fortissio Lungo schon wieder alle war, ging ich also mal wieder zum Medienhafen. Da haben sie natürlich die drei Weihnachtsspezialitäten zum Verkosten, Lebkuchen, Vermicelles und Aprikose, eine Idee unerfreulicher als die andere, aber das sind die Weihnachtsspezialitäten leider immer. Kaffee hat alles, was Kaffee braucht, schon drin!

Tass' Kaff'Da haben sie aber noch etwas anderes: eine neue Tasse. Passend zum Citiz Design. Ein Glas, eher. Erinnert auf den ersten Blick an ältere Bodum-Gläser, nur sind die massiv und schwer. Diese Tasse ist ganz leicht, denn sie ist in Wirklichkeit hohl, enthält ein Vakuum, und ist damit eine kleine Thermos (das Vakuum in einer Thermosflasche ist ja der Grund, warum die ganze Kanne kaputtgeht, wenn man den kleinen Nippel am Boden abbricht). Nespressos Idee, daß man seinem Kaffee von außen zugucken kann, gab es bei Glastassen ja schon früher, ist auch hier wieder etwas gewöhnungsbedürftig (ich finde, es ist ein bißchen, als säße man einem Nackten gegenüber). Aber das Gefühl ist herrlich: Man hält die Tasse ohne Henkel in der Hand, sie bleibt lauwarm, und der Kaffee bleibt phantastisch heiß.

Es gibt nur einen Haken: Dafür braucht man keine Tassenwarmhalteplatte mehr, und ich habe mir doch gerade erst eine LeCube gekauft. Deren Warmhalteplatte ist nicht abschaltbar, und würde also vergeblich Strom verbrauchen. Ärgerlich.

Nike Tiempo 94, der Schuh von Paolo Maldini

Montag, 7. Dezember 2009

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Paolo Maldini vom Serie-A Verein AC Mailand ist bis auf ein paar Wochen genau so alt wie ich. Er ist ca. 1cm größer als ich. Je eins unserer zwei Kinder heißt Christian. Unsere Wege haben sich nie gekreuzt, und sind recht verschieden. Denn Paolo Maldini ist Fußballprofi im Ruhestand. Und ich, nun ja, lebe in einer Stadt, in der man derzeit Fußball in Bundesligaqualität zum Zweitligapreis sehen kann (Karlsruhe-Cottbus-Bielefeld ist die Reihe der Erstliga-Absteiger, die vom Drittliga-Aufsteiger Fortuna schon geschlagen wurden), und habe einen Dreijährigen in der G-Jugend (“Pampers-Liga”) des DJK Agon.

Schon jetzt dribbelt der Kleine besser als ich, und schon bald wird er mir Fragen stellen, die ich mir kaum ausdenken, geschweige denn beantworten kann. Es wird also Zeit, daß ich aufhole. Da kommt mir die Hilfe von Nike gerade recht. Nike ist überzeugt, daß es der Schuh war, der Maldinis Karriere machte. Der Nike Tiempo 94. Hier im Video:

Dieser Schuh, der an den Schuh erinnern soll, den Maldini bei der WM 1994 trug (wo es für den Vizeweltmeister reichte), ist ein technisches Meisterwerk. Känguruh-Leder, nicht eben das, was mir als erstes Hightech-Material in den Sinn kommen würde, Flywire-Technologie für ein dünneres Obermaterial, eine geteilte Außensohle und ein nochmals reduziertes Gewicht sind nur einige der schlagenden tretenden Argumente für diesen Schuh.

Wir, die wir an Paolo herankommen, oder auch nur ein bißchen besseren Fußball spielen wollen, können den Schuh jetzt bekommen – in einer auf 2.500 limitierten Auflage. Im NikeStore mit einem Gutschein für versandkostenfreie Bestellung (einfach “versandkostenfrei” als Gutscheincode eingeben, gilt auch für alle anderen Produkte).

Der NikeStore mit dem Nike Tiempo 94

Der NikeStore mit dem Nike Tiempo 94

Macht der Schuh uns wirklich magisch zu Fußballprofis? Hören wir uns Maldini selbst an:

“Training ist der Schlüssel des modernen Fussballs. Talent alleine genügt nicht. Es braucht vor allem  harte Arbeit, Ausdauer und Stärke. Ich bin ein Beispiel dafür, dass ich dank akribischer Vorbereitung über Jahre hinweg auf einem sehr hohen Niveau Fussball spielen konnte.”

Nike-LogoAh. Der Schuh gehört zweifellos zu “akribische Vorbereitung”, der Nike-Schuhmacher als eine Art Waffenmeister “Q” für den Fußballer James Bond. Dann noch “Talent allein genügt nicht”, woraus ein Mutiger den Umkehrschluß ziehen könnte, “es geht auch ohne Talent”, dann bleibt nur noch Training, harte Arbeit und ähnliche Unwörter.

Es stünde mir also noch alles offen. Aber Maldini holte seine ersten Titel, ehe ich mir das Abi an die Wand nageln konnte. Ob ich das aufhole? Naja. Vielleicht gebe ich die Chance doch eher an den Sohn weiter. Auch Maldini kam durch den Vater zum Fußball.

Sonne tanken hilft gegen Winterblues

Donnerstag, 26. November 2009

[Trigami-Review]

Winterblues? Was für Winterblues???

Winterblues? Was für Winterblues???

November. Grau. Nebel. Diesig. Winterblues. So sieht es im Klischee zu Hause aus, wenn der Spätherbst droht. Gut, gut, dieses Jahr hat uns einen anderen November gezeigt: einen Martinssommer, in dem man im T-Shirt Unkraut jäten konnte, noch bis zum letzten Samstag.

Aber danach hat sich das Blatt gewendet: Sturm, Regen, grau.

Eben. Und dann kommt der Winterblues, eine depressive Phase, hervorgerufen durch viel zu wenig Sonnenstunden (und das sage ich als Düsseldorfer – fragt erst mal die Einwohner des schönen Städtchens Helsinki…). Man kriegt morgens schon den Hintern nicht über die Bettkante, und das bleibt auch den ganzen Tag so. Das macht ein Zuviel oder Zuwenig der Botenstoffe Melatonin und Serotonin. Man hat ständig Heißhunger, hilft sich mit Schokolade über die Runden, und ärgert sich dann, wenn der Weihnachtsspeck schon vor Weihnachten kommt.

Halt, das muß doch nicht sein! Wenn der Winterblues droht, kann man auch auf ganz andere Weise reagieren:

  • Sporteln, mein eigener Tip ist dabei das Radfahren, es kombiniert die gesunde Bewegung mit der Ausnutzung jedes Fitzelchens Sonnenlicht (wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, daß Radfahrer wg. viel frischer Luft und weniger Menschenkontakten im ÖPNV besonders gut gerüstet gegen Schweinegrippe sind…), aber es darf auch ein Sport wie Aerobic sein, deren Bewegungen als besonders stimmunghebend bezeichnet werden.
  • Na, das lädt doch zum Radeln ein

    Na, das lädt doch zum Radeln ein

    Obst statt Schokolade, das liefert auch die Kohlenhydrate, ist aber sonst viel gesünder – macht euch doch mal einen richtig leckeren Obstteller, wie ihr ihn sonst nur euren Kindern vorsetzt, oder einen alkoholfreien Cocktail (z. B. einen Pussy Cat: 5 cl Orangensaft, 4 cl Ananassaft, 2 cl Bananensaft, 1 cl Kirschsaft, 2 cl Kokosnußcreme, 1 cl Zitronensaft, 1 cl Orzata/Mandelsirup, Kirsche – ohne Kirschsaft im Shaker auf Eiswürfeln kräftig schütteln, in Becherglas auf crushed ice abseihen, Kirschsaft vorsichtig hinzugeben und mit Kirsche garnieren), in dem kann man neben den Kohlenhydraten auch noch jede Menge Vitamine und so gesundes Zeug verstecken!
  • Verwöhnen generell, schon ein Wellness-Sonntag in der Sauna oder ein entspannendes Wannenbad mit Kerzen und ein paar Badezusätzen kann helfen, den Glückshormonhaushalt wieder aufzuladen.
  • Sonne tanken – klar, wenn Sonne, dann kein Winterblues, denn der Organismus denkt nicht an Winter. Was also tun? Komische Tageslichtlampe kaufen und sich davor setzen? Hautkrebs aus dem Solarium heraustragen? Nö, das ist fad. Ausgiebige Radtouren oder gemütliche Spaziergänge saugen das Letzte aus unserer eigenen Sonne raus. Und wenn die nicht reicht, dann muß der Kompaß gen Süden gerichtet werden, heutige Billigflieger (sucht z. B. fly.de, 1-2-fly.com) machen es möglich. Und wie weit nach Süden reicht der Euro? Natürlich nirgends weiter als auf die Kanaren. (Ups, nein, stimmt nicht, man kann den Euro in Französisch-Guayana verwenden, wieder was gelernt. Trotzdem, Transatlantikflüge und Kurzurlaub gehen nicht gut zusammen.) Auf die Inselgruppe westlich der Sahara nahm mich schon meine Mutter als kleinen Purks mit, Fuerteventura, Vulkangestein, herrlich, auch gegen den Winterblues (mich mitzunehmen war für den Verschwendung, der Winterblues trifft überwiegend Frauen, aber ich mochte schon damals die Hotelbüfetts mit leckeren spanischen Spezialitäten). Na, noch Resturlaub abzubauen? Hier kann man sich Appetit machen: NoWinterBlues (herrliche Videos von einem Eisbären gibt es dort obendrein – angucken).

Fazit: Man kann dem Winterblues begegnen, man kann das hier zu Hause tun, oder in einem Kurzurlaub – und der sollte dafür eher nicht in Stockholm stattfinden, so schön ich es da im Sommer auch finde, aber Glögg und Weihnachtsmärkte stehen einfach nicht auf der Liste der Gegenmittel.

SEAT Exeo ST – ein Kombi, der die Familie nach Ithaka bringt

Freitag, 13. November 2009

[Trigami-Review]

Exeo STIthaka, Heimat des Odysseus – Wer wie ich seinen Homer mit dreizehn verschlungen hat, kann sich noch an die Spannung erinnern, die in jeder Zeile der Odyssee steckte. Für den (übrigens nichtgriechischen) Autobauer SEAT ist die mißlungene Heimreise des südeuropäischen Äquivalents zum Nordmann-Schlaufuchs Wickie nach getaner Arbeit in Troja das Synonym dafür, daß Reisen zählt, nicht Ankommen. Ein schöner und origineller Ansatz für ein Auto, das den Spagat vom Sportwagen zur Familienkutsche schaffen will.

Sportlich-elegant, das sind wir ja auch, wenn wir uns mit den Fahrrädern fortbewegen. Dennoch schauen wir immer mal wieder über den Tellerrand nach einem Auto, und so wäre ein sportlich-elegantes Auto, das außerdem mit seinem Platzangebot und seiner Funktionalität zu begeistern verspricht, schon passend. Abgasnorm Euro 5 klingt für mich als ökologisch Interessierten auch gut.

Ein paar clevere Details machen wirklich Appetit auf den Exeo ST: so hat SEAT zum Beispiel Solarzellen in das Glasdach integriert, die eine Belüftung aufrechterhalten, ohne daß beim abgestellten Fahrzeuzg die Batterie “gefressen” wird (ist aber leider Extra). Radio mit MP3-Player ist Serienausstattung, ebenso wie eine Dachreling (wer im Urlaub Dachbox oder Fahrradträger transportiert, weiß, daß die Dinger nicht nur zur Zierde da sind) und Isofix-Halterungen für Kindersitze, Einklemmschutz beim Fensterheber und 6 Airbags. Benziner von 102-200 PS und Diesel von 120-170 PS (die mit Kombiverbrauch von 5,7 l/100 km bzw. CO2 von 149 g/km aufwarten), treiben das Teil an. Eine Geschwindigkeitsregelanlage, vulgo Tempomat, ist leider erst in gehobenen Ausstattungen zu haben, in Langsamkeitsländern wie Skandinavien ist die für entspanntes Fahren fast ein Muß. Auch nur ein Funkschlüssel kommt mir geizig vor für ein Familienauto.

Exeo STDie Schulterbreite der Rückbank dürfte den Schwiegermutter-Härtetest (eine fünfte Person zwischen zwei Kindersitzen) nicht bestehen, komfortabel schaffen den aber wohl auch nur Kastenwagen wie der Renault Kangoo. Mit dem wollen wir hier nun wirklich nicht vergleichen, dennoch: der Kofferraum ist mit 442 Litern, nun ja, vorhanden; ein Golf Variant – und manche Limousine – hat mehr.

Für einmal Tätscheln muß man beim SEAT Exteo ST 23.290 € hinlegen, so wie ich ihn vom Hof fahren würde (Diesel, GRA, Aluräder), leider schnell 30.000 €. Damit spielt er in einer Klasse, in der sich ein Skoda Octavia und sogar ein Passat finden. Wer die Sportlichkeit eines SEAT schätzt, wird den Vergleich verpönen, aber wer einen Familienkombi beschreibt, darf die Augen davor nicht verschließen (die hier Genannten werfen beispielsweise 580 und 565 Liter Kofferraum  und 119 bis 137 g/km CO2 in die Waagschale). Wer sich mit dem Markenimage von SEAT so richtig identifiziert, der findet im Club SEAT seinen Platz: eigene Kreditkarte, Vorzugskarten für SEAT-Events usw. locken.

Jet Benzin für 9 Cent

Dienstag, 20. Oktober 2009

Großer Volkslauflauf an der Jet Rather Broich: In einer Fonic-Werbeaktion gibt es dort Benzin für 9 Cent!

Benzin für 9 Cent

Und alle so: yeaaah! Und ich so: isch ‘abe überhaupt kein Auto!

Es gibt einen Riesen-Andrang mit Polizeiabsperrung und vielen Fähnchen und Hostessen. Wetten, in einer Stunde ist der Spuk vorbei…

Kinder erklären Rezepte im Zottarella Blog Special

Montag, 12. Oktober 2009

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Bei der selbsternannten “Genußmolkerei Zott” haben die Kinder den Kochlöffel fest im Griff: im Koch-Blog zu ihrem Mozzarella “Zottarella”, erklären Kinder ihre Lieblingsrezepte zum Selberraten – genau wie es damals in unserer Kindheit in der Fernsehshow “Dingsda” gemacht wurde: umschreibend, ohne das Wort selbst zu verwenden.

mit Käse - nein, ohne!

mit Käse - nein, ohne!

Dabei kommen lustige Dinge heraus, wenn Magdalena, die mit fünf Jahren genauso alt ist wie unsere Lisa, schwierigere Zubereitungsdetails wie “al dente” zu klären hat, oder sich Michelle und Luis, beide ungefähr drei bis vier, also so alt wie unser Christian, nicht einigen können ob’s mit Käse oder ohne leckerer ist.

Sechs Folgen sind im Koch-Blog anzusehen. Wirklich schwer zu erraten ist das Gericht nicht, aber den Kindern macht es wirklich Spaß, das Video ist also gut geeignet, am Samstag morgens gemeinsam zu beschließen, was heute mittag gekocht werden soll.

Die Videos machen dem Amateurfilmer auch noch einmal klar, wie schwierig der Dreh mit Kindern ist: Meist kriegt man kein Rohmaterial, das länger als ein, zwei Sätze ist, man muß oft wiederholen, darf die Kinder aber auch nicht vergrätzen. In gewissem Umfang am besten einfach laufen lassen, zur Belohnung kommt dann manchmal ein gar nicht geplanter Schatz heraus… Den Rest muß dann der Schnitt machen.

Die Molkerei, die großen Wert darauf legt, auch heute noch ein Familienunternehmen zu sein, ruft sich hier auf sympathisch-unaufdringliche Weise ins Gedächtnis: im aktuellen Rezept kommt überhaupt keine Zutat aus ihrem Hause vor, es wird also nicht, wie anderswo, geschrien “man nehme 200 g Zott diesda und 500 ml Zott dasda…” Das kann man sich auf der Zottarella-Website selbst abholen, da gibt es z. B. einen “Rezept-Inspirator”, in den man Lachs, Oliven, Avocados und eben einen Käse des Hauses (sowie die zur Verfügung stehende Kochzeit) wie an einem einarmigen Banditen auswürfelt, statt Münzen fällt dann unten ein fertiges Rezept heraus.

Der Link zum Koch-Blog: Total Zottarella Koch-Blog.

Das braucht Mut

Dienstag, 9. Juni 2009

Es braucht Mut, vielleicht auch den Mut der Verzweiflung, für eine Werbeagentur, den schlichten Slogan “endlich” für ein Produkt einzusetzen, das so frei von Alleinstellungsmerkmalen (USPs) ist und auf das die Welt deshalb so wenig gewartet hat wie – ein Toilettenpapier von Tempo.

endlich...?

endlich...?

OK, das ganze hat sogar noch eine Treppenwitzseite, denn endlich ist eine Toilettenpapierrolle ja wirklich, wie wohl jeder schon einmal frustriert erfahren hat. Aber ob das gerade ein positiv besetzter Claim ist?

Ansonsten ist die Kampagne so 08/15 wie man sie nur machen konnte, hybsche, sportlich-feminine Frau, Wolkenhimmel, Lala-Musik, sieht so aus, als wenn die Macher zuletzt Damenbinden gemacht hätten und dann gesagt, hey, das ist ja fast das gleiche…

Verstehen sie das? Ich erkläre es ihnen mal

Dienstag, 31. März 2009

Als wandelnde Rechtschreibkontrolle darf man sich heute ja outen, weil “Zwiebelfisch” Bastian Sick gesellschaftsfähig gemacht hat, was mich schon lange vorher umtrieb: Spitzfindigkeit. Wer am Inhalt seines Gegenübers wirklich nur die Form zu monieren hat, hier also die Rechtschreibung, der ist argumentativ in der Defensive. Wer aber umgekehrt glaubt, Form sei nichts, der kann bekanntlich schreiben wie er will – nur ob er dann gern gelesen wird, ist zweifelhaft.

Mein Aufreger der Woche ist die Anrede-Großschreibung. Auf den Aufstellern vor Würstchenbuden, Friseursalons oder Handyläden ist man ja einiges gewohnt, aber als ich das Interview im Feuilleton der Welt am Sonntag las, und die Fragen der Journalistin dort reihenweise mit kleinen “sie’s” geschrieben fand, war ich schon enttäuscht.

Eher schmunzeln mußte ich, als ich eine Werbemail meines Lottoanbieters erhielt: “Eine Tippgemeinschaft hat 2,1 Millionen Euro auf Ihrem Tippschein gewonnen!” hieß es da. Das paßt zum schon fast klassischen “Eltern haften für Ihre Kinder”, und in beiden Fällen frage ich mich, ob ich den Rechtsanspruch auf Gewinn oder Haftung wohl einklagen könnte – bei der Tippgemeinschaft oder irgendwelchen Eltern, oder eher bei der Lottogesellschaft oder dem Baustellenbetreiber. Es paßt auch zum Interview mit Olaf Scholz im Vorwärts, es eröffnet mit der Zeile “Herr Minister, Millionen Deutsche sorgen sich angesichts der Weltwirtschaftskrise um Ihren Job.” Tja, ein Ministersessel steht tatsächlich wackelig in diesen Tagen, aber ob es wirklich das war, was die parteitreue Zeitung sagen wollte?

Auch die Elternbriefe unseres Kindergartens weisen eine Unregelmäßigkeit aus, und zwar eine regelmäßige: Dort wird “Sie” stets groß geschrieben, das dazugehörige “ihnen” aber stets klein. Vertipper scheinen ausgeschlossen, das meint jemand wirklich so.

Jetzt spar’ ich nicht

Montag, 9. März 2009

“Jetzt zahl’ ich – jetzt zahl’ ich nicht.” Die Werbung des Stromanbieters ohne Grundgebühr kann man im Augenblick im abendlichen Werbefernsehen nicht übersehen. Aber für wen ist der Tarif von e-wie-einfach denn nun wirklich der richtige?

Ab 2.700 kWh wird Vattenfall billiger

Ab 2.700 kWh wird Vattenfall billiger

Keine Grundgebühr, alles wird über den Preis einer kWh, einer Kilowattstunde abgerechnet. Einfach scheint dieser Tarif ja zu sein. Ist er aber auch lohnend? Nun, ein kurzer Vergleich mit ein paar anderen Anbietern, wie ihn Verivox erlaubt, zeigt sofort: Ja, tatsächlich, wenn man – wie in den Werbespots auch gezeigt – Single oder ein sparsames Pärchen ist. Nein, wenn man ein Kind (oder auch nur einen Großverbraucher wie z. B. einen Durchlauferhitzer im Bad) hat, ist er nichts. Denn die fehlende Grundgebühr wird natürlich mit einem höheren Einheitenpreis kompensiert, und das heißt, je mehr man verbraucht, desto schneller ist der Vorteil aufgezehrt. Schon bei 2.700 kWh/Jahr überholt uns der preiswerteste Konkurrent Vattenfall. Bei 3.100 kWh, also einer Familie mit Kind, ist sogar schon der erste Ökostromanbieter*, SWK Natur der Stadtwerke Krefeld, günstiger.

Unter 1.200 kWh ist wieder ein anderer günstiger

Unter 1.200 kWh ist wieder ein anderer günstiger

Also ist der Tarif genau das Richtige für Wenignutzer, das Ferienhäuschen oder jemand, der ständig auf Geschäftsreise ist, denn da muß die fehlende Grundgebühr ja positiv zu Buche schlagen? Nein, auch falsch gedacht, denn als einzigem Tarif haben die Designer diesem einen Kellerboden eingezogen, eine Mindestverbrauchsklausel, also ganz entgegen der Werbeaussage eigentlich eine versteckte Grundgebühr. Einfach geht anders. Wer annähernd nix verbraucht, wird mit 1.500 kWh/Jahr zur Kasse gebeten. Deswegen sind bis 1.200 kWh, das wäre in der Tat ein sehr sparsamer Single, sogar die guten alten Stadtwerke Düsseldorf mit ihrem Onlinetarif die günstigere Wahl.

Fazit: Für eine genau begrenzte Zielgruppe kommt dieser Tarif tatsächlich in Frage, alle anderen, und zwar sowohl die die mehr als auch die die weniger verbrauchen, sind anderswo besser aufgehoben.

*Natürlich muß man hier einschränken: Der SWK-Natur-Tarif ist nur ein zertifikatehandelsbasierter Ökostrom, also umetikettierter konventioneller Strom, kein echter Ökostrom. Er steht hier deswegen nur als ein Besser-als-nichts-Tarif. Echter Ökostrom, wie ihn die EWS Schönau machen (guckst du beim BüfeM), kostet schon etwas mehr als die jeweils billigsten Anbieter.